Bewässerungssystem

23. Dezember 2024 / Spanien / El Algar / Bewässerungssystem

Es ist warm und trocken im Süden Spaniens. Die Durchschnittstemperatur in Cartagena liegt bei gut 18 Grad, die jährliche Niederschlagsmenge bei 270 Millimeter. Das ist viermal weniger als in Bern. Die intensive Landwirtschaft ist nur dank Bewässerung möglich. Fährt man über Land, stösst man gelegentlich auf Bewässerungssysteme. Ich stosse hier auch immer öfter auf Bilder, die mich stark an Marokko erinnern. Kein Wunder. Marrakesch ist „nur“ 900 Kilometer (Luftlinie) von Cartagena entfernt, Bern ist 1’250 Kilometer weit weg.

Hacienda el Pino

22. Dezember 2024 / Spanien / Los Urrutias / Hacienda el Pino

Nahe bei meinem heutigen Wendepunkt bin ich auf die Hacienda el Pino gestossen. Einem so grossen Landwirtschaftsbetrieb bin ich auf meiner Route seit langem nicht mehr begegnet. Was hier genau produziert oder verarbeitet wird entzieht sich leider meiner Kenntnis. Wie man auf der Foto sieht, haben sie am späteren Nachmittag einige Schleierwolken bemerkbar gemacht. Sonst durfte ich aber einmal mehr sehr viel Sonne und angenehme Temperaturen (bis 19 Grad) geniessen. Das soll noch drei Tage so bleiben, eh dann wieder vermehrt Wolken Einzug halten.

Molino de Quintin

22. Dezember 2024 / Spanien / San Pedro del Pinatar / Molino de Quintin

Eine Windmühle tief im Süden an Spaniens Mittelmeerküste? Auch nicht gerade das, was ich erwartet hätte. Die Windmühle hat hier aber absolut ihre Berechtigung. Denn in der Gegend gibt es riesige Salinen. Und die Windmühlen dienten früher dazu, Wasser in die Becken zu pumpen und Salz zu mahlen. Die Molino de Quintin wurde vor rund hundert Jahren erbaut. Die Windmühlen waren bis etwa 1970 in Betrieb, ehe sie durch elektrische Pumpen ersetzt wurden.

Torrevjeja

21. Dezember 2024 / Spanien / Torrevjeja / Torre del Moro

Das an der Costa Blanca liegende Torrevjeja zählt 85’000 Einwohner. Die Einwohnerzahl bezieht sich auf den Stand anfangs Jahr. Im Sommer liegt die Bewohnerzahl um ein Vielfaches höher. Interessant ist, dass die hier lebenden Spanier selbst im Winter eine Minderheit bilden (Ausländeranteil von über 50 Prozent). Die Rangliste der ausländischen Bewohner wird von den Briten angeführt, gefolgt von den Russen und den Deutschen. Die Schweiz hat es im Gegensatz etwa zu Irland oder China nicht unter die Top-20-Nationen geschafft. Ganz offenbar gibt es für Schweizer Zweitwohnungsbesitzer attraktivere Gegenden als Torrevjeja.

Torre de Tamarit

21. Dezember 2024 / Spanien / Santa Pola / Torre de Tamarit

Mitten in den Salzseen bei Santa Pola steht auf einer kleinen Insel der Torre de Tamarit. Sehr fotogen, wie ich finde. Ab hier beginnt für mich Neuland. Die Mittelmeerküste bis Santa Pola haben wir in den letzten Jahren mehrmals bereist. Ein Teil der Strecken, die ich in den letzten Tagen gefahren bin, kannte ich bereits. Auch die Städte und einige Dörfer war mir bekannt. Ganz im Süden Spaniens war ich hingegen seit bald fünfzehn Jahren nicht mehr. Ich bin sehr gespannt, was für Bilder und Eindrücke mich in den nächsten Wochen erwarten.

Santa Pola

21. Dezember 2024 / Spanien / Santa Pola / Salinen

Wider Erwarten hat es nun doch noch heftig geschneit in Spanien. Riesige Schneeberge haben sie zusammengestossen. Quatsch! Bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen von 16 Grad ist der Schnee natürlich sehr weit weg. Im Osten von Santa Pola wird noch in grösserem Stil Salz gewonnen. Die Strasse nach Torrevjeja führt mitten durch die riesigen Becken, in denen man das Wasser langsam verdunsten lässt. An verschiedenen Stellen wird das gewonnene Salz dann zu riesigen Salzbergen aufgetürmt.

Alicante

20. Dezember 2024 / Spanien / Alicante / Castell de Santa Bàrbara

Wer Alicante bei Regen erlebt, muss Pech haben. Denn die Stadt soll auf fast 3’000 Sonnenstunden pro Jahr kommen. Pech hatte ich nicht in Alicante, sondern rund zehn Kilometer weiter. Ich habe mir einen Platten eingefahren. Eigentlich kein Problem, war doch der Schlauch rasch gewechselt. Doch bevor ich losfahren konnte, gab es einen leichten Knall und der neue Schlauch war auch futsch. Kaum war mein Fluchen verstummt, kam mir ein spanischer Radfahrerkollege zu Hilfe und händigte mir seinen Reserveschlauch aus. Glück gehabt. Doch leider hielt dieser Schlauch auch nur rund zehn Kilometer. Teilweise zu Fuss, teilweise per Tram habe ich es dann geschafft, einigermassen zeitig zu Hopo zurückzukehren. Morgen wird nicht nur der Schlauch, sondern auch der Pneu gewechselt. Das wird dann hoffentlich ein Weilchen halten.

La Illeta dels Banyets

20. Dezember 2024 / Spanien / el Campello / La Illeta dels Banyets

Unmittelbar neben dem Hafen von el Campello kann man auf einer kleinen Halbinsel eine Ausgrabungsstätte besichtigen. Steinzeitmenschen, Iberer, Römer und viele mehr haben zwischenzeitlich auf der Halbinsel gelebt und ihre Spuren hinterlassen. Die ältesten Überbleibsel, auf die die Archäologen gestossen sind, sollen 5’000 Jahre alt sein. Die Illeta dels Banyets ist damit eine der bedeutendsten Fundstätten an der Mittelmeerküste. Dass sie ausgesprochen schön gelegen ist, wertet sie nochmals auf.

Benidorm

20. Dezember 2024 / Spanien / Benidorm / Westlicher Strand

Benidorm – auch Manhatten am Mittelmeer genannt – ist der Inbegriff für Massentourismus. Mehrere Millionen Britten und Holländer – und Urlauber aus etlichen weiteren Nationen – verbringen hier Jahr für Jahr ihre Sommerferien. Von der Grossstadt ab in den Urlaub in eine andere Grossstadt. Davon kann man halten, was man will. Genau gleich hält es sich mit der Architektur. Immerhin: wäre Benidorm statt in die Höhe in die Breite gebaut worden, wäre noch viel mehr verschandelt worden. Allen Bedenken zum Trotz gibt die Skyline in Kombination mit der Sandbucht und dem herrlich blauen Meer ein tolles Bild ab.