Ayamonte – Puerto Deportivo

12. Januar 2025 / Spanien / Ayamonte / Puerto Deportivo


Das Grenzstädtchen Ayamonte ist erreicht. Ayamonte zählt gut 20’000 Einwohner und liegt am Guardiana-Fluss, der hier in den Atlantik mündet. Auf der gegenüberliegenden Flussseite liegt das portugiesische Vila Real de Santo António. Ayamonte ist ein hübsches Städtchen mit einer schönen Häuserfront zum Hafen hin. Auch die Altstadt hat mir gut gefallen. Allen, die per Auto nach Portugal reisen, kann ich nur empfehlen, in Ayamonte noch einen Zwischenhalt einzulegen.

Cartaya

12. Januar 2025 / Spanien / Cartaya / Plaza Redonda

Auf halbem Weg nach Ayamonte habe ich einen kurzen Zwischenhalt in Cartaya eingelegt. Cartaya ist eine Kleinstadt mit 20’000 Einwohner. Ganz im Stil der andalusischen Städtchen und Dörfer sind im Zentrum alle Häuser weiss getüncht. Eher atypisch ist, dass die Weihnachtsbaumattrappe noch steht. Über der Kleinstadt thront eine mittelalterliche Burg. Wieder einmal ein Zwischenhalt, der sich gelohnt hat.

Naturschutzgebiet bei Huelva

11. Januar 2025 / Spanien / Huelva / Naturschutzgebiet im Nordwesten

Nordwestlich von Huelva führt ein Radweg mitten durch ein Naturschutzgebiet. Nach der hektischen Stadt mit dem vielen Verkehr kann man hier so richtig entspannen und die Natur geniessen. Der wolkenbedeckte Himmel war typisch für den heutigen Tag, an dem ich die Sonne nur sehr kurz zu sehen bekam. Nun habe ich noch gut 50 Kilometer Strecke bis an die portugiesische Grenze vor mir. Die lege ich morgen in beiden Richtungen zurück. Danach geht es dann für längere Zeit ostwärts mit dem Ziel Córdoba. Das gemäss Meteorlogen wieder bei deutlich besserem Wetter.

Huelva – Muelle del Tinto

11. Januar 2025 / Spanien / Huelva / Muelle del Tinto

Huelva ist eine Industriestadt mit knapp 150’000 Einwohnern, die 40 Kilometer von der portugiesischen Küste entfernt zwischen den Flüssen Rio Odiel und Rio Tinto errichtet wurde. Die Altstadt bietet nur wenig Sehenswertes. Interessant ist die Muelle del Tinto, die vor 150 Jahren an den Ufern des Rio Odiel errichtet wurde. Die Anlage diente dazu, die in den Riotinto-Minen geförderten Mineralien auf Schiffe zu verladen. Die Rohstoffe wurden direkt von den Minen per Eisenbahn ans Flussufer und über das Mineraldock auf die Lastschiffe befördert. Ein Stück Industriegeschichte, das ich hier so nicht erwartet hätte.

Huelva – Kolumbus-Denkmal

11. Januar 2025 / Spanien / Huelva / Kolumbus-Denkmal

Seit dem Start unserer gemeinsamen Reise am 8. Dezember in Barcelona hat mich mein Gravel-Bike nun schon 3’800 Kilometer weit getragen. Wir haben einiges zusammen erlebt. Hauptsächlich Schönes, aber zwischendurch auch das eine oder andere, das uns genervt hat. Und Dinge, die unser Geheimnis bleiben. Höchste Zeit, dass mein treuer Begleiter auch einmal in unserem Blog abgebildet wird. Das Rose-Bike steht hier im Süden von Huelva an der Punta del Sebo vor dem Kolumbus-Denkmal. Das Kolumbus-Denkmal ist stattliche 37 Meter hoch und wurde 1929 von den Vereinigten Staaten an Spanien gespendet.

Nationalpark Coto de Doñana

10. Januar 2025 / Spanien / Matalascañas / Nationalpark Coto de Doñana

Etliche Zeit fuhr ich heute entlang oder durch den Nationalpark Coto de Doñana. Gesehen habe ich dabei primär Pinienwälder. Nicht wahnsinnig spannend und schon gar nicht abwechslungsreich. Der Nationalpark war Spaniens wichtigstes Feuchtgebiet. Seltene Vogelarten lebten hier. Zudem diente der Park vielen Zugvögeln als Durchgangsstation. 2022 trockneten die Feuchtgebiete aufgrund der Wasserentnahme für die Landwirtschaft und für den Tourismus vollständig aus. Ob sich die einzigartige Landschaft jemals davon erholen wird ist ungewiss.

Ermita de Nuestra Señora del Rocio

10. Januar 2025 / Spanien / El Rocio / Ermita de Nuestra Señora del Rocio

Die Wallfahrtskirche von El Rocio sieht meiner Meinung nach wirklich sehr schmuck aus. Die Kirche und die umliegenden Häuser und Parks erinneren mich stark an Mexiko. Zu Pfingsten sollen jeweils über eine Million Pilger in das kleine Dorf reisen, das nur gut 2’000 Einwohner zählt. Ähnlich den Jakobswegen gibt es einen speziellen Weg, der die Pilger nach El Rocio führt.  Aussergewöhnlich ist auch, dass der riesige Platz um die Kirche, die Strassen und die Parkplätze aus Sand sind. Warum das so ist, habe ich leider noch nicht herausfinden können. Die Sandstrassen und Sandplätze tragen aber zur speziellen Atmosphäre bei, die dieser Ort ausstrahlt. El Rocio ist auf alle Fälle einen Besuch wert.

El Rocio

10. Januar 2025 / Spanien / El Rocio / Dorf von Südwesten her

El Rocio ist ein kleines Dorf, das südwestlich von Sevilla abseits der grossen Verkehrsströme am Rand des Nationalpark Coto de Doñana liegt. Das Dorf wurde direkt am Rande des Sees Charco de la Boca erbaut. El Rocio ist über die Grenzen Spaniens hinaus als Wallfahrtsort bekannt. Verehrt wird die Heilige Jungfrau von El Rocio, die oft auch als Blanca Paloma oder Weisse Taube bezeichnet wird. Dass ich in diesem kleinen Ort mit seiner Wallfahrtskirche und den vielen schmucken weissen Häusern gelandet bin, habe ich eher dem Zufall zu verdanken beziehungsweise der Weg an die Küste hat mich hierher geführt. Der Abstecher hierhin hat sich für mich aber auf alle Fälle gelohnt.

Andalusien im Nebel

10. Januar 2025 / Spanien / Hinojos / Nebellandschaft

Den zweiten Tag in Folge hatte es heute Morgen Nebel. In der Hoffnung, dass sich die Sonne bald einmal durchsetzen wird, machte ich mich gegen elf Uhr auf den Weg. Der Nebel war heute aber äusserst hartnäckig und lichtete sich erst gegen zwei Uhr. Abgelöst wurde er vorerst von einer geschlossenen Wolkendecke. Erst am stäteren Nachmittag setzte sich die Sonne durch. Dann wurde es noch so richtig schön.

Sanlúcar la Mayor

9. Januar 2025 / Spanien / Sanlúcar la Mayor / Cuádriga romana

Ein Kreisel mit einem römischen Vierspänner ist für mich heute der richtige Ort, um zu wenden und zu Hopo zurückzufahren. Schade, dass die Sonne gerade ihren Dienst eingestellt hat (oder sich besser gesagt hinter einer der raren Wolke versteckt). Irgendwie passt das schlecht zu Sanlúcar la Mayor. Denn auf dem Gemeindegebiet befindet sich das grösste Solarkraftwerk Europas. Wenn man den direkten Weg durchs Landesinnere wählt sind es von hier aus noch rund 130 Kilometer bis an die portugiesische Grenze. Der Küste entlang sind es etwa 170 Kilometer. Ich wähle zuerst die Küstenroute und rechne mit drei Tagesetappen à je gut 110 Kilometer bis Ayamonte. Mal schauen, ob das aufgeht und was mich auf dem Weg dorthin alles erwartet.