Sissi-Schloss in Gödöllö

28. September 2024 / Ungarn / Gödöllö / Schloss

Wir haben Budapest, das uns gut gefallen hat, wieder verlassen. Weit gekommen sind wir allerdings noch nicht. Wir besuchen am Vormittag das Schloss von Gödöllö, das 25 Kilometer nordöstlich der ungarischen Hauptstadt liegt. Das Schloss wurde im 18. Jahrhundert für den Fürsten Grassalkovich erbaut. Bekannt ist es heute, weil es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die bevorzugte Residenz der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sissi) war. Nachdem das Schloss während der Zeit des Sozialismus stark vernachlässigt und dem Zerfall preisgegeben wurde, hat man es in den letzten zwanzig Jahren nach und nach aufwändig renoviert. Wie wir selber feststellen durften, erstrahlt es heute innen wie aussen wieder in altem Glanz.

Vielzahl eindrücklicher Bauten

27. September 2024 / Ungarn / Budapest / Deák Ferenc tér

Wir haben uns Tageskarten für die öffentlichen Verkehrsmittel Budapests gekauft. Am meisten bekommt man aber von einer Stadt mit, wenn man sie zu Fuss „abläuft“. Wir haben daher heute eine Vielzahl von Kilometern per Pedes abgespult – kreuz und quer durch die Quartiere. Dabei sind wir immer wieder auf eindrückliche Bauwerke gestossen, die nicht als eigentliche Sehenswürdigkeiten gelten, die aber absolut sehenswert sind. Als Beispiel hierfür habe ich ein Gebäude am Platz Deák Ferenc tér ausgewählt, dessen Namen wir nicht einmal kennen, das uns aber sofort ins Auge gestochen ist. Verhungern und Verdursten wird man in Budapest auf solchen Entdeckungstouren nicht. Die Auswahl an Restaurants und Fast Food Lokalen ist riesig. Sie wird uns auf unserer weiteren Reise durch Ungarn eventuell fehlen.

Budapest – Parlament

27. September 2024 / Ungarn / Budapest / Parlament

Das wohl bekannteste Wahrzeichen von Budapest ist das Parlamentsgebäude, das am Westufer der Donau nördlich der Altstadt erbaut wurde. Als Vorbild diente der Palast von Westminster, der Sitz des britischen Parlaments. Das eindrückliche Gebäude wurde 1896 fertiggestellt und ist damit um einiges jünger als unser Bundeshaus. Dafür ist das ungarische Parlamentsgebäude um einiges imposanter. Und es ist sehr gut einsehbar, entweder vom anderen Donauufer aus oder aber vom Burgviertel herab.

Zentrale Markthalle

27. September 2024 / Ungarn / Budapest / Zentrale Markthalle

Die meisten Touristen, die nach Budapest reisen, statten wohl auch der Zentralen Markthalle einen Besuch ab. Das Angebot ist deshalb zum Teil stark auf die Bedürfnisse der Touristen ausgerichtet: Würste, Paprikagewürze, Gänseleber, Schnäpse, Souvenirs und in der oberen Etage auch Kleider. Die Markthalle wird aber auch noch von vielen Einheimischen besucht, was man unter anderem daran erkennt, dass auch Frischfleisch. Gemüse oder Früchte angeboten werden. Das Sortiment ist somit gut durchmischt und ein Besuch der Zentralen Markthalle lohnt sich nicht nur bei Regenwetter (das wir zum Glück nicht hatten).

Freiheitsbrücke

27. September 2024 / Ungarn / Budapest / Freiheitsbrücke

In Budapest gibt es insgesamt elf Brücken (neun für den Strassenverkehr), die über die Donau führen. Das ist eher ungewöhnlich, denn ab Bratislava sind die Donaubrücken dünn gesät. So gibt es etwa ab Esztergom im Nordwesten von Budapest während weit mehr als fünfzig Kilometern keine einzige Brücke mehr (bis Megyeri). Wer das Donauufer wechseln will, muss  dies mittels einer Fähre tun. Die älteste und berühmteste Budapester Brücke ist die Kettenbrücke, die 1849 fertiggestellt wurde. Schön finden wir aber auch die Freiheitsbrücke, die Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet wurde und die vom Westufer hinüber zur Zentralen Markthalle führt.

Moderneres Budapest

26. September 2024 / Ungarn / Budapest / Bálna-Gebäude

Das Zentrum von Budapest besteht fast ausschliesslich aus historischen Gebäuden. Modernere Bauten findet man kaum, was ja keinesfalls schlecht ist. Eine Ausnahme stellt das walförmige Bálna-Gebäude dar, das unmittelbar hinter der Zentralen Markthalle liegt. Das Gebäude wurde vor ziemlich genau zehn Jahren eröffnet. Ziel der Planer war es, den „Wal“ zu einem neuen Kultur- und Begegnungszentrum zu machen. Wie weit das gelungen ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Gut sieht er aber aus, der Wal, der direkt an der Donau liegt.  

Historisches Budapest

26. September 2024 / Ungarn / Budapest / Matthiaskirche

Das Zentrum von Budapest wird von vielen historischen Gebäuden geprägt. Am bekanntesten sind wohl das Parlament, die Burg und die dazwischen liegende Kettenbrücke. Uns hat heute die Matthiaskirche auf dem Burghügel speziell gut gefallen. Mit ihrem weissen Turm und dem farbigen Dach hat sie uns an den Wiener Stephansdom erinnert. Während der Stephansdom aber recht stark in die Wiener Altstadt eingequetscht ist, steht die Matthiaskirche deutlich freier und kann viel besser betrachtet werden. Unmittelbar neben der Matthiaskirche befindet sich die Fischerbastei, von der aus man einen herrlichen Blick auf die Donau, das Parlament und die Budapester Altstadt hat.

Budapest ist erreicht

26. September 2024 / Ungarn / Budapest / Kettenbrücke und Parlament

An unserem vierzehnten Reisetag und nach gut 1’600 Kilometern haben wir Budapest erreicht. Wir haben also nur gut hundert Kilometer pro Tag bewältigt. Man könnte meinen, dass wir alt und träge werden und nicht mehr mögen. Falsch – oder zumindest mehrheitlich falsch. Wir haben jetzt einfach deutlich mehr Zeit als früher und können es viel entspannter angehen lassen und länger an einem Ort verweilen. Und wenn es zwischendurch regnet, dann haben wir kein Programm mehr abzuspulen, sondern warten einfach auf besseres Wetter. In Budapest war des Wetter heute sonderbar. Mit 26 Grad war es recht warm, die Sonne schien mehrheitlich, aber die dicken Wolken wollten sich nicht oder nur sehr zögerlich auflösen. Unsere Kameras hatten daher heute wenig zu tun. Das soll sich morgen ändern. Wir hoffen sehr, morgen noch einige schöne Fotos von Budapest mit blauem Himmel schiessen zu können.

Attraktives Székesfehérvár

25. September 2024 / Ungarn / Székesfehérvár / Szent Imre-templom

Für die Ungaren soll Székesfehérvár, die „Stadt der Könige“, eine recht grosse Bedeutung haben. Die Stadt soll von den Einheimischen angeblich häufig in Gruppen oder auf dem Weg zum oder vom Plattensee besucht werden. Ausländische Touristen soll es hingegen nur wenige geben. Diesen Eindruck haben auch wir heute gewonnen. Eigentlich schade, dass die meisten ausländischen Gäste einen Bogen um Székesfehérvár machen. In der Altstadt gibt es etliche Kirchen und Gebäude, die wirklich sehenswert sind. Sei’s drum. Uns ist es noch so recht, wenn wir auf attraktive Orte treffen, in denen man das Wort „Übertourismus“ noch nicht kennt. In Budapest, das wir morgen ansteuern, dürfte das dann schon wieder ganz anders sein.

Bischofspalast von Székesfehérvár

25. September 2024 / Ungarn / Székesfehérvár / Bischofspalast

Viele ungarische Städte haben auch deutsche Namen. So heisst Székesfehérvár, das wir am Nachmittag besuchen, zu deutsch Stuhlweissenburg. Kein speziell einfacher Name, aber verglichen mit dem ungarischen fast schon trivial. Székesfehérvár hat rund 100’000 Einwohner und liegt 65 Kilometer südwestlich von Budapest. In Ungarn nennt man Székesfehérvár auch die „Stadt der Könige“, weil sie im Mittelalter eine der beiden Krönungsstädte der ungarischen Könige war. Mitten in der Stadt stösst man auf den Bischofspalast, der speziell bei so schönem Wetter wie heute Nachmittag recht fotogen wirkt.