Cattolica

3. November 2025 / Italien / Cattolica / Rathaus

Wir sind wieder zurück in Italien. Cattolica gehört ebenfalls zu den Badeorten an der Adriaküste, um die wir bisher einen weiten Bogen geschlagen haben. Nachdem uns Rimini positiv überrascht hat, haben wir uns entschlossen, auch einmal nach Cattolica zu fahren. Dieses Mal blieb die positive Überraschung weitgehend aus. Das Rathaus im Stadtzentrum hat uns gut gefallen. Das war es dann aber auch schon. Den Rest des Zentrums kann man meiner Meinung nach vergessen. Schön sind noch der Hafen und die Strände. Um letztere zu geniessen, sind wir aber definitiv zu falschen Zeit hier.

Castel Sismondo in Rimini

2. November 2025 / Italien / Rimini / Castel Sismondo

Rimini hat mich positiv überrascht. Bisher habe ich immer einen grossen Bogen um den Badeort gemacht, weil ich mir einbildete, dass Rimini ausschliesslich aus seinem Strand, Hotels, Restaurants, Diskotheken, Supermärkten und Parkplätzen besteht. Rimini besitzt aber eine sehenswerte Altstadt mit schönen Plätzen und interessanten Bauwerken. Auch der Spaziergang entlang des Portocanale war eine Überraschung. Ich habe hier ausschliesslich Freizeitboote und Jachten erwartet. In Tat und Wahrheit gibt es aber noch eine Vielzahl von Fischerbooten, die hier anlegen, und hübsch anzusehen sind. Mein Bild von Rimini hat sich heute grundlegend verändert, und es war wohl nicht das letzte Mal, dass wir hier einen Halt eingelegt haben.

Rimini – Ponte di Tiberio

2. November 2025 / Italien / Rimini / Ponte di Tiberio

Endlich hat sich der Nebel in Norditalien verzogen. Zumindest an der Adriaküste war das heute der Fall. In Rimini haben wir einen schönen und angenehm warmen Vormittag verbringen dürfen, bevor dann immer mehr Wolken aufzogen. Die abgebildete 62 Meter lange und knapp 9 Meter breite Ponte di Tiberio stammt aus der Römerzeit. Die Arbeiten an der steinernen Bogenbrücke begannen unter Augustus und endeten unter seinem Nachfolger Tiberius im Jahr 20 nach Christus. Die über zweitausend Jahre alte Brücke ist noch erstaunlich gut in Schuss. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man die Brücken, die man heute baut, nach so langer Zeit noch wird nutzen können.

Dante Aligheri

1. November 2025 / Italien / Ravenna / Dante als Strassenbild von Kobra

Ravenna ist berühmt für seine vielen eindrücklichen Mosaike. In den einschlägigen Kreisen ist die Stadt auch für ihre beeindruckende Street Art bekannt, die über verschiedene Stadtteile verteilt ist. Speziell gut gefallen hat mir das Bild des brasilianischen Künstlers Kobra, das den italienischen Dichter und Philosophen Dante darstellt. Zwischen Dante und Ravenna gibt es einen sehr direkten Zusammenhang. Nach seiner Verbannung aus Florenz lebte Dante ab 1318 in Ravenna, wo er am 14. September 1321 verstarb.

Battistero Neoniano

1. November 2025 / Italien / Ravenna / Battistero Neoniano

Das Battistero Neoniano ist die Taufkapelle der Kathedrale von Ravenna. Das Battistero ist im späten 4.und frühen 5. Jahrhundert errichtet worden und gehört damit zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Stadt. Besonders schön ist die Mosaik besetzte Kuppel, die die Taufe Christi im Fluss Jordan darstellt. Christus steht im Wasser, Johannes der Täufer giesst Wasser über sein Haupt. Darum herum werden in einem Kreis die zwölf Apostel dargestellt.

Mausoleo di Galla Placidia

1. November 2025 / Italien / Ravenna / Mausoleo di Galla Placid

Ravenna ist bekannt für die Mosaiken, die man in mehreren Kirchen, einer Taufkapelle und einem Mausoleum besuchen kann. Eindrücklich sind sie alle. Den bleibendsten Eindruck hat bei mir das Mausoleum für die Kaiserin Galla Placidia hinterlassen, das im 5. Jahrhundert nach Christus erschaffen wurde. Die höher gelegenen Wände, die Kuppel und die Decken sind voll mit wunderschönen Mosaik-Sujets ausgestattet. Kein Wunder, dass das Museum seit bald dreissig Jahren zum UNESCO-Welterbe gehört.

Ravenna

1. November 2025 / Italien / Ravenna / Basilica di San Vitale

Der Nebel, der über der Po-Ebene hängt, hat sich auch heute hartnäckig gehalten. Eigentlich hätte sich gemäss Wetterberichten heute die Sonne an der Küste durchsetzen sollen. Sie hat es aber leider nicht geschafft. Ravenna haben wir daher heute grau in grau erlebt. Schade. Die Stadt mit ihren 150’000 Einwohnern hat aber auch an einem trüben Tag einiges zu bieten. Interessant ist, dass Ravenna bis im 3. Jahrhundert nach Christus eine Küstenstadt war. Aufgrund der fortlaufenden Versandung zog sich das Meer zusehends zurück. Bis an die Küste sind es heute gut acht Kilometer Luftlinie. Da hat sich eine ordentliche Menge Sand angesammelt.

Piacenza

31. Oktober 2025 / Italien / Piacenza / Piazza dei Cavalli

Italien haben wir gefunden. Das schöne Wetter leider noch nicht. In der Lombardei und der Emilia-Romagna war es heute trüb, nebelig und nass. Dafür sind wir auf der Strasse gut vorwärtsgekommen. Rund um Mailand hatte es relativ viel Verkehr. Sonst lief es aber überall rund, einschliesslich dem Gotthard. Wir sind heute bis nach Piacenza gefahren, einer alten Handelsstadt mit gut 100’000 Einwohnern, die siebzig Kilometer südöstlich von Mailand liegt. In der Stadt gibt es einige schöne Plätze, wie etwa die abgebildete Piazza dei Cavalli, und eine Vielzahl von Kirchen. Piacenza zählt sicher nicht zu den Top-Destinationen in Italien, eignet sich aber gut für einen Zwischenhalt auf dem Weg an die Adria oder in die Toskana. Uns zieht es an die Adria, oder genauer gesagt nach Ravenna. Dort sollten wir morgen die Sonne finden, die wir uns so sehr wünschen.

Italien

30. Oktober 2025 / Italien / Termoli / Altstadt (Foto von einer früheren Reise)

Wir brechen wieder einmal auf. Dieses Mal leider nur für kurze Zeit. Bloss knapp zwei Wochen stehen uns zur Verfügung, bevor es in der Schweiz wieder an Sitzungen geht. Wir versuchen, vor dem Einbruch des Winters noch möglichst viel Sonne und Wärme zu tanken. Und das, ohne allzu weit reisen zu müssen. Was wir suchen, werden wir in den zwei folgenden Wochen wohl am ehesten im Osten Italiens finden. Daher nichts wie los und ab Richtung Adria und dann der Küste entlang südwärts. Diese Region kennen wir bereits ein wenig. Wir erwarten daher keine spektakulären Neuentdeckungen, sondern wollen bloss etwas von der „Dolce Vita“ in unserem südlichen Nachbarland mitbekommen. Wohin uns unsere Reise genau hinführen wird, steht noch in den Sternen geschrieben.