Gibraltar

2. Februar 2025 / Gibraltar / The Rock

Am Tag vor unserer Überfahrt nach Marokko haben wir noch einen Abstecher nach Grossbritannien unternommen. Gibraltar ist seit 1704 britisches Hoheitsgebiet. Während des spanischen Erbfolgekriegs eroberten englische Truppen die Festung. Im Frieden von Utrecht wurde Gibraltar 1713 „für alle Zeiten“ den Briten zugesprochen. Sämtliche Versuche der Spanier, Gibraltar zurückzubekommen, sind seither gescheitert. Das Bild von Gibraltar wird durch den mächtigen Felsen geprägt, der über 400 Meter aus dem Meer ragt und den die Briten schlicht „The Rock“ nennen. Der Aufstieg auf „The Rock“ ist selbst im Winter schweisstreibend, aber absolut lohnend. Die Aussicht ist gewaltig.

Ronda – Puerta de Almocábar

1. Februar 2025 / Spanien / Ronda / Puerta de Almocábar

Der Zugang zur Altstadt erfolgt von Süden her durch die Puerta de Almocábar. Den ersten Eindruck, den man hier von Ronda erhält, ist wirklich ein toller: Palmenkreisel, schön restaurierte Stadtmauer, Stadttor und die eindrückliche Iglesia del Espiritu Santo. Hinter dem Stadttor folgen dann viele enge Altstadtgassen und etliche prächtige historische Gebäude. Ronda ist eine prächtige Stadt, die man sich auf einer Andalusienreise nicht entgehen lassen sollte.

Plaza del Socorro in Ronda

1. Februar 2025 / Spanien / Ronda / Casino

Die vom Rio Guadalevin gegrabene Schlucht trennt die Altstadt in zwei Teile. Im etwas moderneren nördlich Altstadtquartier liegt die bekannte Stierkampfarena, die als eine der ältesten und schönsten in ganz Spanien gilt. Speziell attraktiv ist auch die Promenade, die dem steilen Abhang entlang führt und die einen weiten Blick ins Umland erlaubt. Daneben gibt es interessante Kirchen und Plätze. Gut gefallen hat uns die Plaza del Socorro, an der das Casino liegt. Etwas erstaunt hat uns allerdings, dass der Krieger beim Monumento al Andalucia von zwei Löwen flankiert wird. In Ronda hätten wir eher mit schwarzen Stieren gerechnet.

Ronda – Puente Nuevo

1. Februar 2025 / Spanien / Ronda / Puente Nuevo

Ronda liegt auf einem Felsplateau, das auf drei Seiten steil abfällt. Mitten durch die Altstadt verläuft eine knapp hundert Meter tiefe Schlucht, die vom Rio Guadalevin gegraben wurde. Drei Brücken führen über die Schlucht, von denen die Puente Viejo und die Puente Nuevo besonders sehenswert sind. So neu wie es der Name andeutet ist die Puente Nuevo allerdings nicht mehr. Mit ihrem Bau wurde 1751 begonnen, 1793 wurde sie fertiggestellt. Bei ihrer Eröffnung war sie die höchste Brücke der Welt. Heute ist sie die Hauptattraktion von Ronda. Speziell schön ist sie am späteren Nachmittag, wenn sie von Westen her von der Sonne beschienen wird.

Ronda

1. Februar 2025 / Spanien / Ronda / Altstadt von Westen her

Das Wetterglück ist uns weiterhin hold. Angesagt war eher bewölktes Wetter, angetroffen haben wir Sonne pur. Dafür war es eher kühl mit einer Maximaltemperatur von 13 Grad. Ronda liegt auf über 700 Meter Höhe in einer hügligen Landschaft, was uns sowohl eine schöne Hin- als auch Wegfahrt beschert hat. Zusammen mit Sevilla, Córdoba und Granada gehört Ronda zu den touristischen Topdestinationen Andalusiens. Entsprechend gross war heute der Besucherandrang. Nun wissen wir es definitiv: die Chinesen reisen wieder. Und das in Scharen. Aber wer will ihnen das verübeln. Sie ahmen uns ja bloss nach.

Plaza de San Sebastián

31. Januar 2025 / Spanien / Antequera / Plaza de San Sebastián

Antequera besitzt eine sehr gepflegte Altstadt. Praktisch alle Strassen und Plätze sind ordentlich mit Steinplatten mit abwechselnden Mustern belegt. Auch die Häuser sind praktisch allesamt gut in Schuss. Dazwischen gibt es immer wieder schöne Plätze mit schattenspendenden Bäumen. Ein Beispiel hierfür ist die Plaza de San Sebastián, an welcher man neben Restaurants, Bars und Geschäftshäusern auch auf eine imposante mittelalterliche Stiftskirche trifft.

Hybrider Zitrusbaum

31. Oktober 2025 / Spanien / Antequera / Hybrider Zitrusbaum

Der abgelichtete Baum, der hoch über der Altstadt von Antequera wächst, wusste in seiner Jugend offenbar nicht, ob ein Zitronenbaum oder doch lieber ein Orangenbaum werden will. Irgendeinmal entschloss er sich, beides zu sein. So trägt er heute auf der einen Seite Zitronen, auf der anderen Seite Orangen. Das sieht wirklich speziell aus. Auf meinem langen Weg mit dem Fahrrad der Südküste Spaniens entlang sind mir wohl Millionen von Zitrusbäumen begegnet. Einen so speziellen wie den hier in Antequera habe ich aber noch nie angetroffen. Schön, dass man immer wieder auf Dinge stösst, die man so noch nie gesehen hat und über die man staunen kann.

Antequera

31. Januar 2025 / Spanien / Antequera / Alcazaba

Antequera zählt gut 40’000 Einwohner und liegt am nördlichen Rand der Provinz Málaga. Die Stadt wird von einer eindrücklichen Alcazaba (maurische Burganlage) überragt. Die Alcazaba von Antequera gehört zu den grössten und beeindruckendsten mittelalterlichen Festungen in ganz Spanien und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Errichtet wurde sie im 14. Jahrhundert von den Mauren auf den Ruinen einer römischen Befestigungsanlage, um den Vormarsch der christlichen Reconquista zu stoppen. Von der Burg aus hat man einen prachtvollen Blick auf die Altstadt, bei der einige Kirchen aus dem Meer weisser Häuser herausragen.

Lenio, Daria und Aaron

31. Januar 2025 / Spanien / Naturpark El Torcal / Lenio, Daria und Aaron

Die drei bizarren Felstürme im Naturpark El Torcal haben auf meiner Karte noch keine Namen. Das erschwert die Orientierung und geht so nicht. Ab heute heissen sie hochoffiziell Lenio, Daria und Aaron. Zumindest für mich ist das so. Wie ich zu diesen drei Namen kam weiss ich nicht mehr. Es sind aber drei tolle Namen, die wunderbar zu diesem prachtvollen Dreiergespann passen.

Naturpark El Torcal

31. Januar 2025 / Spanien / Naturpark El Torcal / Monumento Natural

Bei prachtvollem Wetter haben wir heute Vormittag eine Wanderung durch den Naturpark El Torcal südlich von Antequera unternommen. Der Paraje Natural Torcal de Antequera, so sei offizieller Name, befindet sich auf gut 1’200 Meter Höhe. Entsprechend kalt war es heute. Die Pfützen auf den Wanderwegen (ein Überbleibsel von den ergiebigen Niederschlägen vom Mittwoch) waren mit einer dünnen Eisschicht bedeckt. Dazu kam noch ein kalter Wind. Aber es war wunderschön. Das 1’171 Hektaren grosse Naturschutzgebiet ist gespickt mit aussergewöhnlichen Karstformationen. Der Park, der vor bald hundert Jahren zu einem Naturschutzgebiet von nationalem Interesse erklärt wurde, gehört zu den beeindruckendsten Landschaften Spaniens.