Spuren im Dünensand

28. Februar 2025 / Marokko / Erg Chebbi / Dünen

Dünen zu besteigen ist ein gutes morgentliches Fitnessprogramm. In den steilen Passagen wird der Körper ordentlich gefordert. Der Aufstieg zur Grand Dune de Merzouga war teilweise so steil, dass man sich am besten auf allen Vieren fortbewegte. Die Kunst ist es dann, pro Schritt vorwärts möglichst wenig Terrain durch Abrutschen wieder zu verlieren. Nicht ganz einfach. Oben auf den Dünen hinterlässt man dann im sehr lockeren Sand tiefe Spuren. Spuren, die der Wind allerdings rasch wieder verbläst. Speziell an einem Tag wie heute mit Windgeschwindigkeiten von bis zu fünfzig Stundenkilometern.

Blick über die Dünenlandschaft

27. Februar 2025 / Marokko / Erg Chebbi / Dünen

Die höchsten Dünen in der Erg Chebbi sind „bloss“ 150 Meter hoch. Sie zu erklimmen ist aber nicht ganz ohne, weil man gerade in den steileren Passagen dauernd wieder runterrutscht. Von zuoberst hat man dann aber einen herrlichen Blick über die ganze Dünenlandschaft. Wir befinden uns hier ganz nah an der Grenze zu Algerien. In Blickrichtung Süden ist die algerische Grenze etwa fünfzig Kilometer entfernt, im Osten sind es bloss zwanzig Kilometer. Ein Übertritt ist nicht möglich. Die Grenze ist seit 1994 geschlossen und soll streng überwacht werden. Zeit für einen Abstecher ins Nachbarland hätten wir eh keine mehr, da uns unsere Fähre bereits in sechs Tagen zurück nach Spanien bringen wird.

In der Wüste

27. Februar 2025 / Marokko / Erg Chebbi / Dünen

Wir sind in der Wüste gelandet. Oder wir haben sie, besser gesagt, bewusst gesucht. Bei Merzouga sind wir auf einem Campingplatz abgestiegen, der direkt an die Dünen angrenzt. Wir brauchen nur aus dem Camper aussteigen und die Dünenwanderung kann beginnen. In den flachen Dünen kommt man relativ gut vorwärts. Die hohen Dünen sind dann aber echt anstrengend. Auf drei Schritte hoch rutscht man zwei Schritte runter. Das spezielle Feeling, in einem so riesigen Sandkasten wandern zu gehen, geniessen wir aber in vollen Zügen. Trotz kräftigem Wind, der uns den Sand gehörig um (und in) die Ohren geblasen hat.