13. Oktober 2024 / Rumänien / Hunedoara / Bienen-Camion
In ganz Rumänien sind wir immer wieder auf ältere Lastwagen gestossen, die zu fahrbaren Bienenstöcken umgebaut wurden. Je nach Blütenangebot wandern die Imker mit ihren Bienenvölkern von Region zu Region. Wanderimkerei nennt sich das. Wir sind uns nun am überlegen, wo wir hinten am Hopo einen Bienenstock anbringen können.
In einem Quartier der Industriestadt Hunedoara sind wir heute auf mindestens zwanzig Prachtvillen gestossen, die alle spezielle Dächer hatten (wie asiatische Pagoden). Alles kam uns irgendwie suspekt vor. Im Internet sind wir darauf gestossen, dass es sich um die Villen von Roma-Clanbossen handelt. Am Rande haben wir auch noch die Beerdigung eines solchen Clanbosses mitbekommen. Durch die Stadt zog eine Musikkapelle. Dahinter ein Fahrzeug mit einem Wagen. Darauf ein weisser Sarg und rund zwanzig Leute, die alle lachten und einen fröhlichen Eindruck machten. Beim Haus des Verstorbenen stiessen wir dann auf Bilder von ihm und mehrere mindestens drei Meter hohe Blumengestecke und die Überreste eines ausschweifenden Festes. Alles machte einen sehr surrealen Eindruck auf uns und wir waren froh, weiterziehen zu können.
13. Oktober 2024 / Rumänien / Hunedoara / Schloss Corvinilor
Hunedoara ist eine Industriestadt mit 70’000 Einwohnern, die genau eine Sehenswürdigkeit hat: Schloss Corvinilor. Das mittelalterliche Schloss sieht dafür aber prachtvoll aus. Das Schloss fand seinen Niederschlag in der Weltliteratur, indem es in Jules Vernes Roman »In 80 Tagen um die Welt« Erwähnung findet. Früher soll bereits Dracula das Schloss mehrfach besucht haben. Für wirklich schöne Fotos waren wir heute leider zu spät vor Ort. Von zwei Seiten her ist das Schloss wegen Überbauungen kaum einsehbar. Und die beiden anderen Seiten lagen heute Nachmittag im Schatten. Schön war es für uns aber auch so.