Rückreisestart

23. August 2024 / Frankreich / Trouville-sur-Mer / Fluss La Touques

Für heute und für Samstag wurde für die Normandie eine deutliche Wetterverschlechterung vorausgesagt. Wir waren also vorbereitet. Der Morgen, den wir in den beiden Schwesterstädten Trouville-sur-Mer und Deauville verbracht haben, war noch einigermassen passabel. Ab Mittag setzte dann aber der Regen ein. Da die Meteorologen für den Abend eine deutliche Aufhellung vorausgesagt haben, haben wir entschieden, am Nachmittag nach Rouen zu fahren und uns die schöne Stadt am Abend anzuschauen. Leider haben die Meteorologen daneben gegriffen. Es regnete auch am frühen Abend ununterbrochen weiter. Sich Rouen bei Regen zu Gemüte zu führen macht wenig Sinn. Wir haben unsere Fahrt daher fortgesetzt und übernachten nun in Nanteuil-le-Haudouin, rund 50 km nordöstlich von Paris. Ab morgen sollte das Wetter östlich von Paris wieder deutlich besser sein. Hoffen wir, dass dem so ist, denn unterwegs gibt es noch die eine oder andere attraktive Stadt, die wir besichtigen können. Schliesslich haben wir noch etwas Zeit.

Bassin Morny in Deauville

22. August 2024 / Frankreich / Deauville / Bassin Morny

Wir übernachten heute auf einem ruhigen Platz in einem Vorort von Deauville. Der Hafen von Deauville unterscheidet sich fundamental von jenem von Honfleur. Er ist modern und funktional, wenn Schiffe auslaufen muss nicht zuerst mühsam eine Zugbrücke angehoben und der ganze Verkehr blockiert werden. Gut sieht aber auch der Hafen von Deauville aus, speziell bei prächtigem Sonnenschein und blauem Himmel. Deauville und das auf der anderen Flussseite gelegene Trouville-sur-Mer sind zwei beliebte Ferienorte im Norden Frankreichs. Auch hier gibt es viele Touristen, die sich allerdings besser verteilen und die daher weniger als störend wahrgenommen werden.

Malerischer Hafen von Honfleur

22. August 2024 / Frankreich / Honfleur / Vieux Bassin

Das alte Hafenbecken von Honfleur und die darum herum erbauten Häuser sehen wirklich toll aus. Auch die Altstadt mit der Holzkirche und dem speziellen Glockenturm gefallen sehr. Dumm nur, dass Honfleur bequem per Auto oder Car zu erreichen ist. Das hat zur Folge, dass der kleine Ort von Touristen nur so geflutet wird (zu diesen gehören natürlich auch wir, obwohl wir die letzten Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt haben). Schon am Vormittag kann man sich kaum noch fortbewegen. Wir geniessen den tollen Anblick einen Moment lang, machen uns dann aber mit dem Fahrrad auf in Orte, in denen es gemütlicher zu und her geht.

Die Gezeiten sind schuldlos

22. August 2024 / Frankreich / Honfleur

In den letzten Wochen haben wir manches Schiff gesehen, dem bei Ebbe das Wasser unter dem Bug entzogen wurde und das hilflos auf dem Meeresgrund herumdümpelte. Dass das abgebildete Schiff auf dem Trockenen liegt kann man aber für einmal nicht den Gezeiten ankreiden. Gut sieht es aber gleichwohl aus.

Pont de Normandie

22. August 2024 / Frankreich / Pont de Normandie

Von Paris bis zum Einfluss in den Ärmelkanal legt die Seine noch eine Distanz von knapp 200 km zurück (Luftlinie). Am Schluss wird sie zu einem richtig mächtigen Fluss mit einer Breite von teilweise bis zu 200 m. Um die Seine von Le Havre her kommend zu überqueren kann man zwischen zwei mautpflichtigen Brücken (Pont de Normandie und Pont de Tancarville) oder einem Umweg von fast hundert Kilometern auswählen. Wir sind über die Pont de Normandie gefahren, bei der man die Seine auf einer Durchfahrtshöhe von 52 Metern überquert. Ein gewaltiges Bauwerk. Vom nahegelegenen Naturschutzgebiet aus wirkt die Brücke allerdings schon wieder klein.

Kreidefelsen zum Letzten

21. August 2024 / Frankreich / Étretat / Kreidefelsen im Südwesten

Wir übernachten heute in Étretat, einem Ort mit bescheidenen 1’300 Einwohner nordöstlich von Le Havre. Étretat ist einer der grössten touristischen Hotspots im Norden Frankreichs. Bisher hatten wir immer den Eindruck, dass wir zwei deutschsprachige Reisende unter sehr vielen Franzosen sind. Heute war das Publikum Mulitkulti. Sehr viele Italiener und Spanier, Deutsche, Holländer, Belgier, aber auch Inder und Asiaten. Und zwei aus der Schweiz neben einigen Franzosen, die natürlich auch hier anzutreffen sind. Dass Étretat so viele Menschen anzieht hat seinen guten Grund. Die Kreidefelsen mit ihren Felsentoren sind wirklich eindrücklich. Sie sind so schön anzuschauen, dass ich sie gerne nochmals in meinem Blog abbilde. Es dürfte sich aber definitiv um die letzte solche Aufnahme handeln. Morgen werden wir die Seine westwärts überqueren und dort werden wir dann primär wieder auf flache Sandstrände stossen.

Phantasievolle Kreisel

21. August 2024 / Frankreich / Saint-Jouin-Bruneval

Die Franzosen geben sich wirklich enorm Mühe, um ihre Kreisel attraktiv zu gestalten. Darüber könnte man wohl Bücher schreiben (oder sie sind bereits geschrieben worden). Der Kreisel von Saint-Jouin-Bruneval hat Aufnahme in meinen Blog gefunden, weil er mir bereits vor gut zehn Jahren auf einer Velotour auffiel und weil er sich auch heute wieder im schönsten Lichte präsentierte.

Misslungener Stage als Bettler

21. August 2024 / Frankreich / Le Havre / Centre culturel international Oscar Niemeyer

Um unsere Reisekasse etwas zu alimentieren habe ich mich in Le Havre als Bettler versucht. Leider erfolglos. Eventuell wirkte meine hohle Hand zu gepflegt oder sie war zu hoch angesetzt. Kein Problem, wir können das zum Glück gut verkraften. Denn so wie wir reisen und leben kommt man mit relativ bescheidenen Mitteln über die Runden. Der mit Abstand grösste Ausgabeposten ist der Diesel, den unser Hopo verschlingt. Da wir uns selbst meist im Camper verpflegen, verschlingen wir nicht annähernd so viel wie unser treuer Weggefährte. Und auch die Kosten fürs Übernachten schlagen kaum zu Buche. In den letzten sechs Wochen haben wir bescheidene 120 Franken für Camping- und Standplätze ausgegeben. Das Betteln können wir daher zum Glück andern überlassen.

Hochhaus-Kirche

21. August 2024 / Frankreich / Le Havre / Église Saint-Joseph

Wenn man durchs Zentrum von Le Havre fährt, fällt immer wieder die Église Saint-Joseph auf. Aus der Distanz hat man das Gefühl, dass es sich um ein Hochhaus aus der Mitte des letzten Jahrhunderts handelt. Erst aus der Nähe erkennt man, dass das hohe Gebäude eine Kirche ist. Die Église Saint-Joseph ist einerseits eine katholische Pfarrkirche, die in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts erbaut wurde, andererseits aber auch eine Gedenkstätte für die Zerstörung von Le Havre während des zweiten Weltkriegs. Der Turm des imposanten Gebäudes erreicht eine Höhe von 120 Metern.

Container-Kunst in Le Havre

21. August 2024 / Frankreich / Le Havre / Catène de Containers

Das Kunstwerk mit den farbigen Containern passt bestens in die Stadt Le Havre. Der Port du Havre gehört zu den grössten Häfen Frankreichs (gemäss Wikipedia soll er nach Marseille der zweitgrösste sein). Im vergangenen Jahr wurden fast 3 Millionen Container umgeschlagen. Bei diesem gewaltigen Umschlag kann man ruhig ein paar leere Container abgeben, um daraus ein Kunstwerk zu schaffen.