Amalfiküste – Amalfi

10. November 2024 / Italien / Amalfiküste / Amalfi

Amalfi zählt knapp 5’000 Einwohner, liegt etwa auf halber Strecke von Salerno nach Positano und hat der Küste den Namen gegeben. Amalfi verfügt über eine ordentliche Anzahl Parkplätze und einen etwas grösseren Hafen. Kein Wunder also, dass es hier besonders hektisch zu- und hergeht. Selbst Mitte November kommen laufend Ausflugsboote an und legen wieder los. Der Ort ist mit seinen meist weissen Häusern, die an den Berghängen kleben, aber auch wunderschön.

Kurvenreiche Amalfitana

10. November 2024 / Italien / Amalfitana / Strasse bei Furore

Die SS 163, besser bekannt als Amalfitana, ist sicher eine der schönsten Küstenstrassen Europas. Sie führt von Meta di Sorrento bis kurz vor Salerno. Errichtet wurde sie Mitte des 19. Jahrhunderts, also vor fast zweihundert Jahren. Zwischenzeitlich wurde sie natürlich laufend ausgebaut. An vielen Stellen ist die Strasse aber immer noch eng und vor allem sehr kurvenreich. Ausserhalb der Ortschaften verläuft die Amalfitana meist auf einer Höhe von rund hundert Metern und schlängelt sich den Felsen entlang. Immer wieder eröffnen sich dabei Blicke auf eine spektakuläre Küstenlandschaft.

Amalfiküste – Positano

10. November 2024 / Italien / Amalfiküste / Positano

Neapel haben wir heute links liegenlassen. Von Gaeta aus sind wir direkt nach Salerno gereist. Die Amalfiküste hat gelockt. Vor ein paar Jahren sind wir diese einmal mit dem Wohnmobil abgefahren. Das ist heute nicht mehr erlaubt und würde auch nicht wirklich Freude machen. Deshalb war ich heute mit dem Fahrrad unterwegs. Und das bei absolut idealen Bedingungen: Sonnenschein, gut zwanzig Grad warm, windstill, mässig viel Verkehr. Da die Strecke recht nahrhaft ist, war ich alleine unterwegs. Die knapp hundert Kilometer von Salerno bis Positano und zurück sind das eine. Das stetige Auf und Ab das andere. Am Schluss haben sich 1’500 Höhenmeter zusammengeläppert, 300 Höhenmeter mehr als bei der Fahrt auf den Chasseral. Gut, dass ich dieses Jahr schon einige Trainingskilometer in den Beinen habe.

Castello di Mola

9. November 2024 / Italien / Mola / Castello di Mola

Auf meiner heutigen Velotour bin ich auf das Castello di Mola gestossen. Die Festung liegt direkt an einem kleinen Hafen. Ihre Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Der grosse Vorteil vom Radfahren ist, dass man sofort anhalten kann, wenn man unerwartet etwas halbwegs Spannendes wie dieses Castello am Wegesrand entdeckt. Velofahren geht hier unten im Süden relativ gut. Die Strassen sind deutlich breiter als etwa in Ligurien. Wenn man die viel und von Camions befahrenen Routen meidet, kommt man mit dem Verkehr recht gut zurecht. Einzig die Strassen könnten besser sein. Gute Strassenabschnitte lösen sich immer wieder mit Schlaglochstrecken ab. Ein Rennrad hat hier vermutlich nur eine kurze Lebensdauer. Ein Gravel-Bike ist hingegen ideal.

Gaeta aus der Vogelperspektive

9. November 2024 / Italien / Gaeta / Altstadt vom Monte Orlando aus

Wir nähern uns allmählich Neapel. Von Gaeta aus, wo wir den heutigen Tag verbracht haben, sind es bloss noch hundert Kilometer bis in die Hauptstadt der Region Kampagnen. Gaeta ist ein Hafen- und Badeort mit 20’000 Einwohnern, dessen Altstadt auf einer hügeligen Landzunge liegt. Einen besonders schönen Blick auf diese Altstadt hat man vom Monte Orlando aus. Um in den Genuss dieses Ausblicks zu gelangen, bedarf es allerdings zuerst einer kleinen Anstrengung. Der Monte Orlando ist 171 Meter hoch und nur zu Fuss oder per Rad erreichbar. Angesichts des tollen Panoramas lohnt sich der Aufstieg aber alleweil.

Hafen von Anzio

8. November 2024 / Italien / Anzio / Hafen

Anzio besitzt auch einen ordentlichen Hafen. Sonst wären wir kaum hier gelandet. Häfen ziehen uns einfach magisch an. Im Haupthafen von Anzio dominieren immer noch die Fischerboote. Am Nachmittag wird bei der Rückkehr der Fischer wieder direkt im Hafen verkauft. Dieses Mal nicht mehr vom Boot aus, sondern vor den Booten auf improvisierten Tischen. Mindestens zwölf solcher Verkaufsstellen hatte es hier heute. Spannend, dem ganzen Treiben ein Weilchen zuzuschauen. Denn wie es sich für Italien gehört wird auch aus dem simplen Verkauf von Fischen ein Spektakel zelebriert.

Villa di Nerone in Anzio

8. November 2024 / Italien / Anzio / Villa di Nerone und Leuchtturm

Anzio liegt knapp 60 km südlich von Rom. Bereits zur Zeit der Römer war Anzio, das damals noch Antium hiess, ein beliebter Badeort. Etliche vornehme Römer hatten hier ihre Sommervillen. Direkt am Strand sind heute noch Überreste eine solchen Villa (Villa di Nerone) zu besichtigen. Der Strand hier bietet wirklich viel: recht feinen Sand, Ruinen einer römischen Villa, Grotten und darüber ein Leuchtturm. Und heute war der Strand auch noch fast menschenleer. Im Sommer dürfte das anders sein.

Stürmisches Meer in Anzio

8. November 2024 / Italien / Anzio / Strandpromenade

Für heute Nachmittag war Regen angesagt. Zum Glück eine Fehlprognose. Wir hatten zwar den ganzen Tag über mehr oder weniger Wolken. Aber keine Spur von Regen. Dafür hat aber der Wind zugenommen und das Meer ist deutlich stürmischer geworden. Wir haben hier in Anzio einen tollen Übernachtungsplatz direkt bei der Hafenmauer gefunden. Nicht ganz geräuschlos, da das Rauschen des Meeres gut hörbar ist. Aber das ist ja mehr Musik als Lärm.

Tarquinia – Chiesa Santa Maria in Castello

7. November 2024 / Italien / Tarquinia / Chiesa Santa Maria in Castello

Wie in jeder historischen italienischen Stadt gibt es auch in Tarquinia eine Vielzahl von Kirchen. Am besten gefallen hat mir dabei die Chiesa Santa Maria in Castello, die am äussersten Rand der Altstadt liegt. Kulturhistorisch mag das Kirchlein nicht besonders wertvoll sein. Mir hat es aber gefallen weil es ordentlich aussieht und über einen grosszügigen Vorplatz verfügt, der für einmal nicht von Autos überstellt war. Und es liegt auch abseits der Touristenströme. Ich war mindestens eine Viertelstunde dort (musste mich von der Velofahrt und dem Anstieg hinauf in die Altstadt erholen), ohne dass sonst jemand aufgetaucht ist. Ein richtiger Kontrastpunkt zum Rummel in Pisa.

Altstadt von Tarquinia

7. November 2024 / Italien / Tarquinia / Altstadt von Süden her

Tarquinia ist eine Kleinstadt (16’000 Einwohner), die zwanzig Kilometer nördlich von Civitavecchia liegt. Sie ist bekannt für ihre etruskischen Ausgrabungsstätten, die seit zwanzig Jahren zum UNESCO-Welterbe gehören. Tarquinia verfügt aber auch über eine hübsche Altstadt, die von einer Stadtmauer umschlossen ist. Es gibt hier zahlreiche Paläste, Türme, Plätze und Kirchen zu besichtigen. Tarquinia liegt direkt an der Autostrada Azzurra, die von Rom nach Genua führt, und kann für einen Zwischenhalt wärmstens empfohlen werden.