Fort de Socoa

20. September 2025 / Frankreich / Saint-Jean-de-Luz / Fort de Socoa

Saint-Jean-de-Luz ist ein recht bekannter Badeort ganz weit unten an der französischen Atlantikküste (nur rund fünfzehn Kilometer von der spanischen Grenze entfernt). Persönlich bin ich kein grosser Fan von Badeorten. Saint-Jean-de-Luz gefällt mir aber. Im alten Ortskern gibt es recht viele gut erhaltene historische Bauten. Viele der Gebäude unmittelbar ums Zentrum sind im bakischen Baustil errichtet worden. Der Hafen ist hübsch, der grosse Strand schön. Hässliche Bettenburgen, wie man sie in so vielen anderen Badeorten vorfindet, entdeckt man hier keine. Alles hat Stil. Speziell hübsch finde ich das etwas abseits gelegene Fort de Socoa, das zwischen der Atlantikküste und einem Hafen errichtet wurde.

Bahnhof von Hendaye

20. September 2025 / Frankreich / Hendaye / Bahnhof

Offizieller Startpunkt der Route des Cols ist der Bahnhof von Hendaye. Und die Strecke wird an der Mittelmeerküste wieder an einem Bahnhof enden, nämlich dem von Cerbère. Bei Fernwanderrouten ist es naheliegend, dass sie an Bahnhöfen starten und enden. Die Route des Cols legt aber kaum jemand zu Fuss zurück. Die meisten bewältigen die Strecke mit dem Auto oder dem Motorrad, einige mit dem Fahrrad. Auch historisch ist es schwierig, eine plausible Begründung zu finden. Die Route des Cols soll seinerzeit von Napoleon III ins Leben gerufen worden sein, der den Bädertourismus in den Pyrenäen fördern wollte. Und zur Zeit von Napoleon III gab es diese Bahnstrecken noch nicht. Sei’s drum. Irgendwo muss man ja starten und enden.

Quer durch die Pyrenäen

19. September 2025 / Frankreich / Col du Soulor / Ostaufstieg (Foto von einer früheren Reise)

34 Pässe, gut neunhundert Kilometer Strecke und rund 16’000 Höhenmeter: Das ist in drei Zahlen ausgedrückt die Route des Cols, die quer durch die Pyrenäen führt und die ich zeitnah mit dem Fahrrad in Angriff nehmen will. Bis am 20. September abends möchte ich mit Hopo einen Grossteil der Strecke an die Atlantikküste zurückgelegt haben, Mit dem Radfahren möchte ich dann am 21. September an der französisch-spanischen Grenze starten. Da ich die einzelnen Tagesetappen jeweils hin- und zurückfahre – jemand muss ja schliesslich Hopo abholen – stehen nicht 32, sondern 64 Passüberquerungen vor mir. Dass ich die bis Mitte Oktober schaffe, ist eher unwahrscheinlich. Das wäre wohl nur bei idealem Wetter möglich. Und danach sieht es im Moment leider nicht aus. Aber mal schauen, wie weit ich komme. Ich freue mich riesig auf die tollen Pyrenäenlandschaften, die zwischen der Atlantik- und der Mittelmeerküste liegen. Und auf die sportliche Herausforderung. Bonne route, Hopo und Kurt!

Lac de Hourtin et de Carcans

18. Mai 2025 / Frankreich / Piqueyrot / Lac de Hourtin et de Carcans

Westlich von Bordeaux gibt es nicht nur eine 130 Kilometer lange Atlantikküste, sondern auch zwei ordentliche Seen. Der grössere von beiden hat immerhin eine Flüche von 67 Quadratkilometern. Er ist damit mehr als anderthalbmal grösser als der Bielersee. Logisch, dass auch dessen Umrundung etwas länger dauert. Aber mittlerweile komme ich ja langsam wieder in Form. Leider war es aber für den Moment der letzte Ausflug per Rad. Unsere Rückreise steht an. Wir haben knapp 900 Kilometer vor uns. Gut hundert Kilometer davon haben wir bereits heute Abend hinter uns gebracht. Für den Rest lassen wir uns Zeit. Läuft alles rund, sind wir am Dienstag Nachmittag zu Hause.

Endlos lange Sandstrände

17. Mai 2025 / Frankreich / Le Porge Océan / Strand

Die Atlantikküste westlich von Bordeaux ist rund 130 Kilometer lang. Sie erstreckt sich vom Einfluss der Garonne in den Atlantik im Norden bis hin zur Halbinsel Cap Ferret im Süden. Der ganze Küstenabschnitt ist ein einziger langer, breiter Sandstrand. Wie breit der Strand wirklich ist, hängt massgeblich von den Gezeiten ab. Die Differenz zwischen Ebbe und Flut beträgt hier zurzeit fast drei Meter, was bei einem eher flachen Strand doch sehr deutlich bemerkbar ist. Hinter dem Strand kommen dann meist grössere und breitere Sanddünen (die etwas südlicher gelegene Düne von Pilat ist bis zu 110 Metern hoch). Und dann kommen die Wälder des „Forêt des Landes*, in dem mehrheitlich Seekiefern wachsen. Und durch diesen Wald gibt es endlos lange Radwege. Ein Paradies für Radfahrer, speziell bei so prächtigem Wetter wie heute.

Das moderne Bordeaux

16. Mai 2025 / Frankreich / Bordeaux / Cité du Vin

Neben der historischen Altstadt gibt es in Bordeaux auch recht moderne Viertel mit ausgefallener Architektur. Speziell gelungen finde ich die Cité du Vin, auch wenn sie sich etwas in Bäumen und Büschen versteckt. Das Gebäude ist ganz dem Thema Wein gewidmet. Es verknüpft ein Weinbaumuseum mit einem Freizeitpark zum Thema Wein. Eröffnet wurde es 2017. Auf dem Ranking von National Geographic stand es einmal auf Platz 7 der weltweit besten Museen. Besucht wird es jährlich von rund einer halben Million Menschen.

Das historische Bordeaux

16. Mai 2025 / Frankreich / Bordeaux / Place de la Bourse

Heute habe ich per Rad einen Abstecher nach Bordeaux unternommen. Die Radwege hier sind wirklich toll. Ab Lacanau-Océan gibt es einen Weg direkt ins Zentrum von Bordeaux. Rund achtzig Prozent der Strecke führen durch Wälder und über Felder. Erst auf den restlichen zwanzig Prozent wird es etwas mühsam, weil diese durch städtisches Gebiet führen. Und die sind halt nun mal verkehrsreich und mit Ampeln, Kreiseln und Kreuzungen gespickt. In Bordeaux gibt es viele sehenswerte Bauten, die zum Teil der Garonne entlang aufgereiht sind. Besonders schön finde ich die Place de la Bourse, deren Gebäude sich im „Miroir d’Eau“ spiegeln.

An der französischen Atlantikküste

15. Mai 2025 / Frankreich / Lacanau / Église Saint-Vincent

Sonne? Blauer Himmel? Was ist denn hier geschehen? Ganz einfach: wir sind aus Nordspanien geflohen. Die Region war schön. Es gibt dort tolle Landschaften, Häfen, Städte und Dörfer. Aber das nasse, kühle Wetter, das dort zurzeit vorherrscht, ist uns verleidet. Wir hätten noch drei Tage warten müssen, bis es besser geworden wäre. Eventuell besser. Denn das Öfteren hat uns das bessere Wetter, das angekündigt wurde, nicht erreicht. Wir haben gesehen, dass es rund um Bordeaux ein stabiles Hoch gibt, das bis mindestens Sonntag schönes Wetter verspricht. Und da unsere Rückreise ohnehin bei Bordeaux vorbeiführt, sind wir gestern und heute Vormittag hierhergefahren. Der richtige Entscheid für uns. An der Côte d’Argent gibt es riesige Sandstrände, super Radwege und aktuell viel Sonne bei deutlich über zwanzig Grad Wärme. Wir sind mehr als zufrieden.

Béziers by night

7. Dezember 2024 / Frankreich / Béziers / Pont Vieux und Kathedrale

Auf Reisen fahre ich nicht gerne in der Dunkelheit. Man sieht nichts von der Landschaft. Und speziell sicher ist es auch nicht, gerade mit einem breiten und langen Camper. Hopo hatte daher heute bereits vor fünf Uhr Feierabend. Diesen hat er sich aber auch redlich verdient, haben wir doch bereits 750 Kilometer hinter uns gebracht. Morgen werden es noch rund 300 Kilometer bis Barcelona sein. Von dort an geht es dann nur noch in kleinen Teilstücken weiter. Da wir nahe der Altstadt von Béziers übernachten, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, noch einen kleinen Abendbummel zu unternehmen. Das hat sich wahrlich geloht. Pont Vieux, Kathedrale und Altstadt sehen auch in der Nacht prachtvoll aus.

Béziers

7. Dezember 2024 / Frankreich / Béziers / Pont Vieux und Kathedrale

Kurz vor dem Eindunkeln haben wir Béziers erreicht. Wir sind übrigens zu viert unterwegs: ich, Hopo und zwei meiner Fahrräder. Heidi will die Festtage zusammen mit der Familie verbringen und ist daher im Seeland geblieben. Sie wird irgendwann im Januar wieder zu uns stossen. Bis dahin möchte ich Spanien hauptsächlich per Fahrrad erkunden. Mein Ziel ist es, von Barcelona aus möglichst weit der Küste entlang in Richtung Gibraltar zu fahren. Wie weit ich komme wird massgeblich auch vom Wetter abhängen. Wenn ich nur annähernd so viel Wetterglück wie im November in Italien habe, sollte ich eigentlich recht weit kommen. Schauen wir einmal. So oder so freue ich mich auf viele schöne Ausfahrten.