l’Ampolla

11. Dezember 2024 / Spanien / l’Ampolla / Hafen

l’Ampolla liegt gut zehn Kilometer südwestlich von l’Amettla de Mar, direkt am Rande des Ebro-Deltas. Zehn Kilometer dem Meer entlang tönen nach einer lockeren, entspannten Fahrt. Das war es aber nicht. Direkt der Küste entlang führen nur die Eisenbahn und die Autobahn. Mit dem Fahrrad muss man ein ordentliches Stück ins Landesinnere ausweichen. Und die Ausweichroute ist gespickt mit etlichen teils recht ruppigen Aufstiegen und Abfahrten. Dieser Streckenabschnitt war der bisher härteste auf meiner Küstentour. Zu allem Überfluss war es in l’Amettla de Mar auch noch kühl, windig und stark bewölkt. Aber es hat wenigstens nicht geregnet. Also kein Grund zum Jammern.

l’Amettla de Mar

11. Dezember 2024 / Spanien /  l’Amettla de Mar / Hafen und Altstadt

Ja, l’Amettla de Mar habe ich bereits bei deutlich besserem Wetter besucht. Aber auch bei bedecktem Himmel lohnt sich eine Visite im Hafen und ein kurzer Bummel durch die Altstadt. l’Amettla de Mar zählt 7’000 Einwohner und liegt etwas abseits der grossen Touristenströme. Das macht den Ort um so sympathischer. Im Hafen gibt es noch eine Vielzahl von Fischerbooten. Der Bereich mit den grösseren Fischkuttern ist leider abgesperrt Zu den kleineren hat man aber freien Zugang. Und die Fischer, die hier ihre Netze und Boote in Schuss bringen, stören sich überhaupt nicht daran, wenn man ihnen bei ihrer Arbeit zuschaut und auch mal ein Foto schiesst.

Castell de Sant Jordi

11. Dezember 2024 / Spanien / Sant Jordi d’Alfama – Castell de Sant Jordi

Reisen mit dem Fahrrad hat viele Vorteile. Man ist draussen und betätigt sich sportlich. Man ist langsamer unterwegs und sieht dadurch mehr. Und wenn man etwas Interessantes sieht, kann man sofort anhalten, um noch genauer hinzuschauen. Und  man zweigt auch rascher von einer Route ab, wenn man das Gefühl hat, dass man etwas Sehenswertes entdecken könnte. So bin ich heute unter anderem auch auf das Castell de Sant Jordi gestossen. In dessen Nähe sind wir schon mehrfach achtlos vorbeigefahren. Definitiv falsch. Das Castell, das nahe am blauen Meer auf einer Felskuppe liegt, ist auf alle Fälle einen Zwischenhalt wert. Gleich neben dem Castell gibt es eine kleine Bucht mit einem Sandstrand. Und eine Menge freie Parkplätze, auch für Camper. Ich bin mir fast sicher, dass wir demnächst einmal hier übernachten werden.

Düstere Stimmung in Cambrils

10. Dezember 2024 / Spanien / Cambrils / Hafen

Urspünglich meldeten die Wetterfrösche für den heutigen Dienstag Regen an der Costa Dorada. Sie haben sich geirrt. Den ganzen Tag über war es recht sonnig bei leicht tieferen Temperaturen (Höchstwert von gerade mal 13 Grad). Einzig über Cambrils haben sich plötzlich dunkle Wolken angesammelt und für eine eher düstere Stimmung gesorgt. Dieses Intermezzo war aber zum Glück von kurzer Dauer. Bei meiner Rückfahrt gut eine Stunde später war auch der Himmel über Cambrils wieder strahlend blau. Einmal mehr Glück gehabt.

Tarragona

10. Dezember 2024 / Spanien / Tarragona / Torre de les Monges

In der ganzen Altstadt von Tarragona kann man Ruinen aus der Zeit der Römer bestaunen. Am eindrücklichsten ist wohl das recht gut erhaltene Amphitheater. Aber auch die Überreste der römischen Stadtmauer sind eindrücklich. Die an prominenter Lage liegende Torre de les Monges stammt hingegen „bloss“ aus dem Mittelalter. Sie wurde aber direkt an den römischen Zirkus angebaut.

Altafulla

10. Dezember 2024 / Spanien / Altafulla / Castell de Montserrat und Iglesia Sant Marti

In den meisten Reiseführern sucht man vergebens nach Altafulla. Für mich unverständlich, denn der Ort mit 6’000 Einwohnern, der zehn Kilometer östlich von Tarragona leicht landeinwärts liegt, hat einen sehr schönen Altstadtkern zu bieten. Der mittelalterliche Stadtkern ist ummauert und weitgehend verkehrsfrei, da die engen Gässchen und die vielen Treppen für den motorisierten Verkehr kaum passierbar sind. Zuoberst thront ein Schloss, direkt neben einer alten Kirche. Dass man Altafulla kaum kennt hat aber auch sein Gutes: es gibt kaum Touristen hier. Erst recht nicht ausserhalb der Saison.

Römischer Triumphbogen in Roda de Bera

9. Dezember 2024 / Spanien / Roda de Bera / Arc de Bera

Hopo habe ich noch nicht dazu gebracht, mir selbständig zu folgen. Ich fahre die ganze Strecke dem Meer entlang daher doppelt. Am Vormittag vom letzten Wendepunkt aus zu einem neuen Wendepunkt, am Nachmittag von dort aus wieder zurück. Meist nutze ich dabei auf der Rückfahrt eine etwas andere Route, gelegentlich fahre ich aber eine Strecke effektiv doppelt. Der heutige Wendepunkt lag beim Arc de Bera in Roda de Bera, 20 Kilometer von Tarragona entfernt. Der Triumphbogen ist Bestandteil eines archäologischen Ensembles, das seit 2000 zum UNESCO-Weltwerbe zählt.

Verlassener Stand in Coma-ruga

9. Dezember 2024 / Spanien / Coma-ruga / Strand

Falls jemand für dieses Jahr noch Badeferien buchen möchte: hier an der Costa Dorada findet man zur Zeit ausreichend Platz an den Stränden. Platzangst kriegt hier wirklich niemand. Und das Meer sieht verlockend aus. Man muss aber einigermassen hart sein im Nehmen. Die Höchsttemperatur lag heute bei 14 Grad. Schön für eine Dezembertag, zum Baden aber wohl doch zu kalt. Auf dem Fahrrad ist es hingegen recht angenehm, wenn man sich der Saison entsprechend kleidet.

Vilanova i la Geltru – Fischerhafen

9. Dezember 2024 / Spanien / Vilanova i la Geltru / Fischerhafen

Südwestlich von Barcelona gibt es etliche recht grosse Häfen mit Jachten und Segelbooten. Den ersten richtigen Fischerhafen findet man in Vilanova i la Geltru. Ich schätze, dass hier mindestens dreissig kleinere und mittelgrosse Fischerboote auf ihre nächste Ausfahrt gewartet haben. Am frühen Nachmittag war kaum Betrieb. Toll ausgesehen hat es gleichwohl.

Sitges

9. Dezember 2024 / Spanien / Sitges / Sant Bartomeu i Santa Tecla

Empfehlenswert ist auch ein Halt in Sitges. Der Ort verfügt über eine kleine aber feine Altstadt und schöne Strände. Eindrücklich ist auch die Kirche Sant Bartomeu i Santa Tecla, die auf einem Felsen über dem Meer thront und schon von weitem sichtbar ist. Wir haben Sitges bisher immer nur für einen Zwischenhalt genutzt und sind nach einer Nacht weitergezogen. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass man es hier auch deutlich länger aushalten kann.