Évora und sein römischer Tempel

21. April 2025 / Portugal / Évora / Templo Romano

Ziel unserer heutigen Reise war Évora. Die Stadt liegt mit ihren knapp 60’000 Einwohnern rund 150 Kilometer östlich von Lissabon in der Region Alentejo. Évora besitzt eine sehr schöne Altstadt. Ihr historisches Zentrum gehört bereits seit 1986 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Stadt wurde im Laufe der Jahrhunderte von vielen Kulturen geprägt. Die Römer, die Mauren und die portugiesischen Könige des Mittelalters hinterliessen hier ihre Spuren. Speziell schön ist der Platz zuoberst in der Altstadt, auf dem die Ruinen eines römischen Tempels (im 1. Jahrhundert nach Christus zu Ehren von Augustus errichtet), die Kathedrale und einige Museen zu finden sind. Évora hat aber auch sonst viele hübsche Ecken zu bieten. Trotz trübem Wetter hat sich unser Abstecher hierhin gelohnt.

Palmela

21. April 2025 / Portugal / Palmela / Castelo

Wir haben Lissabon bereits wieder verlassen. Die portugiesische Hauptstadt gefällt uns. Sie aber nochmals bei trübem Wetter und bei Regen anzuschauen, war uns zuwider. Wir ziehen es vor, einen Abstecher ins Landesinnere zu machen. Dort war das Wetter heute auch nicht besser. Wir haben aber wenigstens Städte zu sehen bekommen, die wir noch nicht kannten. Und wir haben in ein paar Tagen immer noch die Möglichkeit, von Norden her ohne grossen Umweg nochmals nach Lissabon zu fahren. Das Wetter wird dann wohl besser sein. Und es wird sicher weniger Leute haben. Einen ersten Zwischenhalt haben wir heute in Palmela eingelegt. Palmela ist ein hübsches Landstädtchen auf der Sétubal-Halbinsel. Die Altstadt wird von einer sehenswerten Burg überlagert. Ein Abstecher, der sich lohnt.

Mosteiro dos Jerónimos

20. April 2025 / Portugal / Lissabon / Mosteiro dos Jerónimos

Einige Kilometer ausserhalb des Zentrums befindet sich im Stadtteil Belém das Hieronymitenkloster (auf portugiesisch das Mosteiro dos Jerónimos). Mit dem Bau des Klosters wurde 1502 begonnen. 1983 wurde es von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das Kloster ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Lissabon. Besonders gefreut hat uns heute, dass es bei unserem Besuch vor Ort doch tatsächlich einige Sonnenstrahlen geschafft haben, die sonst recht zähe Wolkendecke zu durchbrechen und die ganze Szenerie ein klein wenig aufzuhellen.

Altstadttram auf Abwegen

20. April 2025 / Portugal / Lissabon / Tram-Graffiti

Mit einem kühnen Satz zur Seite konnten wir uns gerade noch vor dem Altstadttram retten, dass die Treppe runtergedonnert kam. Was hat es dazu gebracht, seine Schienen zu verlassen? Wir wissen es nicht genau. Sicher war es nicht auf der Suche nach einem Osternest, denn diesen Brauch kennt man hier so wenig wie gefärbte Ostereier. Gut möglich, dass es überfüllt war. Denn die historischen Altstadttrams zählen zu den Hauptsehenswürdigkeiten Lissabons. Der Andrang heut war enorm. An der einzigen Haltestelle, an der man zusteigen konnte, bildete sich eine extrem lange Warteschlange. Wir gehen davon aus, dass man mindestens eine Stunde warten musste. Das war uns zu lang. Wir haben die Altstadt daher zu Fuss erkundet. Was ganz schön gefährlich sein kann …

Lissabon unter einem grauen Wolkendeckel

20. April 2025 / Portugal / Lissabon / Altstadt vom Miradouro da Graça aus

Lissabon ist eine tolle Stadt, die schön am Fluss Tejo gelegen ist und die ein spezielles Flair ausstrahlt. Heute hat sich die Stadt aber unter einem zähen Wolkendeckel versteckt. Alles war grau in grau. So verliert sogar eine so tolle Kapitale wie Lissabon etwas von ihrem Glanz. Kam hinzu, dass die Altstadt aufgrund der Osterfeiertage voll von Touristen war (zu denen natürlich auch wir zu zählen sind). An etlichen Orten gab es längere Warteschlangen. Morgen soll noch Regen hinzukommen. Keine wirklich erfreulichen Aussichten. Gut möglich, dass wir unseren Besuch in Lissabon verkürzen und nicht noch einen zweiten und einen allfälligen dritten Tag anhängen.

Vila Nova de Milfontes

19. April 2025 / Portugal / Vila Nova de Milfontes / Rio Mira

Einen zweiten Zwischenhalt auf dem Weg nach Lissabon haben wir in Vila Nova de Milfontes (übersetzt „neues Dorf der Tausend Quellen“) eingelegt. Kurz bevor wir dort eintrafen, hat es noch einmal richtig geregnet. Ein gutes Zeichen, denn auf einen kurzen Regenschauer folgt hier meist eine rund halbstündige Phase mit Sonnenschein und blauem Himmel. Auch Vila Nova de Milfontes liegt an einer Flussmündung, dieses Mal an jener vom Rio Mira. Auf beiden Seiten des Flusses gibt es je einen grossen, prächtigen Strand. Speziell ist hier, dass es eine kleine Fährverbindung (nur Personentransport) gibt, die hauptsächlich dazu dient, Badende vom Städtchen an den gegenüberliegenden Strand zu befördern.

Praia de Odeceixe

19. April 2025 / Portugal / Odeceixe / Praia de Odeceixe-Mar

Auf der Fahrt nach Lissabon haben wir einen kurzen Zwischenhalt in Odeceixe eingelegt. Gut zwei Kilometer westlich der Stadt fliesst der Ribeira de Seixe in den Atlantik. An der Mündung des Flusses liegt die wunderschöne Praia de Odeceixe. Der Strand soll einer der schönsten an der ganzen portugiesischen Westküste sein. Aufgrund der starken Brandung zieht er viele Surfer an. Heute Vormittag war es recht kühl, so dass wir den Strand noch fast menschenleer vorfanden. Die Praia de Odeceixe ist längst kein Geheimtipp mehr. Im Sommer soll er viele Bedegäste anziehen. Der Strand ist aber so gross, dass man sich auch in der Hochsaison noch komfortabel ausbreiten könne. Einen Parkplatz zu finden soll deutlich schwieriger sein als einen Platz am Strand.

Costa Vicentina im Abendlicht

18. April 2025 / Portugal / Carrapateira / Felsküste

Unsere Wetter-App hatte für einmal recht. Gegen Abend wurde es in Carrapateira richtig schön. Das Ausharren hat sich somit vollauf gelohnt. Im Abendlicht sahen die schroffen Felsformationen besonders schön aus. Ein kleiner Makel sind die Wolken am Horizont. Einen wolkenlosen Himmel haben wir in zehn Tagen Portugal noch kaum zu sehen bekommen. Gemäss unserer Wetter-App sollten wir ab kommendem Dienstag in den Genuss von Prachtwetter kommen. Wir trauen der Sache aber noch nicht so recht. Gemäss unseren bisherigen Erfahrungen sind die hiesigen Wetterprognosen etwas gleich zuverlässig wie die Vorhersagen der Wetterschmöcker aus dem Muotathal. Mehr Hokuspokus als exakte Wissenschaft.

Schroffe Küste bei Carrapateira

18. April 2025 / Portugal / Carrapateira / Felsküste

Südlich des grossen Strandes von Carrapateira beginnt ein prächtiger Küstenabschnitt mit schroffen Felsformationen. Die Küste hier unterscheidet sich doch recht deutlich von der an der Algarve. Alles ist wilder und schroffer, und auch die Brandung des Atlantiks ist hier stärker. Ein Grossteil der Küstenlandschaft an der Costa Vicentina – so heisst die Gegend hier – steht unter Naturschutz. Die Region ist touristisch kaum erschlossen. Die Besucher, die wir hier angetroffen haben, scheinen sich deutlich von jenen an der Algarve zu unterscheiden. An der Algarve waren es primär Badegäste, die gelegentlich einen Ausflug an die schönen Küsten gemacht haben. Hier sind es überwiegend Reisende, die sich an der Schönheit der Natur erfreuen. Und Surfer, die sich an der starken Brandung des Atlantiks erfreuen.

Carrapateira

18. April 2025 / Portugal / Carrapateira / Praia da Bordeira

Kurz vor Mittag sind wir in Carrapateira eingetroffen, das dreissig Kilometer nordwestlich von Lagos an der portugiesischen Westküste liegt (oder 160 km südlich von Lissabon). Der Himmel war stark bewölkt. Eigentlich ein Wetter, um gleich weiterzufahren. Anderswo in der Gegend wäre es aber auch nicht schöner gewesen. Wir sind daher geblieben. Zum Glück. Denn zeitweise öffnete sich der Himmel und es war dann für circa fünfzehn Minuten richtig schön, um danach wieder zu regnen. Carrapateira besitzt einen riesigen Sandstrand. Die Brandung des Atlantiks ist stark. Es wimmelt daher von Surfern, die aus ganz Europa hierherkommen, um ihre Passion auszuleben.