Im Tal der Ammeln

18. Februar 2025 / Marokko / Tal der Ammeln / Anbdour

Nördlich von Tafraoute liegt die Gebirgskette des Jbel Lekst (der höchste Gipfel befindet sich auf 2’349 Metern). Darunter erstreckt sich das Tal der Ammeln. Tönt nach Insekten, ist es aber nicht. Die Ammeln sind ein hier lebender Berberstamm. Das Tal ist für marokkanische Verhältnisse sehr fruchtbar (Getreide, Gemüse, Obst, Feigen, Datteln, Mandeln). Die kleinen Dörfer kleben zum Teil wie Vogelnester an den Hängen der steil aufragenden Felswände. Eine wirklich traumhaft schöne Gegend.

Sprung in der Schüssel

18. Februar 2025 / Marokko / Tafraoute / Felsformationen

Die Nacht in der Steinwüste war total ruhig und wir haben herrlich geschlafen. Bei Sonnenaufgang (dieser ist bei uns aktuell um 8.15 Uhr) präsentierte sich die Landschaft in ihrem schönsten Gewand. Statt gleich loszufahren haben wir nochmals einen Spaziergang durch die bizarre Felslandschaft unternommen. Wobei Spazieren der falsche Ausdruck ist. Es war mehr ein Herumturnen und teilweise ein leichtes Herumklettern. Die Dimension, die die Felsbrocken zum Teil haben, ist gewaltig. Man beachte nur, wie klein der Blogschreiber mit seinen 1,93 Metern neben dem zweigespaltenen Koloss ist. Rund hundert Meter weiter haben wir noch einige frei lebende Gazellen gesehen. Schöner kann ein Tag kaum beginnen.

Tafraoute

17. Februar 2025 / Marokko / Tafraoute / Moschee

Wir sind wieder zurück in Tafraoute. Wir müssen mal wieder tanken und einkaufen, was abseits der grösseren Ortschaften eher schwierig ist. Als ich vor sieben Jahren das letzte Mal hier war, war Tafraoute noch ein kleiner verschlafener Marktfleck, eingebettet in einer wunderschönen Natur. Heute ist Tafraoute ein Camper-Hotspot. Rund um die Ortschaft gibt es etliche Camping- sowie Stellplätze. Viele Camper übernachten auch frei. Wir sind auch mutiger geworden und verbringen die kommende Nacht weit ausserhalb vom Dorf in der sehr schönen Steinlandschaft. Wir können einige Nachbarn erkennen. Diese sind aber allesamt mindestens hundert Meter entfernt. Wenn es schon so vielen freien Raum gibt, dann soll man ihn auch nutzen.

Unterwegs auf Schotterpisten

17. Februar 2025 / Marokko / Westlich vom Vallée d’Ait Mansour

Auf der Rückfahrt haben wir das Vallée d’Ait Mansour grossräumig umfahren (etwas anderes als grossräumige Umfahrungen gibt es hier in den Bergen gar nicht). Das Landschaftsbild hat sich grundlegend geändert. Hier sind wir mehrheitlich auf rötlich-braune Steinwüsten gestossen. Auch diese Landschaften sehen superschön aus, speziell bei so tollem Wetter wie heute. Die Strasse ist hier ebenfalls recht eng. An etlichen Stellen hat der Fluss Brücken und Übergänge weggespült. Diese Stellen sind nun auf kürzeren Schotterpisten zu umfahren. Ein 4×4-Antrieb ist nicht zwingend erforderlich, aber sicher kein Nachteil. Wichtig ist, dass man ausreichend Bodenfreiheit hat. Sportwagen haben hier definitiv nichts verloren.

Vallée d’Ait Mansour

17. Februar 2025 / Marokko / Vallée d’Ait Mansour / Dorf im Südosten

Im Vallée d’Ait Mansour gibt es eine stattliche Anzahl Einwohner. Im oberen, engeren Teil der Schlucht sind es bloss verstreute Ansammlungen von jeweils mehreren Häusern. Diese müssen noch mehrheitlich bewohnt sein, begegnet man doch auf der Strasse immer wieder Einheimischen. Im unteren Teil des Tals gibt es zwei ordentlich grosse Dörfer. Auch in den Seitentälern sieht man kleinere Weiler. Das abgebildete unterste Dorf ist zweigeteilt. Der Strasse entlang stehen die neueren Gebäude. Etwas abseits befindet sich der alte, recht zerfallene Ortsteil. Unten am Bach gibt es einen grossen Palmenhain. Wunderschön, das Ganze.

Vallée d’Ait Mansour

17. Februar 2025 / Marokko / Vallée d’Ait Mansour / Schlucht

Die Nacht eingangs des Vallée d’Ait Mansour war sehr ruhig. Tagsüber fahren nur wenige Fahrzeuge durch die enge Schlucht. In der Nacht gibt es praktisch keinen Verkehr mehr, da es speziell für Ortsunkundige viel zu gefährlich wäre, die enge, unübersichtliche Strasse zu befahren. Am Vormittag haben wir nochmals einen längeren (zweieinhalbstündigen) Spaziergang durch die Schlucht gemacht. Wirklich herrlich, die Oasenlandschaft mit den vielen Palmen, Mandel- und Olivenbäumen. Hopo hat Lunte gerochen und wollte auch in die Schlucht. Wir haben nachgegeben und haben die ganze Strecke auch noch auf vier Rädern bewältigt. Gut, dass es hier so wenig Verkehr hat, gibt es doch nicht überall ausreichend breite Ausweichstellen. Gestern war ich noch fest der Meinung, dass es eine Dummheit wäre, durch die Schlucht zu fahren. Heute bin ich froh, dass wir es gemacht haben. Die Fahrt war superschön.

Vallée d’Ait Mansour

16. Februar 2025 / Marokko / Vallée d’Ait Mansour / Oase

Das Vallée d’Ait Mansour ist eine fast zehn Kilometer lange Schlucht. Zu beiden Seiten ragen die kahlen Felsen steil in die Höhe. Im Talboden, den man durchwandern kann, wachsen Tausende von Palmen. Aktuell blühen zudem noch viele Mandelbäume. Der Tipp von Mohammed war wirklich gut. Eine so grosse und so schöne Oase haben wir noch nie gesehen. Es gefällt uns hier so gut, dass wir uns spontan entschlossen haben, hier zu übernachten, damit wir morgen Vormittag nochmals durch die Schlucht wandern können. Die zwei Franken, die wir hier auf dem überwachten Parkplatz für den Tag und fürs Übernachten bezahlen müssen, konnten wir gerade noch zusammenkratzen. Für eine Nacht mitten in Palmen hätten wir auch ein Mehrfaches gerne bezahlt,

Fahrt ins Vallée d’Ait Mansour

16. Februar / Marokko / Vallée d’Ait Mansour / Anfahrt

Auf Empfehlung des einheimischen Mohammed sind wir heute ins Vallée d’Ait Mansour gefahren. Bereits die Anfahrt durch die Berge ist recht spektakulär. Die Strasse ist schmal und kurvenreich. Da es wenig Verkehr hat, ist die Strecke aber auch mit einem Wohnmobil gut zu bewältigen. Lohnenswert ist es auf alle Fälle.

Felslandschaft bei Tafraoute

16. Februar 2025 / Marokko / Tafraoute / Felsformationen

Wer gerne auf Felsblöcken herumturnt, ist hier definitiv am richtigen Ort. Wer skurrile Felsformationen liebt, ebenfalls. Als Blogger hat man es nicht immer einfach. An gewissen Tagen hat man kaum Fotos, die es wert sind, hochgeladen zu werden. An anderen Tagen fällt die Auswahl extrem schwer, weil sich derart viele gute Fotos angesammelt haben. Heute ist wieder so ein Tag. Fotomotive gibt es in der Umgebung von Tafraoute wirklich in Hülle und Fülle.

Roches Peintes

16. Februar 2025 / Marokko / Tafraoute / Roches Peintes

Die Landschaft rund um Tafraoute ist ausserordentlich schön. Eine zusätzliche Note erhält sie noch durch die zahlreichen bemalten Felsen, die hier verstreut anzutreffen sind. 1984 färbte der belgische Künstler Jean Vérame zehn Felsblöcke in Blau. Seither sind weitere Felsformationen und weitere Farben hinzugekommen. Farbe in der Landschaft ist sicher Geschmacksache. Die meisten finden es attraktiv. Für die anderen hat es in der Umgebung genügend Felsformationen, die naturbelassen sind.