Theater von Limyra

9. März 2026 / Türkei / Limyra / Theater

Bloss einen Katzensprung (vielleicht sind es auch zwei oder drei) von den Felsengräbern entfernt gibt es in Limyra noch eine Ausgrabungsstätte zu besichtigen. Recht gut erhalten ist das Theater, in der Antike das bis zu 15’000 Zuschauern Platz geboten hat. Toll, wenn man solche eindrücklichen Bauwerke für sich ganz alleine hat. Das einzige, was beim Fotografieren noch stört, ist der eigene Schatten.

Felsengräber von Limyra

9. März 2026 / Türkei / Limyra / Felsengräber

Die Felsengräber von Limyra gehören zu den bedeutendsten archäologischen Stätten der lykischen Antike. Mit über 400 registrierten Grabstätten verfügt die Stadt über eine der grössten Nekropolen der Südtürkei. Einige Gräber weisen Inschriften in lykischer und griechischer Sprache auf, was Limyra zu einem wichtigen Ort für die Entzifferung der lykischen Sprache macht. Die Felsengräber dienten der Bestattung der Elite und basierten auf dem Glauben an eine Entrückung der Seele. Sie wurden oft im Stil hölzerner Wohnhäuser hoch in Felswände gemeisselt, um Verstorbene dem Himmel näherzubringen und durch geflügelte Wesen aufsteigen zu lassen.

Brennender Berg

8. März 2026 / Türkei / Chimaera / Brennender Berg

Der Berg brennt. Das „Ewige Feuer“ von Chimaera an der türkischen Südküste ist ein einzigartiges Naturspektakel, bei dem Methangas aus Felsspalten an den Hängen des Berges Olympos austritt und sich selbst entzündet. Die Flammen brennen Tag und Nacht. Das Spektakel ist wirklich sehenswert. Den Anblick des brennenden Berges muss man sich allerdings zuerst verdienen, indem man sich vom Besucherparkplatz aus über einen recht steilen Weg rund zwanzig Minuten lang „hochkämpfen“ muss. Gutes Schuhwerk ist sehr zu empfehlen.

Phaselis

8. März 2026 / Türkei / Phaselis / Theater

Die alten Griechen und Römer wussten, wo es schön ist. Die antike Hafenstadt Phaselis liegt wunderschön auf einer kleinen Halbinsel zwischen zwei herrlichen Buchten inmitten eines Kiefer- und Zedernwaldes. Vom recht gut erhaltenen Theater aus sieht man in die noch schneebedeckten Gipfel des Taurusgebirges. Phaselis wurde im 7. Jahrhundert vor Christus von den Griechen erbaut. Nach der Zerstörung durch Piraten erlebte die Stadt unter den Römern eine neue Blütezeit. Eindrücklich ist das gut erhaltene Theater. Ansonsten haben wir schon schönere Anlagen gesehen. Die Lage von Phaselis ist aber grandios. Die Anlage wird daher rege frequentiert, wobei viele Besucher hauptsächlich wegen der Strände vorbeikommen oder ein Picknick-Gelage abhalten.

Türkischer Turkey

7. März 2026 / Türkei / Göynük Canyon / Truthahn

Auf unserer Reise sind wir einer Vielzahl von Tieren begegnet. Hunde und Katzen (die Lieblingstiere der Türken) sind hier allgegenwärtig. Auch Kühe, Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen und Hühner sind uns schon viele über den Weg gelaufen (zum Teil im wahrsten Sinne des Wortes). Einem Truthahn sind wir bisher noch nie so nahe begegnet. Das Tier hatte so Freude an uns, dass es sich richtig in Pose warf. Der englische Name Turkey für den Truthahn soll übrigens auf einem Irrtum beruhen. Die Europäer hielten den ursprünglich aus Amerika stammenden Vogel für ein Perlhuhn, das über türkische Händler importiert und daher Turkey genannt wurde. Hierzulande heisst das Federvieh Hindi, was für Indien steht. Ein richtiger Weltenbürger, der Vogel.

Göynük Canyon

7. März 2026 / Türkei / Göynük / Canyon

Wir haben Antalya (ist nicht ganz unsere Welt) links liegen lassen und sind nach dem Besuch des Kursunlu-Wasserfalls direkt zum Göynük Canyon gefahren. Der Göynük Canyon ist ein Abenteuerpark (Canyoning oder Ziplining) und ein Naturwunder, das in den Ausläufern des Taurusgebirges liegt. Der Canyon ist bekannt für seine türkisfarbenen Naturpools und Wasserfälle. Etwas schade ist, dass man meist erhöht wandert und daher die Schönheit des Wasserlaufs nur aus einer gewissen Distanz mitbekommt. Nichtsdestotrotz ist es eine lohnenswerte Wanderung auf guten Pfaden, die nicht allzu anstrengend ist.

Kursunlu-Wasserfall

7. März 2026 / Türkei / Kursunlu Selalesi / Wasserfall

Zwanzig Kilometer nordöstlich von Antalya kann man in einem Naturpark einen hübschen Wasserfall besuchen. Wir haben sicher schon spektakulärere Fälle gesehen, bei denen ungleich mehr Wasser in die Tiefe fiel. Trotzdem hat uns der Kursunlu-Wasserfall, der in einem dichten Pinienwald liegt, begeistert. Einerseits hat uns die ruhige, naturbelassene Atmosphäre sehr gut gefallen, andererseits das türkisfarbene Wasser, das bei so tollem Wetter wie heute speziell gut zur Geltung kam.

Side

7. März 2026 / Türkei / Side / Apollo Tempel

Side liegt schön auf einer Halbinsel und bietet eine spezielle Kombination aus antiken Ruinen und modernem Urlaubsort. Die Stadt kam uns vor wie ein antikes Freilichtmuseum. Praktisch überall in der Altstadt trifft man auf Ruinen römischer oder byzantinischer Bauten. Darunter findet man auch ganz berühmte Bauwerke wie etwa das gigantische Theater, die Agora, die Thermen und den Apollon-Tempel. Im Gegensatz zu den antiken Städten, die wir in den letzten Tagen besucht haben, gibt es in der Stadt Side aber ungleich mehr Besucher. Die Ruhe, die wir anderswo genossen haben, findet man hier definitiv nicht. Gefallen hat es uns trotzdem.

Übernachten am Strand

7. März 2026 / Türkei / Kizilot / Übernachtungsplatz am Strand

Selbstverständlich gibt es auch in der Türkei Campingplätze. Dem Mittelmeer entlang sind sie recht verbreitet, im Landesinnern dagegen eher dünn gesät. Was wir bisher nicht angetroffen haben, ist ein Campingplatz, der in der Wintersaison offen ist. Wer daher die Türkei in der kälteren Jahreszeit mit einem Camper bereist, ist fast gezwungen, frei zu übernachten (was wir ja eh meistens tun). In den grösseren Städten haben wir gelegentlich für wenig Geld auf 24-Stunden-Parkplätzen übernachtet. Auf dem Land ist es relativ einfach, einen passenden Platz zu finden. Einige waren etwas laut (Verkehr, Moschee in der Nähe), andere extrem ruhig. Weder mit der Polizei noch mit den Einheimischen hatten wir jemals ein Problem. Und wir haben uns überall sehr sicher gefühlt. Unvergessen bleibt unser Übernachtungsplatz in Bozkurt direkt unter dem Ararat. Aber auch unser letzter Platz direkt am Strand mit schönem Sonnenuntergang und prächtigem Sonnenaufgang fällt in die Kategorie „Glückstreffer“.

Alanya

6. März 2026 / Türkei / Alanya / Roter Turm

Alanya ist einer der beliebtesten Hotspots des Badetourismus an der türkischen Riviera. Die Stadt bietet alles, was Badeurlauber benötigen. Alanya ist daher auch für ein ausgeprägtes Nachtleben mit vielen Bars, Clubs und Restaurants bekannt. An Sehenswürdigkeiten gibt es eine Burg, eine historische Werft und den abgebildeten roten Turm. Der Rest des Zentrums besteht mehrheitlich aus Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants, Bars, Geschäften, einer Uferpromenade und viel Verkehr. Was wir zu sehen bekamen, entsprach nicht unbedingt dem, was wir suchen. Unser Aufenthalt hier war daher von recht kurzer Dauer und wir haben uns aufgemacht, um einen ruhigeren Ort anzusteuern. Gut, dass die Geschmäcker verschieden sind und nicht alle das suchen, was wir suchen.