Auf dem Sentiero Azzurro

2. November 2024 / Italien / Cinque Terre / Sentiero Azzurro

Der Sentiero Azzurro dürfte einer der meist begangenen Wanderwege Italiens sein. Er verbindet die fünf Dörfer der Cinque Terre und führt von Monterosso al Mare nach Riomaggiore (unsere Laufrichtung) oder umgekehrt. Zweigt man in jedes einzelne Dorf ab und schaut sich dieses etwas genauer an, kommt man auf gut 15 Kilometer Wegstrecke. Das tönt nach einer eher gemütlichen Wanderung. Ist es aber nicht. Denn der Weg von Dorf zu Dorf verläuft nicht auf Meereshöhe, sondern führt jeweils ordentlich in die Höhe (bis auf 440 Meter). Nach jedem Dorf gibt es einen steilen Anstieg und dann wieder einen ebenso steilen Abstieg. Belohnt wird man jeweils mit wunderbaren Ausblicken auf die Küstenlandschaft und die Dörfer. Der Weg ist gut unterhalten, aber ohne passendes Schuhwerk kaum machbar. Aktuell herrschen ideale Temperaturen für eine solche Wanderung. Entsprechend gross war heute der Antrag.

Baia del Silenzio in Sestri Levante

1. November 2024 / Italien / Sestri Levante / Baia del Silenzio

Langsam gehen mir die Superlative aus. Der Blick am frühen Vormittag auf die Baia del Silenzio ist wirklich atemberaubend schön. Wie es der Name schon sagt ist das Meer absolut ruhig, das Wasser sehr klar. Und die farbigen Fassaden der Gebäude, die an den Strand gebaut sind, spiegeln sich prächtig im Wasser. Noch hat es wenig Personen, die sich am Strand sonnen. Dies ändert sich jedoch recht rasch. Am Nachmittag wird es richtig eng. Gut, dass es in Sestri Levante noch einen zweiten, wesentlich grösseren Stand gibt. Dieser ist aber nicht annähernd so schön wie die Spiaggia di Portobello.

Sonne pur in Sestri Levante

1. November 2024 / Italien / Sestri Levante / Baia del Silenzio

Den vierten Tag in Folge haben wir nun schönsten Sonnenschein. Und das bei Temperaturen von immer noch gut 20 Grad. Nicht schlecht für Anfang November. Und die Wetteraussichten für die kommenden Tage sind weiterhin gut. Schade, dass die Tage mittlerweile recht kurz sind (die Sonne geht hier kurz nach 17.00 Uhr unter). Aber alles kann man eben nicht haben. Wir sind mittlerweile in Sestri Levante gelandet. Wirklich weit gekommen sind wir seit Genau nicht, ist doch die ligurische Metropole nur gut fünfzig Kilometer von Sestri Levante entfernt. Aber warum eilen, wenn es doch so schön ist?

Altstadt von Chiavari

31. Oktober 2024 / Italien / Chiavari / Chiesa di San Francesco

Ich gebe es gerne zu: die Stadt Chiavari (knapp 30’000 Einwohner) war mir bis heute völlig unbekannt. Zu unrecht, denn Chiavari verfügt neben einem grossen Hafen über eine sehenswerte Altstadt mit schönen Plätzen, Kirchen und Palazzi. Mit Camogli oder Portofino kann Chiavari natürlich nicht mithalten. Dafür herrscht hier aber eine viel lockerere Stimmung und man hat nicht das Gefühl, in einem Touristenstrom mitzuschwimmen. Es mag auch hier noch Touristen geben. Diese kommen aber überwiegend aus Italien, so dass man sich schon fast etwas fremdländisch vorkommt. Eben so, wie wir es mögen.

Hafen von Chiavari

31. Oktober 2024 / Italien / Chiavari / Hafen

Unser Lager für die letzte Oktobernacht haben wir in Chiavari aufgeschlagen, das nur fünfzehn Kilometer von unserem letzten Übernachtungsplatz in Santa Margherita Ligure entfernt liegt. Eine kurze Strecke, die es aber in sich hat. Die Strassen entlang der ligurischen Küste sind kurvenreich und unübersichtlich und recht eng (Irland lässt grüssen). Erschwerend kommt hinzu, dass überall Autos und Motorräder halb in die Strasse hinaus parkiert sind und einem dauernd irgendwelche Mopeds um die Ohren sausen. Der Streckenverlauf ist aber meist atemberaubend schön und bietet herrliche Ausblicke auf das Meer. Richtig geniessen können das aber leider nur die Beifahrer.

Portofino zum zweiten

31. Oktober 2024 / Italien / Portofino / Hafen

Und weil es so schön ist gibt es noch eine Foto vom Hafen von Portofino aus der Höhe. In letzter Zeit war immer wieder zu lesen, dass Portofino stark unter Overtourism leidet und dass die Gemeinde eine Verordnung erlassen hat, gemäss der es Touristengruppen in gewissen Bereichen aus Sicherheitsgründen verboten ist, stehen zu bleiben. Da die Saison vorbei ist haben wir zum Glück von all diesen negativen Auswirkungen nichts mitbekommen. Am früheren Vormittag waren die Ristoranti noch fast leer und dem Quai entlang hatte es nur wenig Leute (im Sommer ist das sicher anders). Der Besucherandrang dürfte auch etwas durch den Umstand gebremst werden, dass es in Portofino kaum Parkplätze hat und diese enorm teuer sind (acht Euro die Stunde). Viele Besucher machen sich daher von Santa Margherita Ligure aus zu Fuss oder per Fahrrad auf den Weg nach Portofino oder reisen per Bus oder Schiff an. Gut Ding will eben Weile haben.

Traumhaft schönes Portofino

31. Oktober 2024 / Italien / Portofino / Hafen

Mit einer Fläche von bloss zwei Quadratkilometern ist Portofino die kleinste Gemeinde im Grossraum Genua. Und wohl auch die schönste. Der einstige Fischerort sieht traumhaft schön aus und hat uns restlos begeistert. Portofino lebt heute ausnahmslos von den Touristen. Die Fischerboote sind zu hundert Prozent von Sportbooten und Jachten abgelöst worden. Gleichwohl hat der Ort viel von seinem Charme bewahren können. Uns hat es extrem gut gefallen hier.

Santa Margherita Ligure

30. Oktober 2024 / Italien / Santa Margherita Ligure / Hafen

Die kommende Nacht verbringen wir in Santa Margherita Ligure. Von unserem Übernachtungsplatz aus sind es nur noch vier Kilometer bis nach Portofino, das wir morgen mit dem Fahrrad besuchen werden (eine Stunde Parkieren kostet in Portofino für ein normales Auto satte acht Euro). Santa Margherita Ligure hat den Ruf einer kleinen elegant-mondänen Hafenstadt. Die 9’000-Seelen-Gemeinde besitzt einen recht grossen Hafen und eine hübsche, verwinkelte Altstadt. Da wir Camogli ausgiebig genossen haben, sind wir leicht verspätet in Santa Margherita Ligure eingetroffen. Die Sonne hatte kein Erbarmen mit uns und hat sich bereits Mitte Nachmittag aus der Szenerie geschlichen. Wir werden ihr morgen Vormittag eine zweite Chance geben.

Kirche und Festung auf Felsvorsprung

30. Oktober 2024 / Italien / Camogli / Basilika und Festung

Allein der Hafen und die Front entlang des langen Steinstrandes machen Camogli zu einer Topdestination. Aber das Hafenstädtchen hat noch mehr zu bieten. Auf einem Felsvorsprung „klebt“ eine Festung, eine barocke Basilika und einige eng ineinander verschachtelte Häuser. Fast schon Schönheit im Überfluss.

Hafen von Camogli

30. Oktober 2024 / Italien / Camogli / Hafen

Und noch ein Foto vom Hafen vom Camogli. Dieses Mal eine Totale. Die Italiener sind wirklich Künstler. Meisterhaft, wie sie schon vor langer Zeit eine Serie von Hochhäusern an den Hafen von Camogli gebaut haben. Auch die farbliche Ausgestaltung ist superschön. Typisch italienisch eben. Genau so wie das feine Essen, das es in diversen Ristoranti, Focaccerien und Bäckereien gibt.