Stürmisches Meer in Anzio

8. November 2024 / Italien / Anzio / Strandpromenade

Für heute Nachmittag war Regen angesagt. Zum Glück eine Fehlprognose. Wir hatten zwar den ganzen Tag über mehr oder weniger Wolken. Aber keine Spur von Regen. Dafür hat aber der Wind zugenommen und das Meer ist deutlich stürmischer geworden. Wir haben hier in Anzio einen tollen Übernachtungsplatz direkt bei der Hafenmauer gefunden. Nicht ganz geräuschlos, da das Rauschen des Meeres gut hörbar ist. Aber das ist ja mehr Musik als Lärm.

Tarquinia – Chiesa Santa Maria in Castello

7. November 2024 / Italien / Tarquinia / Chiesa Santa Maria in Castello

Wie in jeder historischen italienischen Stadt gibt es auch in Tarquinia eine Vielzahl von Kirchen. Am besten gefallen hat mir dabei die Chiesa Santa Maria in Castello, die am äussersten Rand der Altstadt liegt. Kulturhistorisch mag das Kirchlein nicht besonders wertvoll sein. Mir hat es aber gefallen weil es ordentlich aussieht und über einen grosszügigen Vorplatz verfügt, der für einmal nicht von Autos überstellt war. Und es liegt auch abseits der Touristenströme. Ich war mindestens eine Viertelstunde dort (musste mich von der Velofahrt und dem Anstieg hinauf in die Altstadt erholen), ohne dass sonst jemand aufgetaucht ist. Ein richtiger Kontrastpunkt zum Rummel in Pisa.

Altstadt von Tarquinia

7. November 2024 / Italien / Tarquinia / Altstadt von Süden her

Tarquinia ist eine Kleinstadt (16’000 Einwohner), die zwanzig Kilometer nördlich von Civitavecchia liegt. Sie ist bekannt für ihre etruskischen Ausgrabungsstätten, die seit zwanzig Jahren zum UNESCO-Welterbe gehören. Tarquinia verfügt aber auch über eine hübsche Altstadt, die von einer Stadtmauer umschlossen ist. Es gibt hier zahlreiche Paläste, Türme, Plätze und Kirchen zu besichtigen. Tarquinia liegt direkt an der Autostrada Azzurra, die von Rom nach Genua führt, und kann für einen Zwischenhalt wärmstens empfohlen werden.

Civitavecchia – Fangfrischer Fisch

7. November 2024 / Italien / Civitavecchia / Hafen

Wenn die Fischer am späteren Nachmittag in den Hafen zurückkehren, wird der Hauptteil des Fangs an Restaurants und an den Handel verkauft. Ein kleiner Teil geht aber auch an Passanten. Und das zu sehr attraktiven Preisen. Ein ordentlich gefüllter Plastiksack mit diversen kleinen Fischen – keine Ahnung, um was es sich genau gehandelt hat – ging für zehn Euro über die Theke oder besser gesagt über die Schiffskante. Irgendeinmal muss ich mir noch das Filettieren von Fischen beibringen, damit ich dann auch zuschlagen kann.

Civitavecchia – Forte Michelangelo

7. November 2024 / Italien / Civitavecchia / Forte Michelangelo

Civitavecchia ist der Fährhafen der Römer – und natürlich auch derjenige vieler anderer Reisender. Von hier aus fahren diverse Fähren nach Sardinien, aber auch nach Sizilien und sogar nach Tunesien. Normalerweise reist man an, verschifft und legt los. Die Stadt lässt man links liegen. Wir sind heute den umgekehrten Weg gegangen und haben uns einmal Civitavecchia etwas genauer angeschaut, ohne danach auf eine Fähre zu gehen. Civitavecchia muss man sicher nicht zwingend gesehen haben. Aber der Hafenstadt einen Besuch abzustatten ist auch nicht falsch. Interessant ist die grosse Festung beim Hafen, der Hafen selbst und die schöne Uferpromenade. Bei herrlichem Herbstwetter und Temperaturen von gut zwanzig Grad kann man es sich hier gut gehen lassen.

Hafen von Porto Santo Stefano

6. November 2024 / Italien / Porto Santo Stefano / Hafen

In den beiden Häfen von Porto Santo Stefano gibt es recht unterschiedliche Schiffe zu bestaunen. Am besten gefallen mir immer noch die Fischerboote, auch wenn sie etwas Rost angesetzt haben. Zahlenmässig am stärksten vertreten sind die Jachten und Segelboote. Und dann gibt es noch die Fährschiffe, die zur nahe gelegenen Insel Giglio überfahren. Die Insel Giglio rückte 2012 ins Rampenlicht der Öffentlichkeit, als Kapitän Schettino das Passagierschiffes Costa Concordia an die felsigen Küsten manövrierte, so dass dieses leckschlug. 32 Menschen verloren ihr Leben, Schettino wurde zu 16 Jahren Haft verurteilt. Bleibt zu hoffen, dass die Fährschiffe, die sich von Porto Santo Stefano aus auf die einstündige Überfahrt nach Giglio begeben, umsichtiger gesteuert werden.

Porto Santo Stefano auf Monte Argentario

6. November 2024 / Italien / Porto Santo Stefano / Altstadt

Porto Santo Stefano zählt 8’000 Einwohner und ist damit die deutlich grössere der beiden Gemeinden auf der Halbinsel Monte Argentario. Der Hafenort lebt heute im Wesentlichen vom Tourismus, der den Fischfang als Haupteinnahmequelle abgelöst hat. In Porto Santo Stefano gibt es zwei Häfen zu besichtigen, eine schmucke Altstadt und über dieser die massive Fortezza Spagnola. Wie es der Name sagt wurde die Festung im 17. Jahrhundert durch die Spanier errichtet. Porto Santo Stefano hat eine bewegte Vergangenheit. Nach den Spaniern fiel es an die Franzosen, die durch die Habsburger abgelöst wurden, eh die Truppen von Napoleon einfielen. Über das Grossherzogtum Toskana und das Königreich Sardinen fand Porto Santo Stefano im 19. Jahrhundert den Weg in den italienischen Nationalstaat.

Hafen von Porto Ercole

6. November 2024 / Italien / Porto Ercole / Hafen

Auch im Hafen von Porto Ercole dominieren heute die Segelboote. Schön, dass es aber auch noch eine Reihe von Fischerbooten gibt. Diese sind im Gegensatz zu den Kuttern, die es in Porto Santo Stefano hat, von bescheidener Grösse. Schön, wie sich ihre bunten Farben im ruhigen Wasser spiegeln.

Porto Ercole auf Monte Argentario

6. November 2024 / Italien / Porto Ercole / Hafen

Rund 40 km südlich von Grosseto liegt am Südrand der Toskana die Halbinsel Monte Argentario. Die Insel ist durch zwei Nehrungen und einen Damm mit dem Festland verbunden. Monte Argentario ist recht gebirgig. Die höchste Spitze liegt auf über 600 Metern. Die Mehrheit der Bewohner lebt in den beiden Hafenorten Porto Santo Stefano und Porto Ercole. Der kleinere der beiden Orte, Porto Ercole, liegt im Südosten der Insel und besitzt einen recht grossen Hafen. Dieser wird sowohl im Norden als auch im Süden von zwei mächtigen Festungen überragt, die im 16. Jahrhundert von den Spaniern errichtet wurden. Im November geht es am Hafen recht beschaulich zu. Schön, diese Ruhe, nach all dem Trubel, den wir in den ligurischen Häfen miterlebt haben.

Piombinos alter Hafen

5. November 2024 / Italien / Piombino / Alter Hafen und Altstadt

Heute war wieder einmal Arbeiten angesagt. Ich habe den ganzen Morgen virtuell an einer Sitzung teilgenommen. Deshalb sind wir erst gegen ein Uhr in Pisa losgefahren und Mitte Nachmittag in Piombino angekommen. Piombino kennt man allenfalls als Fährhafen, da von hier aus die Schiffe nach Elba auslaufen. Die 30’000 Einwohner zählende Hafenstadt wird in den Reiseführern bestenfalls am Rande erwähnt. Richtige Sehenswürdigkeiten gibt es keine. Der alte Hafen und die kleine Altstadt sehen im Abendlicht aber gleichwohl ganz passabel aus.