Boulogne-sur-Mer

14. August 2024 / Frankreich / Boulogne-sur-Mer / Basilika und Schloss

Die 40’000 Einwohner zählende Kleinstadt Boulogne-sur-Mer besitzt den grössten Fischereihafen Frankreichs. Daneben verfügt Boulogne-sur-Mer über eine hübsche Altstadt, die von einer fast quadratischen Stadtmauer umschlossen wird. Besonders gut gefallen haben mir das Rathaus mit seinem Glockenturm, die Basilika und das Schloss, das teilweise von einem Wassergraben umgeben wird.

Sanddünen fast wie in Marokko

14. August 2024 / Frankreich / Ambleteuse / Dunes de Slack

Nördlich von Boulogne-sur-Mer dehnen sich die Dunes de Slack auf einer grösseren Fläche aus. Es fehlen nur noch die Kamele und man würde sich fast in der Erg Chebbi in Marokko wähnen. Gut, das ist etwas übertrieben. Das „Problem“ der Dunes de Slack ist, dass viele von ihnen mit Gras überwachsen sind. Darum wirken sie nicht ganz so spektakulär wie viele Dünen anderswo. Schön sehen sie aber trotzdem aus und sie wecken vor allem Erinnerungen an Kamelaustritte in den wahren Wüsten Marokkos.

Inselfestung Fort Mahon

14. August 2024 / Frankreich / Ambleteuse / Fort Mahon

In Ambleteuse, das nördlich von Boulogne-sur-Mer liegt, befindet sich eines der vielen Kriegsmuseen, die es hier in der Normandie zu besichtigen gibt und die vor allem Kriegsmaterial aus dem 2. Weltkrieg zur Schau stellen. Älteren Datums ist das Fort Mahon, das auch Fort Vauban oder Fort d‘ Ambleteuse genannt wird. Es wurde im 17. Jahrhundert nach Plänen des bekannten Militärarchitekten Maréchal Vauban errichtet. Speziell ist seine Lage. Bei Flut liegt das Fort auf einer Insel, bei Ebbe ist es zu Fuss erreichbar.

Cap Gris-Nez

14. August 2024 / Frankreich / Cap Gris-Nez

Wir haben heute eine gewaltigen Schritt Richtung Bretagne gemacht und sind bis nach Outreau gefahren, das südwestlich von Boulogne-sur-Mer liegt. Damit haben wir uns satte 38 Kilometer weg von Calais bewegt. Die wenige Zeit, die uns sonst noch blieb, hat Heidi mehrheitlich am Strand und im Hafen von Boulogne-sur-Mer verbracht, ich auf dem Fahrrad. Dabei war ich unter anderem beim Cap Gris-Nez, das zwar eine weniger spektakuläre Aussicht als das Cap Blanc-Nez bietet, aber auch schön auf den Klippen gelegen ist. Nordöstlich vom Cap Blanc-Nez findet man in Wissant wunderbare Sandstrände, die heute auch recht gut frequentiert waren. Die guten Bedingungen müssen genutzt werden. Wer weiss schon, wie lange hier oben die Badesaison noch anhält.

Letzter Tag in Calais

13. August 2024 / Frankreich / Calais / Grand théâtre de Calais

Zugegeben, wenn wir nicht die Reparatur meines Fahrrads hätten abwarten müssen, wären wir wohl längst aus Calais abgereist. Das Warten war aber kein wirkliches Müssen. Denn Calais ist viel mehr als nur ein simpler Fährhafen. Die Stadt mit ihren rund 75’000 Einwohner hat einige Attraktionen zu bieten, allen voran natürlich das imposante Rathaus mit seinem 72 Meter hohen Glockenturm. Auch die Skulptur „Die Bürger von Calais“ von Auguste Rodin ist sehr bekannt. Weitere kleinere Sehenswürdigkeiten findet man über die ganze Stadt verstreut. Der feinsandige Strand zieht über viele Kilometer nach Osten hin, wobei dessen Breite je nach Gezeitenstand enorm stark variiert. Heute Morgen haben wir vom benachbarten Sangatte aus eine kurze Wanderung (je fünf Kilometer hin und zurück) zum Cap Blanc-Nez unternommen, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Opalküste hat. Morgen geht es nun definitiv weiter. Seit heute Abend ist  mein Fahrrad wieder instand gestellt. Ich hoffe sehr, dass ich nun mit einem neuen Hinterrad versehen vor weiteren Pannen verschont bleibe.

Hitzetag in Calais

12. August 2024 / Frankreich / Calais

Seit gut einem Monat sind wir nun unterwegs und haben heute unseren ersten Hitzetag erleben dürfen. Nachdem wir in Irland den einen oder anderen Tag mit Höchstwerten um 18 Grad hatten, stieg heute das Thermometer in Calais auf 31 Grad an. Ein Tag ganz nach dem Gusto von Heidi. Morgen werden wir dann wieder Höchstwerte haben, die eher meinem Naturell entsprechen, nämlich rund 23 Grad. Während Heidi heute das Strandleben genoss, habe ich etliche Kilometer zu Fuss abgespult, um einen Velomechaniker zu finden, der sich meines Patienten annehmen will. Das war einerseits ganz schön schweisstreibend, hat aber andererseits mit dazu beitragen, dass ich Calais nun noch ein bisschen besser kenne. Die Suche war letztendlich erfolgreich. Ab morgen Nachmittag sollte ich wieder auf zwei Rädern durch die Gegen strampeln können. Hoffentlich dann für längere Zeit pannenfrei.

Opalküste an einem Prachttag

11. August 2024 / Frankreich / Opalküste beim Cap Blanc-Nez

In letzter Zeit haben wir die Opalküste, die sich im Nordosten Frankreichs erstreckt und bis nach Belgien hineinreicht, primär von der Fähre aus gesehen. Nun sind wie näher dran. Einen besonders schönen Blick auf die weissen Stände und die Klippen hat man vom Cap Blanc-Nez aus, einer kleinen Anhöhe bei Escalles.

Wir haben ja entschieden, dass wir von Calais aus in die Richtung fahren werden, in der die Wetteraussichten am besten sind. Der Westen hat obsiegt. Wir fahren daher nun gemütlich durch die Normandie in die Bretagne. Wir haben noch reichlich Zeit, müssen wir doch unsere Rückreise erst in knapp zwei Wochen in Angriff nehmen. Vorerst sind wir ohnehin eingebremst. Das von André Léonard reparierte Hinterrad ist wieder defekt. Dieses Mal muss ich es wohl ganz ersetzen. Das kann aber frühestens am Dienstag geschehen, haben doch hier alle Velomachaniker am Montag ihren freien Tag. Kein Problem. Es gibt definitiv Schlimmeres, als an der Opalküste bei tollem Wetter zwei Tage auszuharren.

Gefährliches Calais

11. August 2024 / Frankreich / Calais / Cité du Dragon de Calais

Wir sind wieder auf dem Festland, haben also wieder einmal festen Boden unter den Füssen. Einen grossen Unterschied spüren wir aber ehrlich gesagt nicht. An was wir uns sofort wieder gewöhnen müssen ist der Rechtsverkehr. Aber das wird schon irgendwie klappen. Was schön ist, sind die breiteren Strassen. Das kommt dem Camperfahrer entgegen, aber speziell auch dem Velofahrer, der nun von einem grösseren Sicherheitsabstand profitiert. Dafür lauern hier andere Gefahren. Drachen etwa. Nichts Böses ahnend wäre ich dem Dragon de Calais beinahe in die Fänge geraten. Dank einem kurzen Zwischensprint auf dem Velo bin ich dem Monster gerade noch einmal entkommen. Gut, dass ich auch auf den Insel etwas trainiert habe.

Meisterhafte Kathedrale

10. August 2024 / England / Canterbury / Kathedrale

Absolutes Highlight in Canterbury ist die Kathedrale, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Mit dem Bau des Meisterwerks wurde 1067 begonnen, geweiht wurde sie 1130, also vor fast neunhundert Jahren. Bei tollem Wetter wie heute sieht das Gotteshaus wirklich prachtvoll aus.

Gegen 19.00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Dover, das nur noch einen Katzensprung entfernt ist und das wir staufrei im Nu erreichen. Jetzt hoffen wir, dass die Fähre dieses Mal wieder pünktlich abfährt und dass sich nicht irgendwo im Kanal draussen in einem Stau steckenbleibt.