Tolle Radwege

28. Dezember 2024 / Spanien / Almerimar / Radweg

Bei Almerimar darf ich wieder einmal einen tollen Radweg nutzen. Und allzu viel Gegenverkehr gibt es auch nicht. Radfahren ist meiner Meinung nach in Spanien sehr sicher. In den meisten Städten und in vielen Küstenorten gibt es gute Radwege. Auf dem Land kann man teilweise kleine Nebensträsschen befahren, auf denen es kaum Verkehr gibt. Die verkehrsreicheren Strassen sind in der Regel recht breit und es gibt neben der Fahrspur meist noch ein Asphaltband von einem halben bis zu eineinhalb Metern Breite, das wie ein Radweg dient. Und die Spanier verhalten sich in der Regel den Radfahrer gegenüber sehr rücksichtsvoll. Sie überholen mit ausreichend grossem Abstand und wenn ein Radweg einmal eine Strasse quert, lässt man den Radfahrern meist den Vortritt. Ich fühle mich daher sehr wohl auf Spaniens Strassen. Gefrierglätte muss man hier ja auch nicht befürchten.

Im Plastikland

28. Dezember 2024 / Spanien / Almerimar / Gewächshäuser

In den letzten Tagen durfte ich durch sehr schöne Landschaften radeln. Heute zu einem ordentlichen Teil durch Plastik. Westlich von Almeria ist die Konzentration an Gewächshäuser extrem gross. Über grosse Flächen hinweg reiht sich hier ein Gewächshaus ans andere. Die Fläche der Gewächshäuser rund um Almeria soll der Fläche von 45’000 Fussballplätzen entsprechen. Und hier musste ich heute durch. Teilweise fährt man über mehrere Kilometer hinweg nur durch Gewächshäuser. Plastik links, Plastik rechts, Plastik überall. Aber ich will nicht klagen. Es gab auch heute Streckenabschnitte, auf denen man einen freien Blick aufs tiefblaue Meer hatte.

Hopo ist eingeholt

27. Dezember 2024 / Spanien / Benahadux / Parkplatz im Norden

Täglich versuche ich Hopo beizubringen, dass er mir selbständig folgt. Irgendwie ist er aber schwer von Begriff. Ich fahre damit die Velostrecken immer noch doppelt: einmal voraus und dann wieder zurück zu Hopo. Damit mache ich täglich fast doppelt so viele Velo- wie Camperkilometer. Als ich in Barcelona mit der Radfahren startete, hatte Hopo bereits 950 Kilometer auf dem Tacho. Heute ist er bei knapp 2’100 Kilometer angekommen, das Fahrrad bei gut 2’100 Kilometer. Hopo ist somit ein- und überholt worden. Mein ursprüngliches Ziel war es, pro Tag 100 Kilometer zurückzulegen. Im Moment bin ich etwas darüber. Dass ich so gut vorwärts komme habe ich auch dem super Wetter zu verdanken. Bei Nässe und Kälte wäre ich noch lange nicht in Almeria.

Küstenstrasse nach Aguadulce

27. Dezember 2024 / Spanien / Almeira / Küstenstrasse nach Aguadulce

Heute werde ich wahrlich verwöhnt mit prächtigen Landschaften. Die von Almeria aus westwärts führende Strasse nach Aguadulce schlängelt sich direkt dem Meer entlang. Immer wieder kann man schöne Blicke auf die schroffe Küstenlandschaft erhaschen. Gut, wenn man jederzeit anhalten kann und nicht gezwungen ist, im Verkehrsfluss mitzuschwimmen.

Almeria

27. Dezember 2024 / Spanien / Almeria / Iglesia de San Roque

Almeria ist erreicht, ich bin wieder am Meer. Almeria zählt 200’000 Einwohner und ist eine bedeutende Hafenstadt. Insbesondere landwirtschaftliche Produkte sowie Mineralprodukte aus der Sierre de Alhamilla werden hier verschifft. Gleich beim Hafen befindet sich die abgebildete Iglesia de San Roque.

Der Stier ist los

27. Dezember 2024 / Spanien / Benahadux / Osborne-Stier

Der Osborne-Stier darf in unserem Blog nicht fehlen. Erst recht nicht, wenn er sich an so einem schönen Ort wie nördlich von Benahadux zeigt. Der Osborne-Stier wurde 1956 entworfen, um Werbung für Brandy der Marke Osborne zu betreiben. Im Lauf der Zeit hat sich der Stier einem Markenzeichen Spaniens entwickelt.

Ab in den Saloon

27. Dezember 2024 / Spanien / Tabernas / Saloon bei Autobahnauffahrt

So viel Schönheit muss man erst einmal sacken lassen. Am besten tut man das natürlich mit einem Whisky im hiesigen Saloon. Würde schmecken, ist aber zu früh. Und auch nicht das richtige Getränk, um unfallfrei durch Almeria zu kommen. Einen Whisky werde ich mir heute Abend aber genehmigen. Allerdings keinen amerikanischen, sondern einen schottischen.

Wüste von Tabernas zum zweiten

27. Dezember 2024 / Spanien / Tabernas / Wüste von Tabernas

Und weil es hier so schön ist gleich noch eine zweite Foto der Wüste von Tabernas. Die Landschaft ist wirklich wunderschön. Ich habe auf meiner Reise der spanischen Mittelmeerküste entlang bereits sehr viel Eindrückliches sehen und erleben dürfen. Die Wüste von Tabernas übertrifft aber alles.

Wüste von Tabernas

27. Dezember 2024 / Spanien / Tabernas / Wüste von Tabernas

Ein paar Kilometer nach Fort Bravo und rund zwanzig Kilometer von Almeria entfernt ist die Wüste von Tabernas erreicht. Eine herrliche Landschaft. Die Wüste von Tabernas erstreckt sich auf einer Fläche von gut 280 Quadratkilometern. Sie besteht aus lauter kleinerer Hügel, die durch Erosionsrillen speziell geformt sind. Direkt am Rande der Wüste führt die Autobahn vorbei, so dass für einmal auch die Schnellfahrer etwas von der prächtigen Landschaft mitbekommen. Richtig schön wird es aber erst, wenn man sich die Mühe nimmt, auf Schotterwegen etwas in die Wüstenlandschaft einzudringen.

Fort Bravo

27. Dezember 2024 / Spanien / Tabernas / Fort Bravo

Doch nicht schon wieder falsch abgebogen? Fort Bravo, Texas, Hollywood? Was hat das hier in Spanien zu suchen? Fort Bravo ist eine nachgebildete Westernstadt, die gegen gutes Geld besucht werden kann die eigentlich gar nicht schlecht in die Wüste von Tabernas passt. Die Kulisse von Fort Bravo soll originalgetreu der damaligen Zeit nachempfunden sein. Es gibt sowohl einen amerikanischen Teil mit Saloon, Gefängnis, Geschäften, Bank, Ställen usw., als auch einen mexikanischen Bereich mit Platz, Kirche, Bauernhäusern und den Gutsherrenhäusern. Auf einen Besuch habe ich verzichtet. Schliesslich wartet die Wüste.