22. Februar 2025 / Marokko / Tourassine / Dorf und Landschaft
Auf dem Weg von Telouet nach Ait Ben Haddou fährt man an etlichen kleinen Dörfern und Weilern vorbei. Viele Häuser sind aus rotem Lehm oder rotem Gestein gebaut. Sie heben sich damit kaum von der rötlichen Erde ab, die die hiesige Landschaft prägt. Eine weitere Farbe in die ganze Szenerie bringen die grünen Pflanzen und Bäume, die im Talgrund wachsen.
22. Februar 2025 / Marokko / Telouet / Landschaft bei Salzmine
Am allerschönsten finden wir die Landschaft bei der Salzmine. Auch hier dominiert rotes Gestein, das teilweise von weissem Salz durchzogen ist. Speziell ist hier, dass das Gestein durch die Erosion besonders schön geformt wurde. Bei diesen Felsformationen waren wir sowohl gestern als auch heute ganz alleine. Nur wenige biegen in das zuerst recht enge Seitental ab und wandern dann bis ganz zuhinterst. Wenn die Vorbeifahrenden wüssten, was ihnen entgeht …
22. Februar 2025 / Marokko / Telouet / Landschaft im Westen
Die rund 40 Kilometer zwischen Telouet und Ait Ben Haddou haben uns gestern so gut gefallen, dass wir uns heute kurzerhand entschlossen haben, sie heute nochmals abzufahren. Speziell am ganzen Weg ist, dass sich das Landschaftsbild alle paar Kilometer verändert und man immer etwas Tolles zu sehen bekommt. Ganz zuoberst dominieren rötliche Felsen, die sich mit hellem und teilweise auch mit grünem Gestein abwechseln.
21. Februar 2025 / Marokko / Telouet / Cico bei der Salzmine
Ab der Salzmine hat uns Cico auf unserer kurzen Wanderung begleitet. Er hatte offenbar mehr Freude an unserer Anwesenheit als an der tollen Landschaft. Letztere sieht er ja Tag für Tag, sie ist für ihn normal. Dabei sollte Cico doch eigentlich die tollen Kristalle bewachen, die vor der Mine am Boden lagen. Das Risiko, dass diese geklaut werden, ist aber gering. Schliesslich befinden wir uns ja im sicheren Marokko.
21. Februar 2025 / Marokko / Telouet / Bei der Salzmine
Einige Kilometer hinter Telouet weist ein unscheinbares, von Hand gemaltes Schild den Weg zu einer Salzmine. Wir sind auf den dortigen Schotterweg abgebogen, ein Stück weit gefahren und dann zu Fuss in einen Talkessel hineinspaziert. Die Landschaft, die wir dort vorfanden, war wieder einmal atemberaubend schön. Das Weisse im Vordergrund ist nicht Schnee, sondern Salz. Weiter hinten im Talkessel führt ein Stollen in den Berg hinein. Offenbar wird durch diesen Salzsole aus dem Berg gepumpt. Reste davon haben sich da und dort am Boden abgelagert und bringen noch etwas mehr Farbe in die Landschaft.
21. Februar 2025 / Marokko / Talouet / Landschaft im Osten
Dass wir aktuell in Marokko sind haben wir nicht zuletzt Hopo zu verdanken. Er hat sich die Marokko-Reise als kleines Merci für die pannenfreien ersten 100’000 Kilometer gewünscht. Und den Wunsch eines treuen Wegbegleiters erfüllt man natürlich gerne. Hopo gefällt’s in Marokko ausgesprochen gut. Der hiesige Stadtverkehr und die dortige Fahrweise vieler Marokkaner ist zwar nicht so sein Ding. Aber auf dem Land fühlt er sich pudelwohl. Und die prächtigen Landschaften gefallen ihm extrem gut. Er hat ganz offensichtlich den gleichen Geschmack wie wir.
21. Februar 2025 / Marokko / Telouet / Eingestürzte Kasbah
Die Kasbah (Burg) von Telouet gehörte lange zu den schönsten in ganz Marokko. Die zinnenbesetzte Burg war einst der Haupt- und Stammsitz des mächtigen Berberstammes der Glaoua. Dieser Stamm kontrollierte von hier aus über Jahrhunderte hinweg den Zugang zum Pass Tizi n’Tichka, der von Ouarzazate nach Marrakesch führt. Bei zwei früheren Marokko-Reisen konnte ich mich von der Schönheit der Burg überzeugen lassen. Leider hat ein starkes Erdbeben im September 2023 die Kasbah schwer beschädigt und später einstürzen lassen. Wenn man weiss, was für schöne Räume früher im Innern der Kasbah besichtigt werden konnten und wie malerisch diese von aussen aussah, dann schmerzt es, wenn man nur noch ein paar übriggebliebene Mauerreste vorfindet.
Auf dem Tizi n’Tichka Pass haben wir heute das mutmassliche Dach unserer Marokko-Reise erreicht. Die Passstrasse liegt im Hohen Atlas und verbindet Marrakesch mit Ouarzazate. Die Passhöhe liegt auf 2’160 Meter (fast auf der gleichen Höhe wie der Grimselpass). Es kommt immer wieder vor, dass der Pass in den Wintermonaten eingeschneit und gesperrt ist. Wir hatten Glück. Etliche Berge in der näheren Umgebung waren frisch eingeschneit und auch neben der Strasse hatte es gelegentlich noch Schneereste. Die Passstrasse, die mittlerweile recht gut ausgebaut ist, war aber bei wenig Verkehr gut zu befahren.
Der Souk (Markt) von Marrakesch gilt als der grösste und faszinierendste von ganz Marokko. Er umfasst ein ganzes Viertel nördlich vom Platz Jemaa el Fna. Insgesamt soll es in den vielen kleinen Gassen und Durchgängen über 3’000 Verkaufsstände geben. Der grösste Teil des Souk ist überdacht. Für Fremde ist es recht schwierig, die Orientierung zu behalten, gleicht doch der Souk einem riesigen Labyrinth, in dem es viele verwinkelte Durchgänge und etliche Sackgassen gibt. Leider gibt es immer weniger Handwerker, die noch vor Ort produzieren. Die Zahl der Touristen, die den Souk „überfluten“, nimmt stetig zu, was zur Folge hat, dass er immer stärker zu einem einzigen riesigen Souvenirmarkt verkommt. Schade. Aber das ist ganz offensichtlich der Gang der Zeit, den wir als Dauerreisende irgendwo auch mitzuverantworten haben.
20. Februar 2025 / Marokko / Marrakesch / Koutoubia-Moschee
Mit einer Million Einwohnern ist Marrakesch die viertgrösste Stadt Marokkos (hinter Casablanca, Tanger und Fès). Die Stadt liegt nördlich des Hohen Atlas auf einer Ebene auf 450 Meter Höhe. Die Altstadt von Marrakesch gehört bereits seit vierzig Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe. Eines der Wahrzeichen von Marrakesch ist die Koutoubia-Moschee. Die Moschee wurde im 12. Jahrhundert erbaut und ist die grösste und eine der ältesten der Stadt. Leider können wir sie nur von aussen betrachten. Anders als etwa in der Türkei ist es in Marokko Nicht-Muslimen gesetzlich verboten, Moscheen zu betreten.