Alicante

20. Dezember 2024 / Spanien / Alicante / Castell de Santa Bàrbara

Wer Alicante bei Regen erlebt, muss Pech haben. Denn die Stadt soll auf fast 3’000 Sonnenstunden pro Jahr kommen. Pech hatte ich nicht in Alicante, sondern rund zehn Kilometer weiter. Ich habe mir einen Platten eingefahren. Eigentlich kein Problem, war doch der Schlauch rasch gewechselt. Doch bevor ich losfahren konnte, gab es einen leichten Knall und der neue Schlauch war auch futsch. Kaum war mein Fluchen verstummt, kam mir ein spanischer Radfahrerkollege zu Hilfe und händigte mir seinen Reserveschlauch aus. Glück gehabt. Doch leider hielt dieser Schlauch auch nur rund zehn Kilometer. Teilweise zu Fuss, teilweise per Tram habe ich es dann geschafft, einigermassen zeitig zu Hopo zurückzukehren. Morgen wird nicht nur der Schlauch, sondern auch der Pneu gewechselt. Das wird dann hoffentlich ein Weilchen halten.

La Illeta dels Banyets

20. Dezember 2024 / Spanien / el Campello / La Illeta dels Banyets

Unmittelbar neben dem Hafen von el Campello kann man auf einer kleinen Halbinsel eine Ausgrabungsstätte besichtigen. Steinzeitmenschen, Iberer, Römer und viele mehr haben zwischenzeitlich auf der Halbinsel gelebt und ihre Spuren hinterlassen. Die ältesten Überbleibsel, auf die die Archäologen gestossen sind, sollen 5’000 Jahre alt sein. Die Illeta dels Banyets ist damit eine der bedeutendsten Fundstätten an der Mittelmeerküste. Dass sie ausgesprochen schön gelegen ist, wertet sie nochmals auf.

Benidorm

20. Dezember 2024 / Spanien / Benidorm / Westlicher Strand

Benidorm – auch Manhatten am Mittelmeer genannt – ist der Inbegriff für Massentourismus. Mehrere Millionen Britten und Holländer – und Urlauber aus etlichen weiteren Nationen – verbringen hier Jahr für Jahr ihre Sommerferien. Von der Grossstadt ab in den Urlaub in eine andere Grossstadt. Davon kann man halten, was man will. Genau gleich hält es sich mit der Architektur. Immerhin: wäre Benidorm statt in die Höhe in die Breite gebaut worden, wäre noch viel mehr verschandelt worden. Allen Bedenken zum Trotz gibt die Skyline in Kombination mit der Sandbucht und dem herrlich blauen Meer ein tolles Bild ab.

Altea

19. Dezember 2024 / Spanien / Altea / Templo del Arcángel Miguel

Auf der Fahrt von Calp nach Benidorm sticht einem bei Altea ein russisch-orthodoxer Tempel ins Auge. Ein solches Gotteshaus würde man in dieser Gegend nicht unbedingt erwarten. Aber es scheint offenbar genug Russen zu geben, die an die Costa Blanca ausgewandert sind oder hier ihre Ferien verbringen, um den Bau einer eigenen Kirche zu rechtfertigen. Mit dem Bau des Templo del Arcángel Miguel wurde 2002 begonnen. Es ist die erste in Spanien erbaute russisch-orthodoxe Kirche.

Calp mit Penyal d’Ifac

19. Dezember 2024 / Spanien / Calp / Penyal d’Ifac

Und hier der Penyal d’Ifac wie man ihn kennt. Sieht schon viel schöner aus als von Osten her. Trotz der 22 Grad sind die Strände auch hier praktisch leer. Der Uferpromenade entlang ist aber recht viel Betrieb. Es wird viel Deutsch gesprochen, teilweise sogar Schweizerdeutsch. Aber auch Englisch, Französisch und Holländisch ist immer wieder zu hören. Überwintern in Spanien scheint in Mode zu sein. Verständlich beim tollen Wetter, das man hier vorfindet. Ich treffe aber auch immer wieder auf Leute, die auf einer Bank sitzen und einen sehr gelangweilten Eindruck machen. Leben fern der Heimat scheint nicht nur schön zu sein.

Moraira

19. Dezember 2024 / Spanien / Moraira / Gigante de Sal und Penyal d’Ifac

Wie auf der Foto unschwer zu erkennen ist, war der Himmel heute mehrheitlich wolkenverhangen. Dafür war es bis zu 22 Grad warm. Richtig schön, im Dezember in kurzen Hosen und im Kurzarmleibchen durch die Gegend zu fahren. Ich tue das hier keinesfalls alleine. Es hat enorm viele Rennradfahrer aus ganz Europa, die hier in Teams oder in Gruppen Trainingslager abhalten. Wen wunderts, bei diesen idealen Bedingungen? Auf der Foto ist im Hintergrund der Penyal d’Ifac, das Wahrzeichen von Calp, zu erkennen. Von dieser Seite her nichts Spezielles. Dem Gigante de Sal ist die Aussicht gleichwohl einige Verrenkungen wert.

Xàbia

18. Dezember 2024 / Spanien / Xàbia / Hafen

Seit gut drei Tagen habe ich keine nennenswerten Steigungen mehr bewältigen müssen. Das hat heute Nachmittag ein Ende genommen. Südlich von Dénia steigt die Strasse auf gut 200 Meter Höhe an. Nach einer schönen Abfahrt erreicht man Xàbia. Die Stadt zählt 30’000 Einwohner und liegt an einer Bucht zwischen dem Cabo de la Nao im Süden und dem Cabo de Sant Antonio im Norden. Bei meinem Besuch im Hafen hatte ich Mitte Nachmittag das Glück, ein schönes Licht anzutreffen, das den Cabo de Sant Antonio hell erleuchten liess. Mit den schönen Bildern im Kopf fällt die Rückfahrt und der erneute Aufstieg auf den kleinen Pass deutlich leichter.

Botanischer Garten im Kreisel

18. Dezember 2024 / Spanien / Dénia / Kakteenkreisel

Für Velofahrer sind Kreisel eine angenehme Abwechslung. Wenn es nicht gerade viel Verkehr hat, hat man gut Zeit, genauer hinzusehen. Spannend, was einem zum Teil geboten wird. Gerade in Spanien gibt es viele sehenswerte Kreisel, die es sich zum Teil lohnen, eine Zusatzrunde einzuschalten. Gut gefallen hat mir heute ein Kakteenkreisel in Dénia. Sieht wirklich fast so aus wie in einem botanischen Garten.

Orangen soweit das Auge reicht

18. Dezember 2024 / Spanien / Piles / Orangenplantagen

Seit Valencia bin ich kaum mehr auf einer Hauptstrasse gefahren. Es gibt hier viele Radwege, die meist durch Felder und Zypressenplantagen führen. Zum Glück kennt das Navi alle Weg. Sonst wäre es teilweise recht schwierig, die Orientierung nicht zu verlieren oder nicht dauernd in Sackgassen zu landen. Die Orangen- und Mandarinenernte ist voll im Gang. Rund zwei Drittel der Bäume tragen ihre Früchte aber noch. Erstaunlich, was für eine Last die Orangenbäume zu tragen vermögen.

Cullera

17. Dezember 2024 / Spanien / Cullera / Montaña de Cullera

Cullera kann man fast nicht verpassen. Zumindest dann nicht, wenn man von Westen her anreist. Der Name der Stadt steht in ganz grossen Lettern oben auf der Montaña de Cullera und ist schon von weitem sichtbar. Cullera liegt südlich von Valencia und zählt 23’000 Einwohner. Die Stadt verfügt über einen langen, breiten Sandstrand. Leider ist auch hier die ganze Küsten zubetoniert mit Hotels und Zweitwohnungsbunkern, die zum Teil schon etwas in die Jahre gekommen sind. Cullera hat aber auch seine schöne Seiten. Hoch über der Altstadt thronen ein Castello und eine von weitem her sichtbare Kirche.