Rom – Kolosseum

13. November 2024 / Italien / Rom / Kolosseum

In Capua haben wir zwei Nächte neben dem zweitgrössten Amphitheater aus der römischen Zeit übernachtet. Heute waren wir beim grössten von den Römern erbauten Amphitheater, dem Kolosseum in Rom. Ein wahrlich imposanter Bau, der fünf Stockwerke umfasste und mehr als 50’0000 Zuschauern Platz bot. Frappant ist der Unterschied bei den Besucherzahlen. In Capua gibt es kaum Touristen, die sich das dortige Amphitheater anschauen wollen. In Rom sollen es pro Jahr um die zehn Millionen sein. Selbst Mitte November reisst der riesige Besucherstrom nicht ab.

Dunkle Wolken über Rom

13. November 2024 / Italien / Rom / Fori Imperiali

Heute Morgen mussten wir erstmals auf unserer Italienreise kurz die Scheibenwischer betätigen. Bei unserer Wegfahrt in Capua hat es tatsächlich ganz leicht geregnet. Nicht genug, um die Strasse zu nässen, aber genug, um unsere Sicht zu beeinträchtigen. Wir sind heute Vormittag nach Rom gereist. Die 200 Kilometer Wegstrecke, mehrheitlich auf der Autobahn, haben wir bei mässigem Verkehr zügig hinter uns gebracht. Um die Mittagszeit waren wir bereits mitten in Rom. Hier ist es ein paar Grad kühler und recht stark bewölkt. Die kurzen Hosen haben wir schweren Herzens verstaut. Wir wollen uns aber nicht beklagen, haben wir doch gut zwei Wochen lang prächtigstes Herbstwetter geniessen dürfen.

Neapel – Pizzas und Kutteln

12. November 2024 / Italien / Neapel / Tripperia Fiorenzano

Wer nicht völlig mittellos ist, wird in Neapel mit Sicherheit nicht verhungern. Das Angebot an feinstem Essen ist riesig. Im Zentrum stösst man alle paar Meter auf ein Ristorante, eine Trattoria, eine Pizzeria oder ein Geschäft, das köstlichen Street Food anbietet. Die Auswahl ist gross und vielfältig. So bereitet etwa die Tripperia Fiorenzano seit 1897 Kutteln in verschiedenen Variationen zu. Dass es das Geschäft schon so lange gibt, zeugt davon, dass sie gute Qualität anbieten. Und tatsächlich: die Trippe alla Romana waren sehr fein. Zugegeben, dass ist nicht für jedermann. Wenn man auf Nummer sicher gehen will, wählt man Pizza. Die wurde hier erfunden und soll bereits im Mittelalter in den Gassen angeboten worden sein. Die hiesigen Pizzaiolos sind wirklich Meister ihres Fachs. Ich weiss nicht, woran es liegt. Aber ich habe jedes Mal das Gefühl, dass die Pizzas in Neapel noch ein Stück besser schmecken als anderswo in Italien oder auf der Welt.

Chaotisches Neapel

12. November 2024 / Italien / Neapel / Piazza Pignasecca

Neapel ist nichts für Ordnungsliebhaber und Menschen, die es jederzeit gern sauber haben. Der Abfall der Passanten und der Geschäfte landet meist erstmals auf der Strasse. Wenn nicht gerade gestreikt wird, wird der Abfall zwar innert ein paar Stunden zusammengetragen und weggeräumt. Bis dann bleibt er aber erstmals liegen. Wer diesen Anblick nicht erträgt, macht wohl besser einen grossen Bogen zum Neapel. Wobei: was hier in Neapel praktiziert wird, ist eigentlich für den ganzen Süden Italiens typisch. Überall liegt viel Dreck an den Strassenrändern und auf Plätzen. Damit muss man sich hier unten arrangieren können. Sonst ist man fehl am Platz.

Neapel – Basilica di San Francesco di Paola

12. November 2024 / Italien / Neapel / Basilica di San Francesco di Paola

Neapel verfügt auch über einige Sehenswürdigkeiten, deren Besichtigung lohnenswert ist. So etwa das Castell dell’Ovo auf einem Felsvorsprung vor den besten Hotels der Stadt, das Castell Nuovo oder verschiedene interessante Kirchen. Speziell reizvoll an Neapel finden wir aber das wilde Leben in den engen Gassen. Auf engstem Raum lösen sich Restaurants, Bars, Fischgeschäfte, Früchtehändler, Bäckereien, Imbissstände, Mini-Supermärkte, Souvenirgeschäfte und so weiter ab. Mopedfahrer – meist zu zweit oder gar zu dritt unterwegs – kurven wild durch die Gassen und suchen sich ihren Weg zwischen den Autos und den Fussgängern. Es wird laut geschrien und gehupt. Aber alles wirkt irgendwie fröhlich und lebenslustig. Faszinierend, dem wilden Treiben zuzuschauen.

Diego, der Stadtheilige

12. November 2024 / Italien / Neapel / Maradona

Diego Armando Maradona hat den SSC Neapel vor 33 Jahren verlassen. Vor vier Jahren ist er verstorben. In Neapel ist er aber noch allgegenwärtig. In den Gassen Neapels stösst man immer wieder auf Wandmalereien mit dem Abbild Maradonas. In vielen Geschäften, Restaurants und Bars hängen Fotos von ihm. In jedem Souvenir- und Sportartikelgeschäft sind die Artikel mit dem Abbild oder dem Namen Maradonas zuvorderst. Kurz: in Neapel führt kein Weg an Maradona vorbei. Es ist schon erstaunlich, dass ein Argentinier, der dem SSC Neapel untreu geworden ist, die Stadt vor mehr als dreissig Jahren verlassen hat und der alles andere als ein vorbildliches Leben führte, wie ein Gott verehrt wird und über allem steht. Aber irgendwie passt das gut zu Neapel.

Faszinierendes Neapel

12. November 2024 / Italien / Neapel / Spanisches Viertel

Eigentlich wollten wir auf einen Besuch Neapels verzichten. Die Stadt gefällt uns zwar und wir kennen einen guten und sicheren Stellplatz. Dieser liegt aber nahe vom Zentrum Neapels und die Fahrt dorthin ist alles andere als lustig. Neapel war daher abgeschrieben. Bis wir gestern Abend festgestellt haben, dass wir ab Capua, unserem Übernachtungsplatz, mit dem Zug in fünfzig Minuten mitten im Zentrum von Neapel sind. Also nichts wie los nach Neapel. Die Züge waren sauber und pünktlich. Und die Fahrt nach Neapel hat sich gelohnt. Die Stadt hat uns einmal mehr fasziniert. Sie ist laut und dreckig, aber voller Leben. In der Altstadt taucht man ein in eine andere Welt. Nicht jedermanns Sache. Aber uns gefällts.

Droht ein nächster Vulkanausbruch?

11. November 2024 / Italien / Vesuv / Krater

Der Vesuv ist ein aktiver Vulkan. Bei unserem Besuch heute hat er auch tatsächlich an einigen Stellen Dämpfe und Gase abgelassen. Wirklich bedrohlich sagt das aber nicht aus. Der letzte richtige Ausbruch des Vesuvs liegt achtzig Jahre zurück. Seither befindet er sich in einer Ruhephase (die hoffentlich noch lange anhält). Ein riesiger Ausbruch fand im Jahr 79 nach Christus statt, bei dem die antiken Städte Pompeji, Herculaneum, Stabiae und Oplontis verschüttet wurden

Auf dem Vesuv

11. November 2024 / Italien / Vesuv / Krater

Das Wetterglück bleibt uns treu. Seit einer Woche wird immer wieder Regen für einen der nächsten Tage vorhergesagt. Glücklicherweise verschiebt sich das aber stets weiter nach hinten. So hatten wir auch heute bei unserem Besuch auf dem Vesuv wieder prächtiges Wetter. Mit seinen 1’281 Meter Höhe ist der Vesuv – seines Zeichens der grösste Vulkan auf dem europäischen Festland – in der ganzen Gegend gut sichtbar. Um ihn zu besuchen fährt man auf einer schmalen, kurvenreichen Strasse bis auf eine Höhe von 800 Metern. Von hier aus kann man per Sammeltaxi bis auf 1’000 Meter Höhe fahren, falls man das so will (wir haben es nicht gewollt und sind die ganze Strecke zu Fuss gegangen). Und dann steigt es nochmals knapp 200 Meter bis zum Krater an. Hier hat man eine phantastische Aussicht: einerseits in den Schlund des Vulkans, andererseits und den Golf von Neapel und auf Neapel selbst.

Amalfiküste – Atrani

10. November 2024 / Italien / Amalfiküste / Atrani

Die Amalfitana mit dem Fahrrad abzufahren ist ein wahres Vergnügen. Die Landschaft ist einmalig schön, die Streckenführung anspruchsvoll und reizvoll zugleich. Der grosse Vorteil ist, dass man dem Fahrrad überall anhalten und die Landschaft geniessen kann. Von Nachteil ist, dass man – weil man eben überall anhalten kann – nicht sehr zügig vorwärts kommt. Denn man kommt wirklich dauernd in den Genuss herrlicher Ausblicke oder prächtiger Ortschaften. Und das sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Amalfitana ist eine Strecke zum Geniessen. Auf Zeit und Tempo fahren kann man anderswo.