Izola

1. Dezember 2025 / Slowenien / Izola / Hafen und Altstadt

Einen freien, legalen Parkplatz für ein Wohnmobil zu finden, ist an der slowenischen Riviera recht schwierig. Ich habe daher heute schnurstracks einen Stellplatz angesteuert und bin die interessantesten Orte mit dem Fahrrad abgefahren, was angesichts des kurzen slowenischen Küstenabschnitts nicht allzu streng war. Ich durfte dabei feststellen, dass es hier ausgezeichnete Radwege gibt und dass das Fahrrad das einzige Verkehrsmittel ist, mit dem man als Tourist bis in die Zentren kommt. Izola besitzt einen malerischen Hafen und eine kleine, aber hübsche Altstadt. Klein, aber fein.

Koper

1. Dezember 2025 / Slowenien / Koper / Titov Trg

Ich bin an der slowenischen Riviera. Sloweniens Adriaküste ist bloss knappe 47 Kilometer lang und wird wegen ihrer Schönheit auch als Riviera bezeichnet. Sie ist bekannt für ihre landschaftliche Vielfalt mit charmanten Küstenstädten wie Piran, Portoroz und Izola sowie für malerische Buchten. Hinzu kommt die Hafenstadt Koper, die 25’000 Einwohner zählt. Koper ist der wichtigste Seehafen Sloweniens und dazu auch ein bedeutender Industriestandort. Koper verfügt über eine hübsche Altstadt mit venezianischem Charme. Herz der Altstadt ist der Tito-Platz, der oft auch einfach als „Piazza“ bezeichnet wird.

Canal Grande in Triest

30. November 2025 / Italien / Triest / Canal Grande

Vor drei Wochen sind wir auf einem Vaporetto durch den Canal Grande in Venedig getuckert. Heute hat es mich wieder an einen Canal Grande verschlagen: an denjenigen von Triest. Die beiden Wasserwege lassen sich nur schwer vergleichen. Der Canal Grande von Venedig ist einmalig und übertrifft alles. Derjenige von Triest lässt sich aber auch sehen. Überhaupt hat mir die Stadt recht gut gefallen. Neben dem Hafen gibt es einen riesigen Platz (Piazza dell’Unita d’Italia) mit mehreren eindrücklichen Bauten. Oben auf dem Stadthügel findet man eine grössere Burganlage und die Kathedrale. Und überall dazwischen stösst man auf Ruinen grösserer und kleinerer römischer Bauten. Triest war ein würdiger Abschluss für meine drei Tage in Italien. Morgen Vormittag geht es rüber nach Slowenien, das nur noch einen Katzensprung entfernt ist.

Portogruaro

30. November 2025 / Italien / Portogruaro / Piazza della Repubblica

Auf dem Weg nach Triest habe ich in Portogruaro einen Zwischenstopp eingelegt. Das Städtchen zählt 25’000 Einwohner und besitzt eine hübsche Altstadt, die dem Fluss Lemene entlang errichtet wurde. Heute war in allen Gassen sehr viel Betrieb, da ein Weihnachtsmarkt abgehalten wurde. Ich gebe gerne zu, dass ich kein Fan von Weihnachtsmärkten bin. Der hier hat mir aber gut gefallen. Viele handwerkliche Arbeiten wurden angeboten, dazu leckere Lebensmittel und Essstände mit Angeboten aus aller Welt (als ob Italien nicht genug eigene Spezialitäten hätte). Die Kehrseite der Medaille: Aufgrund des grossen Besucherandrangs waren praktisch alle Parkplätze belegt. Irgendwie konnte ich Hopo dann aber doch noch unterbringen. Ganz legal war es wohl nicht. Die Polizei hatte aber anderes zu tun. Und in Italien ist es ja üblich, dass auf einem Parkplatz mit fünfzig markierten Parkfeldern mindestens neunzig Fahrzeuge untergebracht werden.

Treviso

29. November 2025 / Italien / Treviso / Cagnan Grande bei der Isola della Pescheria

Treviso ist die Heimatstadt von Benetton. Die vier Benetton-Geschwister sind in einem Vorort von Treviso geboren und haben hier 1965 ihr Geschäft gegründet. Nach Treviso bin ich nicht wegen der farbigen Pullover gereist, sondern wegen der schönen Altstadt. Diese wird von etlichen kleinen Kanälen durchzogen, was ihr ein spezielles Flair verleiht. Treviso kann sicher nicht mit dem dreissig Kilometer südlicher gelegenen Venedig verglichen werden. Das wäre verwegen. Dennoch hat es mir hier gut gefallen und ich bin froh, dass ich den kleinen Umweg hierhin unter die Räder genommen habe.

Vicenza

29. November 2025 / Italien / Vicenza / Piazza dei Signori

Etwa auf halber Strecke zwischen Mailand und Triest liegt Vicenza. Die Stadt wird aufgrund ihrer langjährigen Tradition als Zentrum für Schmuckherstellung und Schmuckdesign oft als die Goldhauptstadt Italiens bezeichnet. Ich habe mir weder Gold noch Schmuck zugelegt. Dafür habe ich am Vormittag bei recht frischen Temperaturen einen ausgedehnten Bummel durch Vicenzas Altstadt gemacht. Die Stadt ist bekannt für die Bauten des Renaissance-Architekten Andrea Palladio, die seit gut dreissig Jahren zum UNESCO-Welterbe zählen. Eindrücklich ist speziell die Piazza dei Signori, das Herz der Altstadt. Vicenza ist sicher sehenswert. Aufgrund der vorgängigen Lektüre des Reiseführers hätte ich mir aber fast ein wenig mehr erwartet. Trotzdem war es gut, hier einen längeren Stopp einzulegen.

Brescia

28. November 2025 / Italien / Brescia / Castello di Brescia

Ich habe sieben Wochen Zeit, um nach Athen zu fahren, und kann es daher gemütlich nehmen. Mitte Nachmittag habe ich Hopo in Brescia parkiert, wo ich auch übernachten werde. Brescia liegt achtzig Kilometer östlich von Mailand, zählt 200’000 Einwohner und verfügt über eine schöne Altstadt. Es gibt einige attraktive Plätze, einen eindrücklichen Dom und ein Schloss, das mitten in einer gepflegten Parkanlage liegt. Ein idealer Ort, um den ersten Reisetag ausklingen zu lassen.

Winterzauber in der Leventina

28. November 2025 / Schweiz / Airolo / Gotthardmassiv

Der Start ins Balkanabenteuer ist gut gelungen. Die Strassen waren überall trocken und es hatte verhältnismässig wenig Verkehr. Einzig in Mailand hat es kurz gestockt, weil auf einem Teilstück Gegenstände auf der Fahrbahn lagen. Durch den Gotthard lief der Verkehr hingegen absolut problemlos. Im Urnerland und in der oberen Leventina waren die Berghänge frisch verschneit und wunderbar anzuschauen. Gut, dass es so wenig Verkehr hatte, so dass man ab und zu einen Blick in die herrliche Landschaft werfen konnte.

Balkan

27. November 2025 / Bosnien und Herzegowina / Mostar / Stari Most

Den anstehenden Winter wollen wir in Südosteuropa verbringen, speziell in Griechenland und in der Türkei. Den ersten Teil der Reise werde ich alleine bewältigen. Während sieben Wochen will ich durch diverse Balkanstaaten nach Griechenland fahren. In Athen wird in der zweiten Januarhälfte Heidi dazustossen. Wir haben dann rund zwei Monate Zeit für die griechische Halbinsel und die Türkei eingeplant. Die Rückreise soll im Frühjahr 2026 über die östlichen Balkanstaaten erfolgen. Einige Länder und Regionen werden Neuland für uns sein. Wir freuen uns auf eine tolle Reise, die uns zum Teil über Wege führen wird, die noch nicht allzu stark ausgetreten sind und die zumindest auf den ersten Blick etwas abenteuerlich erscheinen.