Donau beim Eisernen Tor

14. Oktober 2024 / Rumänien / Dubova / Eisernes Tor

Wir haben heute einen Abstecher an die Donau unternommen. Wir sind genauer gesagt zum Eisernen Tor im Südwesten Rumäniens gefahren. Als Eisernes Tor wird die Passage nordöstlich von Duvova bezeichnet, bei der sich die Donau stark verengt. Auf beiden Seiten ragen hier die Felsen bis zu fünfhundert Meter in die Höhe (linkerhand auf rumänischer Seite, rechterhand auf serbischer Seite). Früher war das Eiserne Tor für Schiffe die gefährlichste Passage auf der ganzen Donau und durfte nur mit ortskundigen Lotsen passiert werden. Seit 1972 ist der Fluss auch hier gestaut, was ihn merklich entschärft hat. Bei schönstem Herbstwetter und gut zwanzig Grad Wärme haben wir das Eiserne Tor mit einem kleinen Boot durchfahren. Ein eindrückliches Erlebnis in einer wirklich spektakulären Landschaft.

Römische Tempelanlage

13. Oktober 2024 / Rumänien / Sarmizegetusa / Römische Ruinen

Gut zweitausend Jahre vor uns waren auch schon die Römer in Rumänien. Im kleinen Dorf Sarmizegetusa kann man die Überreste einer umfassenden römischen Bebauung besichtigen. Verglichen mit den Ausgrabungsstätten, die wir in Italien, Griechenland oder der Türkei gesehen haben, ist die Anlage von Sarmizegetusa nicht sehr spektakulär. Wegen der schönen Lage und der speziellen Stimmung am Himmel hat sich der Besuch für uns aber gleichwohl gelohnt

Mobiles Bienen-Hotel

13. Oktober 2024 / Rumänien / Hunedoara / Bienen-Camion

In ganz Rumänien sind wir immer wieder auf ältere Lastwagen gestossen, die zu fahrbaren Bienenstöcken umgebaut wurden. Je nach Blütenangebot wandern die Imker mit ihren Bienenvölkern von Region zu Region. Wanderimkerei nennt sich das. Wir sind uns nun am überlegen, wo wir hinten am Hopo einen Bienenstock anbringen können.

Protzvillen von Roma-Baronen

13. Oktober / Rumänien / Hunedoara / Roma-Paläste

In einem Quartier der Industriestadt Hunedoara sind wir heute auf mindestens zwanzig Prachtvillen gestossen, die alle spezielle Dächer hatten (wie asiatische Pagoden). Alles kam uns irgendwie suspekt vor. Im Internet sind wir darauf gestossen, dass es sich um die Villen von Roma-Clanbossen handelt. Am Rande haben wir auch noch die Beerdigung eines solchen Clanbosses mitbekommen. Durch die Stadt zog eine Musikkapelle. Dahinter ein Fahrzeug mit einem Wagen. Darauf ein weisser Sarg und rund zwanzig Leute, die alle lachten und einen fröhlichen Eindruck machten. Beim Haus des Verstorbenen stiessen wir dann auf Bilder von ihm und mehrere mindestens drei Meter hohe Blumengestecke und die Überreste eines ausschweifenden Festes. Alles machte einen sehr surrealen Eindruck auf uns und wir waren froh, weiterziehen zu können.

Märchenschloss

13. Oktober 2024 / Rumänien / Hunedoara / Schloss Corvinilor

Hunedoara ist eine Industriestadt mit 70’000 Einwohnern, die genau eine Sehenswürdigkeit hat: Schloss Corvinilor. Das mittelalterliche Schloss sieht dafür aber prachtvoll aus. Das Schloss fand seinen Niederschlag in der Weltliteratur, indem es in Jules Vernes Roman »In 80 Tagen um die Welt« Erwähnung findet. Früher soll bereits Dracula das Schloss mehrfach besucht haben. Für wirklich schöne Fotos waren wir heute leider zu spät vor Ort. Von zwei Seiten her ist das Schloss wegen Überbauungen kaum einsehbar. Und die beiden anderen Seiten lagen heute Nachmittag im Schatten. Schön war es für uns aber auch so.

Traditionelle Landwirtschaft

13. Oktober 2024 / Rumänien / Merisor / Heuhaufen

Auch in der Landwirtschaft trifft man in Rumänien auf erhebliche Gegensätze. Teilweise werden grosse Felder mit modernen Maschinen bearbeitet. Immer wieder sieht man aber auch, dass das Heu noch auf grossen Heuhaufen aufgestapelt und dann nach und nach abgetragen wird. Vermutlich hat man das vor Hunderten von Jahren schon genau gleich gemacht. Ähnlich präsentiert sich das Bild auf der Strasse. Hier dominieren zwar topmoderne Fahrzeuge. Tag für Tag begegnen wir aber auch noch etlichen Pferdefuhrwerken, die teilweise sogar noch auf viel befahrenen Überlandstrassen unterwegs sind.

Duschen mit Klosterwasser

13. Oktober 2024 / Rumänien / Kloster Lainici

Gestern konnten wir noch der Versuchung wiederstehen, unseren Frischwassertank (das Wasser benötigen wir primär zum Duschen und Waschen) mit Wasser aus einem Ziehbrunnen nachzufüllen. Als wir heute beim Kloster Lainici auf einen schön geschmückten Trinkwasseranschluss gestossen sind, hielt uns nichts mehr zurück. Wir haben unseren Tank mit Klosterwasser nachgefüllt und sind nun gespannt, wie unsere Körper morgen früh beim Duschen reagieren werden. Zurück zum Ziehbrunnen: wir sind heute durch eine Reihe von Dörfern gefahren, in denen es am Strassenrand und in den Gärten eine Vielzahl von Ziehbrunnen gab, die offenbar noch genutzt werden. Typisch für Rumänien. Man hat immer irgendwie das Gefühl, dass man sich zwischen der Moderne und dem Mittelalter hin und her bewegt.

Prachtvolles Kloster Lainici

13. Oktober 2024 / Rumänien / Lainici / Kloster

Auf unserer heutigen Fahrt westwärts sind wir an einer durchs Gebirge führenden Schnellstrasse auf ein Kloster gestossen, das wir nicht in unserer Planung hatten. Unser spontaner Entschluss, anzuhalten und das Kloster zu besichtigen, war goldrichtig. Das Kloster ist enorm gross und verfügt über eine wirklich prachtvolle Hauptkirche sowie etliche andere interessante Gebäude. Wir sind mitten in eine orthodoxe Prozession hineingeraten, was sehr eindrücklich war.

Farbiger Herbstwald

13. Oktober 2024 / Rumänien / Poienari / Padurea colorata

Der Herbst macht sich auch in Rumänien bemerkbar. Die Blätter färben sich bunt. Es sieht toll aus. Südlich von Sibiu sind wir auf ein Stück Wald gestossen, bei dem sogar die Baumstämme bunt eingefärbt waren. Mit dem Herbst scheint das kaum etwas zu tun zu haben. Was der tiefere Sinn der Bemalung der Baustämme ist, haben wir nicht herausgefunden. Lustig sah es aber auf alle Fälle aus.

Unsere Wachhunde

13. Oktober 2024 / Rumänien / Maldaresti / Freilichtmuseum

Auf dem Parkplatz des Freilichtmuseums von Maldaresti haben wir eine sehr ruhige Nacht verbracht. Am Morgen waren unsere beiden Wachhunde wieder – oder immer noch – da. In Rumänien haben wir jede Menge Strassenhunde angetroffen. Auf uns haben sie keinen leidenden Eindruck gemacht. Sie sehen natürlich ungepflegt aus. Aber wir sind nie auf einen Hund gestossen, der abgemagert aussah. Sie werden meist von den Einheimischen gefüttert oder finden sonst genug Nahrung. Mensch und Tier scheinen sich zu vertragen. Wir haben uns nie von einem Strassenhund bedroht gefühlt und wir sahen auch nie, dass jemand schlecht mit den Hunden umging. Sicher haben wir nicht alles mitbekommen. Nach dem, was wir gesehen haben, haben wir aber mehr Mitleid mit den Hunden, die irgendwo eingesperrt ein Gebäude bewachen müssen und die ganze Zeit dumm herumbellen, als mit den frei lebenden Strassenhunden.