Auf der Panoramastrasse Nr. 3

20. Dezember 2025 / Montenegro / Skutarisee / Panoramastrasse Nr. 3

Die Südseite des Skutarisees wird auf der montenegrinischen Seite mehrheitlich durch die Panoramastrasse Nr. 3 erschlossen. Diese führt meist hoch über dem Ufer dem See entlang und eröffnet immer wieder fantastische Ausblicke. Was die Landschaft angeht, ist es eine Traumstrasse. Zum Fahren ist es schon eher eine Alptraumstrasse. Mehrheitlich ist man einspurig unterwegs mit mehr oder weniger breiten Ausweichstellen (die abgebildete ist eine sehr breite). Zum Glück hat es zurzeit wenig Verkehr, so dass man bloss alle fünf bis zehn Minuten einmal kreuzen muss. Wichtig ist, dass man genug Zeit einplant. Gemäss GPS sind achtzig Stundenkilometer erlaubt, in Tat und Wahrheit schafft man aber bloss rund 25 Kilometer in der Stunde. Aber es lohnt sich. Die Landschaft ist fantastisch schön.

Ulcinj

20. Dezember 2025 / Montenegro / Ulcinj / Altstadt von Osten her

Ulcinj ist die südlichste montenegrinische Gemeinde, die mit einer prächtigen Altstadt aufwarten kann. Von hier sind es nur noch knapp zwanzig Kilometer bis zur albanischen Grenze. Und nach Albanien will ich ja. Aber noch nicht jetzt. Ich will mir noch das montenegrinische Hinterland anschauen und dann über den Kosovo und Nordmazedonien nach Albanien reisen. Bis dahin habe ich noch gut eine Woche Zeit. Auch die Altstadt von Ulcinj ist sehr gepflegt. Aber auch sehr touristisch mit Hotels, Restaurants, Bars und Souvenirläden. Die sind zurzeit aber mehrheitlich im Winterschlaf.

Stari Bar

20. Dezember 2025 / Montenegro / Bar / Altstadt Stari Bar

Sehr viel übrig geblieben ist nicht von der Altstadt der Küstenstadt Bar. Verschiedene Ereignisse haben dazu beigetragen, dass Bars Altstadt heute eine Ruinenstadt ist. Während des Montenegrinisch-Osmanischen Krieges sprengten 1878 montenegrinische Truppen das Aquädukt, um die Wasserversorgung der Stadt abzuschneiden, was zur Kapitulation führte und viele Zerstörungen verursachte. Später flog ein Munitionsdepot in die Luft. Und 1979 sorgte ein schweres Erdbeben für weitere Schäden. Gleichwohl ist es interessant, sich die Ruinenstadt anzuschauen. Der Besucherandrang hält sich zurzeit aber in Grenzen. Heute Morgen waren wir zu dritt auf dem Gelände: Ich und zwei ortskundige Hunde, die sich die Zeit genommen haben, mich durchs Gelände zu führen.

Sveti Stefan

19. Dezember 2025 / Montenegro / Sveti Stefan / Insel

Sveti Stefan war früher ein einfaches Fischerdorf. Heute ist es ein ganz exklusives Luxus-Ferienresort. Die kleine Insel, auf der sich die luxuriösen Hotels und Apartments befinden, ist durch einen schmalen Damm mit dem Land verbunden. Zutritt zur Insel hat man nur als Hotelgast (Zimmer bekommt man angeblich ab 700 Euro pro Nacht), als Besitzer eines Apartments oder im Rahmen einer bezahlten und geführten Besichtigungstour. Aus der Ferne sieht die Insel toll aus. Das Exklusive und die Zutrittsbedingungen gefallen mir als einfachem Camper aber ganz und gar nicht. Ich bin daher rasch weitergezogen und habe mir einen feinen Übernachtungsplatz ausgesucht, der eher meinem Gusto entspricht.

Budva

19. Dezember 2025 / Montenegro / Budva / Altstadt

Budva ist einer der bekanntesten und beliebtesten Badeorte an der montenegrinischen Adriaküste. Es gibt viele Hotels, Restaurants, Bars, Eisdielen, Diskotheken und was es sonst noch so für einen Strandurlaub braucht. Und es wird weiterhin gebaut wie verrückt. Alles sieht gut und recht gepflegt aus. Einzig die Strände, die ich hier sah, fand ich nicht so toll. Aber ich bin auch nicht wegen den Ständen gekommen, sondern wegen der schönen Altstadt. Mit ihren engen Gassen, Plätzen und Kirchen hat sie mich stark an Trogir oder Split erinnert. Auch hier ist alles sehr gut erhalten und gepflegt. Einen Unterschied zu den bekannten kroatischen Altstädten konnte ich nicht ausmachen.

Cetinje

19. Dezember 2025 / Montenegro / Cetinje / Kloster

Cetinje liegt etwa fünfzehn Kilometer von Kotor und vom Meer entfernt und hat rund 14’000 Einwohner. Bis 1918 war Cetinje die Hauptstadt Montenegros. Erst als das Land vor gut hundert Jahren ein Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen wurde, hat man Podgorica (damals Titograd) zur Hauptstadt gemacht. In der Stadt gibt es einige interessante historische Gebäude zu sehen. Cetinje hat mir gut gefallen. Noch schöner als die Stadt selbst war aber der Weg dorthin.

Nebel im Lovcen Nationalpark

19. Dezember 2025 / Montenegro / Lovcen Nationalpark / Nebelmeer nordwestlich vom Mausoleum

Landschaftlich bietet der Lovcen Nationalpark enorm viel. Da ist einerseits einmal die Serpentinenstrasse mit ihren phantastischen Ausblicken auf die Bucht von Kotor. Dann ist da das schöne Karstgebirge, das man durchfährt. Es gibt auch Höhlen. Und zuoberst beim Mausoleum hat man einen prächtigen Rundumblick auf die montenegrinische Landschaft. Auch stimmungsmässig war es heute recht abwechslungsreich. Zum Teil prächtiger Sonnenschein, dann wieder Nebelfelder. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob ich durch den Park fahren will. Zum Glück habe ich es getan. Es hat mir sehr gut gefallen.

Lovcen Nationalpark – Serpentinenstrasse vom Feinsten

19. Dezember 2025 / Montenegro / Lovcen Nationalpark / Serpentinenstrasse / Ausblick auf Bucht von Kotor

Südöstlich vom Kotor liegt der Lovcen Nationalpark. Herzstück des Parks ist das
Njegos-Mausoleum auf dem Gipfel des Jezerski Vrh auf 1655 Meter Höhe. Das Mausoleum ist die letzte Ruhestätte eines bedeutenden Dichters. Zum Mausoleum gelangt man von Kotor aus über eine Serpentinenstrasse, die zu den spektakulärsten Strecken gehört, die ich je gefahren bin. Die Strasse, die auch als „Leiter von Kotor“ bezeichnet wird, ist eng und unübersichtlich. Belohnt wird man mit phantastischen Ausblicken auf die Bucht von Kotor. Der Schweizer Camperfahrer ist begeistert, schwitzt aber bei etlichen Kreuzungsmanövern Blut. Und was machen die Montenegriner: Sie hängen cool an ihren Natels und sind fröhlich am Telefonieren.

Kotor

18. Dezember 2025 / Montenegro / Kotor / Trg od Oruzja

Ganz am Ende der fast dreissig Kilometer langen Bucht von Kotor liegt die Stadt, die dem fjordähnlichen Meereseinschnitt ihren Namen gegeben hat: Kotor. Kotor besitzt eine gut erhaltene mittelalterliche Altstadt, die vollständig von einer mächtigen Stadtmauer umschlossen ist, die bis zu einer Festung in 260 Metern Höhe hinaufreicht. Selbst bei trübem Wetter ist es spannend, durch die zum Teil recht engen Altstadtgassen zu bummeln. Dabei trifft man immer wieder auf offene Plätze und Kirchen. Kotor ist definitiv sehenswert und verdient es, zum UNESCO-Weltkulturerbe zu gehören.

Perast

8. Dezember 2025 / Montenegro / Perast / Dorf vom Ufer aus

Der Regen hat sich verzogen. Die Wolken leider noch nicht. Erst ab morgen sollte ich wieder in den Genuss von sonnigem Wetter kommen. Schade, dass es nicht bereits heute in Perast schöner war. Perast ist ein malerisches Städtchen an der Bucht von Kotor, das mich stark an „unser“ Morcote erinnert hat. Perast ist aber grösser und hat zudem zwei vorgelagerte Inseln zu bieten, auf denen je eine Kirche steht und die man mit Booten besuchen kann. Auffällig ist auch die venezianisch geprägte Architektur, die bei einigen Palästen zum Tragen kommt. Ein wahres Bijou, das ich heute Morgen besuchen durfte und das wahrlich besseres Wetter verdient gehabt hätte.