Nachwehen des Hochwassers

29. September 2024 / Ungarn / Vác / Sandsäcke an der Donau

Das Hochwasser ist mittlerweile abgeflossen. Doch die Bevölkerung kämpft vielerorts immer noch mit den Folgen der Überschwemmungen. Überall entlang der Donau wird noch aufgeräumt und gereinigt. Und es hat wohl noch Millionen von Sandsäcken entlang des Flusses, die noch abtransportiert und geleert werden müssen. Teilweise haben wir Strassen gesehen, an denen die Sandsäcke über mehrere Kilometer hinweg mehrschichtig aufgestapelt waren. Bis die alle weg sind, wird es noch dauern. Gestern Abend brauchten wir das erste Mal in Ungarn auch etwas länger, um einen geeigneten Übernachtungsplatz zu finden. Mehrere schöne Plätze, die wir anfuhren, waren noch gesperrt oder verschlammt. Das ist aber angesichts der schwerwiegenden Folgen, die die Bevölkerung hier zu tragen hat, nicht der Rede wert.

Grenzstadt Esztergom

29. September 2024 / Ungarn / Esztergom / Széchenyi tér

Neben der Kathedrale und der Burg verfügt Esztergom auch über einige weitere Kirchen sowie eine kleine, aber ansehnliche Fussgängerzone in der Altstadt. Besonders gut gefallen hat uns der Platz vor dem Rathaus. Der abgebildete Blumenschmuck ist für ungarische Verhältnisse fast schon üppig. Wir wissen nicht, ob es daran liegt,, dass wir Ungarn erst im Spätsommer besuchen. Aber alle Blumenarrangements, die wir bisher angetroffen haben, machten eher einen bemitleidenswerten Eindruck. Entweder halten die Blumen hier nicht lange oder es fehlen die Mittel für deren Bepflanzung und Pflege. Oder beides zusammen.

Prächtiges Esztergom

29. September 2024 / Ungarn / Esztergom / Burg und Kathedrale

Bevor wir definitiv Richtung Osten fahren, machen wir noch einen Abstecher nach Esztergom. Die Stadt mit ihren 30’000 Einwohnern liegt rund 50 Kilometer nordwestlich von Budapest, direkt an der Grenzen zur Slowakei. Bekannt ist Esztergom vor allem für seine Kathedrale, die zusammen mit der Burg auf einem Hügel direkt über der Donau erbaut wurde. Bei so herrlichem Wetter wie heute Vormittag sehen Burg und Kathedrale wirklich toll aus.

Szentendre

28. September 2024 / Ungarn / Szentendre

Nach Schloss Gödöllö haben wir heute Nachmittag Szentendre besucht. Die Kleinstadt, die direkt an der Donau liegt, besitzt einen sehr schönen Altstadtkern mit hübschen alten Gassen und mehreren Kirchen. Da Szentendre nahe bei Budapest liegt, ist der Besucherandrang recht gross. Selbst bei regnerischem Wetter wie heute trifft man auf etliche Gruppen und viele Individualreisende. Wir nehmen an, dass Szentendre für einige Zeit der letzte Ort war, in dem wir auf so viele Touristen gestossen sind. Ab morgen geht unsere Reise ins Zentrum und in den Osten Ungarns. Wir werden dort Städte und Gegenden besuchen, die man im Westen weniger gut kennt und die daher wohl deutlich weniger stark frequentiert sind. Wir freuen uns darauf, auch wenn wir wissen, dass dort einige Hürden – so etwa die Sprachhürde – höher sein werden.

Sissi-Schloss in Gödöllö

28. September 2024 / Ungarn / Gödöllö / Schloss

Wir haben Budapest, das uns gut gefallen hat, wieder verlassen. Weit gekommen sind wir allerdings noch nicht. Wir besuchen am Vormittag das Schloss von Gödöllö, das 25 Kilometer nordöstlich der ungarischen Hauptstadt liegt. Das Schloss wurde im 18. Jahrhundert für den Fürsten Grassalkovich erbaut. Bekannt ist es heute, weil es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die bevorzugte Residenz der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sissi) war. Nachdem das Schloss während der Zeit des Sozialismus stark vernachlässigt und dem Zerfall preisgegeben wurde, hat man es in den letzten zwanzig Jahren nach und nach aufwändig renoviert. Wie wir selber feststellen durften, erstrahlt es heute innen wie aussen wieder in altem Glanz.

Vielzahl eindrücklicher Bauten

27. September 2024 / Ungarn / Budapest / Deák Ferenc tér

Wir haben uns Tageskarten für die öffentlichen Verkehrsmittel Budapests gekauft. Am meisten bekommt man aber von einer Stadt mit, wenn man sie zu Fuss „abläuft“. Wir haben daher heute eine Vielzahl von Kilometern per Pedes abgespult – kreuz und quer durch die Quartiere. Dabei sind wir immer wieder auf eindrückliche Bauwerke gestossen, die nicht als eigentliche Sehenswürdigkeiten gelten, die aber absolut sehenswert sind. Als Beispiel hierfür habe ich ein Gebäude am Platz Deák Ferenc tér ausgewählt, dessen Namen wir nicht einmal kennen, das uns aber sofort ins Auge gestochen ist. Verhungern und Verdursten wird man in Budapest auf solchen Entdeckungstouren nicht. Die Auswahl an Restaurants und Fast Food Lokalen ist riesig. Sie wird uns auf unserer weiteren Reise durch Ungarn eventuell fehlen.

Budapest – Parlament

27. September 2024 / Ungarn / Budapest / Parlament

Das wohl bekannteste Wahrzeichen von Budapest ist das Parlamentsgebäude, das am Westufer der Donau nördlich der Altstadt erbaut wurde. Als Vorbild diente der Palast von Westminster, der Sitz des britischen Parlaments. Das eindrückliche Gebäude wurde 1896 fertiggestellt und ist damit um einiges jünger als unser Bundeshaus. Dafür ist das ungarische Parlamentsgebäude um einiges imposanter. Und es ist sehr gut einsehbar, entweder vom anderen Donauufer aus oder aber vom Burgviertel herab.

Zentrale Markthalle

27. September 2024 / Ungarn / Budapest / Zentrale Markthalle

Die meisten Touristen, die nach Budapest reisen, statten wohl auch der Zentralen Markthalle einen Besuch ab. Das Angebot ist deshalb zum Teil stark auf die Bedürfnisse der Touristen ausgerichtet: Würste, Paprikagewürze, Gänseleber, Schnäpse, Souvenirs und in der oberen Etage auch Kleider. Die Markthalle wird aber auch noch von vielen Einheimischen besucht, was man unter anderem daran erkennt, dass auch Frischfleisch. Gemüse oder Früchte angeboten werden. Das Sortiment ist somit gut durchmischt und ein Besuch der Zentralen Markthalle lohnt sich nicht nur bei Regenwetter (das wir zum Glück nicht hatten).

Freiheitsbrücke

27. September 2024 / Ungarn / Budapest / Freiheitsbrücke

In Budapest gibt es insgesamt elf Brücken (neun für den Strassenverkehr), die über die Donau führen. Das ist eher ungewöhnlich, denn ab Bratislava sind die Donaubrücken dünn gesät. So gibt es etwa ab Esztergom im Nordwesten von Budapest während weit mehr als fünfzig Kilometern keine einzige Brücke mehr (bis Megyeri). Wer das Donauufer wechseln will, muss  dies mittels einer Fähre tun. Die älteste und berühmteste Budapester Brücke ist die Kettenbrücke, die 1849 fertiggestellt wurde. Schön finden wir aber auch die Freiheitsbrücke, die Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet wurde und die vom Westufer hinüber zur Zentralen Markthalle führt.

Moderneres Budapest

26. September 2024 / Ungarn / Budapest / Bálna-Gebäude

Das Zentrum von Budapest besteht fast ausschliesslich aus historischen Gebäuden. Modernere Bauten findet man kaum, was ja keinesfalls schlecht ist. Eine Ausnahme stellt das walförmige Bálna-Gebäude dar, das unmittelbar hinter der Zentralen Markthalle liegt. Das Gebäude wurde vor ziemlich genau zehn Jahren eröffnet. Ziel der Planer war es, den „Wal“ zu einem neuen Kultur- und Begegnungszentrum zu machen. Wie weit das gelungen ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Gut sieht er aber aus, der Wal, der direkt an der Donau liegt.