Barockschloss in Keszthely

25. September 2024 / Ungarn / Keszthely / Schloss Festetics

Am Vormittag besuchen wir die Kleinstadt Keszthely (20’000 Einwohner), die am Westufer des Plattensees liegt. Sie soll zu den schönsten Ortschaften am Balaton gehören. Keszthely verfügt über eine hübsche Fussgängerzone mit einigen historischen Gebäuden, über ein ehemaliges Franziskanerkloster sowie als Hauptattraktion über das Schloss Festetics. Alles in allem ist der Ort tatsächlich sehenswert, aber bei weitem nicht so attraktiv wie etwa Györ oder Veszprém. Den Platensee verlassen wir mit eher gemischten Gefühlen. Der See, die Landschaft und die Ortschaften sind bei Weitem nicht so attraktiv wie wir es erwartet haben. Das liegt aber wohl primär an unseren überzogenen Erwartungen. Die Ungaren, die ihren Plattensee so sehr schätzen, tun es vor allem deshalb, weil es hier im Hochsommer Jubel, Trubel, Heiterkeit gibt. Und das brauchen wir in der Fremde nicht unbedingt. Unser Fazit: gut, dass wir einmal hier waren. So rasch kommen wir aber wohl kein zweites Mal vorbei.

Am Plattensee

24. September 2024 / Ungarn / Balatonakali / Kirchen

Von unserem ruhigen Übernachtungsplatz in Veszprém aus war es nur noch ein Katzensprung (knappe 20 Kilometer) bis an den Balaton (auf deutsch Plattensee). Mit einer Fläche von fast 600 Quadratkilometern (rund 10 Prozent mehr als der Bodensee) ist der Balaton der grösste See Mittel- und Osteuropas. Erstaunlich ist, dass die durchschnittliche Tiefe des riesigen Sees bloss drei Meter betragen soll. Da Ungarn gleich wie die Schweiz ein Binnenland ist, wird der Plattensee gelegentlich auch als das ungarische Meer bezeichnet. Für die Magyaren hat er auf alle Fälle als Feriendestination einen besonderen Stellenwert. Uns erschien er heute eher grau, was aber auch damit zusammenhängen mag, dass wir nach einer Woche Prachtwetter heute wieder einmal einen trüben und teilweise regnerischen Tag erwischt haben. Mal schauen, was wir vom Plattensee halten, wenn wir auch dessen Südufer, an dem es viele Weinberge geben soll, gesehen haben.

Altstadt von Veszprém

23. September 2024 / Ungarn / Veszprém / Altstadt

Am späteren Nachmittag treffen wir in Veszprém ein, das rund fünfzig Kilometer südöstlich von Pápa liegt. Veszprém ist eine der ältesten Städte Ungarns. Seine Blütezeit erlebte Veszprém im Mittelalter, als es eine der wichtigsten ungarischen Städte war. Heute zählt der Ort 60’000 Einwohner. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten findet man im Burgviertel, das auf einem Hügel über der Stadt ragt. Zur Zeit wird das ganze Burgviertel saniert, was leider zur Folge hat, dass man es erst ab 17.00 Uhr, wenn die Sonne schon recht tief steht, besuchen darf. Von einem nahegelegenen Aussichtspunkt aus präsentiert sich die Altstadt aber in bestem Lichte.

Schloss Esterhazy

23. September 2024 / Ungarn / Pápa / Schloss Esterhazy

Schloss Esterhazy ist ein hufeneisenförmiger Palast, der im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Es wurde vor nicht allzu langer Zeit umfassend renoviert und präsentiert sich nun in bester Verfassung. Im Rahmen von Führungen kann man sich das Innere des Schlosses anschauen und sich vor Augen führen lassen, wie der Adel vor gut 200 Jahren gelebt hat. Da heute keine solchen Führungen stattfanden, ziehen wir unverrichteter Dinge von dannen. Das hätten wir aber ohnehin getan. Bei einer Führung auf ungarisch hätten wir null und nichts verstanden.

Pápa

23. September 2024 / Ungarn / Pápa / Platz vor Nagytemplom-Kirche

Bei schönstem Wetter habe ich den heutigen Vormittag per Skype an einer Sitzung verbracht. Eigentlich schade. Aber jammere nicht, Alter, gelegentlich noch ein wenig arbeiten tut dir gut. Schliesslich bist du erst 64 Jahre alt. Nach Sitzungsende sind wir nach Pápa gefahren, das rund hundert Kilometer westlich von Budapest liegt. Hauptsehenswürdigkeiten der Kleinstadt (35’000 Einwohner) sind die Nagytemplom-Kirche und Schloss Esterhazy. Besonders gut gefallen hat uns der grosszügige Platz vor der Nagytemplom-Kirche mit seinen farbigen Häusern. Für mich ein typisches Ungarn-Bild.

Altstadtplatz in Györ

22. September 2024 / Ungarn / Györ / Bécsi Kapu Tér

Beim Verlassen der Altstadt präsentiert sich der Platz bei der Karmelitenkirche, der Bécsi Kapu Tér, in schönstem Abendlicht. Wir sind ohne allzu klare Vorstellungen und ohne grosse Erwartungen nach Györ gekommen. Die Fahrt hierher hat sich aber auf alle Fällte gelohnt. Die Altstadt von Györ hat uns ausgesprochen gut gefallen. Und wir sind sehr gespannt, was uns in Ungarn noch alles erwartet.

Heute parkiert hier keiner falsch

22. September 2024 / Ungarn / Györ / Moricz Zsigmond Rakpart

Györ liegt an der Mosoni-Duna, der kleinen Donau. Die kleine Donau ist ein Seitenarm der richtigen Donau, der südlich von Bratislava abzweigt. Die kleine Donau führt auch knapp eine Woche nach den heftigen Niederschlägen immer noch Hochwasser. Ganze Strassenzüge entlang des Flusses stehen noch immer unter Wasser. Um Falschparkierer muss sich hier zur Zeit niemand kümmern.

Györ – Karmelitenkirche

22. September 2024 / Ungarn / Györ / Karmelitenkirche

Györ zählt 130’000 Einwohner und ist damit die sechstgrösste Stadt Ungarns. Györ ist auch einer der wichtigsten Industriestandorte des Landes. Wir sind aber nicht wegen der Industrie hierher gereist, sondern wegen der schönen Altstadt. In dieser findet man etliche reizvolle Plätze, Strassen und Gebäude. Besonders schön finden wir den Blicke von Westen her über den Fluss Raab auf den Bischofspalast, die Kathedrale und die Karmelitenkirche.

Wir haben Ungarn erreicht

22. September 2024 / Ungarn / Györ / Bischofspalast und Kathedrale

Am zehnten Tag unserer Reise und nach gut 1’200 zurückgelegten Kilometern haben wir Ungarn erreicht. Wir sind von Slowenien her nach Györ gefahren, das unweit der Grenze liegt. Das Wetter könnte nicht schöner sein. Mit zwischenzeitlichen 25 Grad ist es auch wieder ordentlich warm. Was will man mehr?

Donaulandschaft

22. September 2024 / Slowakei / Sul’any / Donaulandschaft

Südöstlich von Bratislava ist die Donau über zig Kilometer gestaut. Entlang des gestauten Flusses führt ein guter Radweg. Ein wahres Vergnügen, an einem herrlichen Spätsommertag dem Wasser entlang zu radeln. Wobei der Blick auf die gestaute Donau mit der Zeit etwas eintönig wird. Dafür kann man nördlich des Flusses prächtige Landschaften und zwischendurch das eine oder andere slowakische Dorf betrachten. Mit der Wahl unseres Übernachtungsplatzes haben wir einen Glücksgriff gelandet. Während der Nacht war es absolut ruhig. Bei Tageslicht konnten wir eine prächtige Landschaft betrachten und ohne Zusatzstrecke unsere Radtour starten.