Santiago de Compostela

10. Mai 2025 / Spanien / Santiago de Compostela / Kathedrale

Wir übernachten heute in Santiago de Compostela. Die Hauptstadt der autonomen spanischen Gemeinschaft Galicien ist bekannt als Wallfahrtsort, in dem die verschiedenen Jakobswege enden. Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Kathedrale, in der der Heilige Jakobus begraben sein soll (was offenbar nicht zweifelsfrei nachgewiesen ist). Die Kathedrale ist ein wahrlich eindrücklicher Bau, selbst bei trübem Wetter. Die Stimmung auf dem Platz vor der Kathedrale mit all den müden, zum Teil gezeichneten, aber immer stolzen Pilgern ist eine ganz spezielle.

Dunkle Wolken über Pontevedra

10. Mai 2025 / Spanien / Pontevedra / Ponte da illa do Covo

Eigentlich hatten wir im Sinn, zu den Rías Gallegas, den „Galizischen Buchten“, zu fahren. Die Rías Gallegas sind fjordartige Meeresbuchten, die nördlich von Vigo beginnen, und die durch das Überschwemmen von Flusstälern während des Eiszeitendes entstanden sind.  Das trübe Wetter hat uns dann aber davon abgehalten. Es macht wenig Sinn und Freude, bei Regen grössere Umwege in Kauf zu nehmen, um Küsten entlangzufahren, von denen man wenig sieht. Wir haben stattdessen in Pontevedra, einer Stadt mit 80’000 Einwohnern, einen Halt eingelegt. Das Wetter war hier natürlich auch nicht freundlicher. Und die Stadt ist nicht besonders sehenswert. Am besten gefallen hat uns noch die Markthalle, in der etliche Fischhändler anzutreffen waren. Ihr Angebot war verlockend. Den Rest der Stadt kann man sich getrost ersparen.

Grenzstadt Tui

9. Mai 2025 / Spanien / Tui / Stadt von Valeça do Minho aus

Unmittelbar nach der Überfahrt von Portugal nach Spanien haben wir in der Grenzstadt Tui einen Halt eingelegt. Tui ist bekannt für seine eindrückliche Kathedrale. Mit deren Bau wurde 1120 begonnen, fertiggestellt wurde sie 1225, also vor genau achthundert Jahren. Aufgrund ihrer zinnenbewehrten Türme besitzt sie das Aussehen einer Wehrkirche. Tui ist auch ein bekannter Etappenort auf dem portugiesischen Jakobsweg, dem Caminho Português, der von Lissabon nach Santiago de Compostela führt. In den letzten Tagen sind uns immer mehr Pilgern begegnet. Diese haben nun noch rund hundert Kilometer vor sich. Der Caminho Português soll einfacher sein als der klassische Camino Francés, weil er deutlich weniger Steigungen aufweist. Gleichwohl Respekt vor diesen Pilgern, denen der Regen natürlich noch viel mehr zusetzt als uns.

Rückkehr nach Spanien

9. Mai 2025 / Spanien / Tui / Grenzfluss Rio Minho

Unser Winterurlaub auf der iberischen Halbinsel und in Marokko neigt sich langsam seinem Ende zu. Spätestens am 20. Mai müssen wir wieder zu Hause sein. Wir haben damit noch maximal elf Tage Zeit für die Rückreise durch Nordspanien und Frankreich. Auf der kürzesten Route hätten wir rund 1’850 Kilometer zurückzulegen. Da wir aber noch die eine oder andere schöne Ortschaft und Gegend besuchen wollen, dürften es deutlich mehr werden. Wir rechnen mit gut 2’500 Kilometern und wir beabsichtigen, neun Tage in Nordspanien und zwei Tage in Frankreich zu verbringen. Wir freuen uns auf diese Reise, auf der wir sicher noch viel Schönes sehen und Spannendes erleben werden.

Adeus Portugal

9. Mai 2025 / Portugal / Valeça do Minho / Igreja Paroquial de Santa Maria dos Anjos

Am letzten Tag unserer Portugalreise haben wir noch kurz die drei Städtchen Caminha, Vila Nova de Cerveira und Valeça do Minho besucht. Das leider bei trübem Wetter. Alle drei Städtchen liegen direkt an der Grenze zu Spanien, jeweils getrennt durch den Grenzfluss Rio Minho. Wir waren insgesamt 31 Tage in Portugal. Wir haben viel Schönes gesehen. So etwa die beiden tollen Städte Lissabon und Porto, herrliche Küstenlandschaften mit bizarren Felsformationen, schöne Strände, etliche mittelalterliche Städte, viele beeindruckende Burgen, eine Menge unterschiedlichster Kirchen und Klöster sowie schöne Landschaften. Portugal ist recht abwechslungsreich. Leider war das Wetter nicht immer so, wie wir es uns gewünscht hätten. Aber damit muss man leben und es trübt unsere Erinnerungen nicht nachhaltig. Portugal ist ein tolles Reiseland und wir kommen bestimmt wieder.

Santuário de Santa Luzia

8. Mai 2025 / Portugal / Viana do Castelo / Santuário de Santa Luzia

Hoch über Viana do Castelo liegt die sehenswerte Kirche Santa Luzia (auf 184 Metern Höhe). Eine Standseilbahn, Fusswege und eine Strasse führen von der Stadt aus hinauf zum Santuário. Ich bin von einem knackigen Anstieg ausgegangen und habe mich darauf gefreut, mit dem Fahrrad ein wenig ans Limit zu kommen. Der Höhenunterschied hat sich dann aber auf eine Strecke von dreieinhalb Kilometern verteilt, die maximale Steigung betrug keine fünf Prozent. Der Trainingseffekt war daher bescheiden. Dafür war aber die Aussicht, die man von oben geniessen konnte, gewaltig.

Leuchtturm neben Kirchturm

8. Mai 2025 / Portugal / Viana do Castelo / Igreja und Farol de Senhora da Agonia

Dass man in einer portugiesischen Stadt auf Kirchtürme stösst, ist alles andere als überraschend. Die Kirchendichte in Portugal ist hoch. In Braga sind es beispielsweise über dreissig Kirchen. Dass aber direkt hinter einer Kirche ein Leuchtturm steht (in 35 Meter Distanz) hat mich hingegen erstaunt und zum Schmunzeln gebracht. Warum diese Nähe? Ich habe es bisher nicht herausgefunden. Spielt auch keine Rolle, scheinen sich die beiden Türme doch gegenseitig nicht zu stören.

Viana do Castelo

8. Mai 2025 / Portugal / Viana do Castelo / Largo São Domingos

Wir haben das schöne Wetter genutzt, um nochmals einen Tag am Meer zu verbringen. Dies taten wir in Viana do Castelo, einer Stadt mit 85’000 Einwohnern, die im Norden Portugals liegt (nur noch rund dreissig Kilometer von Spanien entfernt). Südlich des Zentrums gibt es lange, feine Sandstrände. Viana do Castelo besitzt aber auch eine schöne Altstadt mit einer Kathedrale, schönen Bürgerhäusern und stimmungsvollen Plätzen. Besonders angetan hat es mir der Platz mit der Statue von St. Bartholemew auf einem Esel. Da kommen sofort Erinnerungen an unsere unvergessliche Marokko-Reise hoch, wo wir Tausende dieser Tiere gesehen haben.

Vila do Conde

7. Mai 2025 / Portugal / Vila do Conde / Capela de Nossa Senhora da Guia

Wir haben uns vorgenommen, nochmals nach Porto zu reisen. Wir sind daher gestern Abend noch nach São Romão gefahren. Hier gibt es einen ruhigen Stellplatz in unmittelbarer Nähe eines Bahnhofs, von dem aus man per Zug direkt ins Zentrum von Porto gelangen kann. Absolut ideal. Als wir heute Morgen nach einigem Hin und Her (die portugiesischen Tarifsysteme und die hiesigen Billettautomaten sind nicht immer einfach zu verstehen) zwei Billette gelöst haben, sickerte die Meldung durch, dass gestreikt werde und dass heute keine Züge mehr fahren würden. Super! Was tun? Im Zentrum von Porto gibt es keine Parkplätze für Wohnmobile. Eine Option wäre, zu einer Metrostation zu fahren. Aber auch bei diesen sind Parkplätze rar (an Tagen, an denen die Bahn streikt, wohl erst recht). Und fährt die Metro überhaupt oder streikt die auch? Wir haben aufgegeben und sind ans Meer gefahren. Mit Vila do Conde haben wir einen tollen Ort zum Relaxen gefunden, der über schöne Strände und eine sehenswerte Altstadt verfügt.

Braga

6. Mai 2025 / Portugal / Braga / Igreja do Hospital de São Marcos

In Portugal heisst es: „In Porto wird gearbeitet, in Lissabon gelebt und in Braga gebetet“. In der Stadt trifft man tatsächlich praktisch an jeder Ecke auf eine Kirche. Gesamthaft sollten es über dreissig sein. Braga gilt als eines der wichtigsten religiösen Zentren des Landes und wird gelegentlich auch als das Rom Portugals bezeichnet. Kulturhistorisch am wertvollsten ist die Kathedrale. Diese wirkt aber eher düster. Da hat uns doch die Kirche des ehemaligen Spitals São Marcos deutlich besser gefallen.