Traditionelle Landwirtschaft

13. Oktober 2024 / Rumänien / Merisor / Heuhaufen

Auch in der Landwirtschaft trifft man in Rumänien auf erhebliche Gegensätze. Teilweise werden grosse Felder mit modernen Maschinen bearbeitet. Immer wieder sieht man aber auch, dass das Heu noch auf grossen Heuhaufen aufgestapelt und dann nach und nach abgetragen wird. Vermutlich hat man das vor Hunderten von Jahren schon genau gleich gemacht. Ähnlich präsentiert sich das Bild auf der Strasse. Hier dominieren zwar topmoderne Fahrzeuge. Tag für Tag begegnen wir aber auch noch etlichen Pferdefuhrwerken, die teilweise sogar noch auf viel befahrenen Überlandstrassen unterwegs sind.

Duschen mit Klosterwasser

13. Oktober 2024 / Rumänien / Kloster Lainici

Gestern konnten wir noch der Versuchung wiederstehen, unseren Frischwassertank (das Wasser benötigen wir primär zum Duschen und Waschen) mit Wasser aus einem Ziehbrunnen nachzufüllen. Als wir heute beim Kloster Lainici auf einen schön geschmückten Trinkwasseranschluss gestossen sind, hielt uns nichts mehr zurück. Wir haben unseren Tank mit Klosterwasser nachgefüllt und sind nun gespannt, wie unsere Körper morgen früh beim Duschen reagieren werden. Zurück zum Ziehbrunnen: wir sind heute durch eine Reihe von Dörfern gefahren, in denen es am Strassenrand und in den Gärten eine Vielzahl von Ziehbrunnen gab, die offenbar noch genutzt werden. Typisch für Rumänien. Man hat immer irgendwie das Gefühl, dass man sich zwischen der Moderne und dem Mittelalter hin und her bewegt.

Prachtvolles Kloster Lainici

13. Oktober 2024 / Rumänien / Lainici / Kloster

Auf unserer heutigen Fahrt westwärts sind wir an einer durchs Gebirge führenden Schnellstrasse auf ein Kloster gestossen, das wir nicht in unserer Planung hatten. Unser spontaner Entschluss, anzuhalten und das Kloster zu besichtigen, war goldrichtig. Das Kloster ist enorm gross und verfügt über eine wirklich prachtvolle Hauptkirche sowie etliche andere interessante Gebäude. Wir sind mitten in eine orthodoxe Prozession hineingeraten, was sehr eindrücklich war.

Farbiger Herbstwald

13. Oktober 2024 / Rumänien / Poienari / Padurea colorata

Der Herbst macht sich auch in Rumänien bemerkbar. Die Blätter färben sich bunt. Es sieht toll aus. Südlich von Sibiu sind wir auf ein Stück Wald gestossen, bei dem sogar die Baumstämme bunt eingefärbt waren. Mit dem Herbst scheint das kaum etwas zu tun zu haben. Was der tiefere Sinn der Bemalung der Baustämme ist, haben wir nicht herausgefunden. Lustig sah es aber auf alle Fälle aus.

Unsere Wachhunde

13. Oktober 2024 / Rumänien / Maldaresti / Freilichtmuseum

Auf dem Parkplatz des Freilichtmuseums von Maldaresti haben wir eine sehr ruhige Nacht verbracht. Am Morgen waren unsere beiden Wachhunde wieder – oder immer noch – da. In Rumänien haben wir jede Menge Strassenhunde angetroffen. Auf uns haben sie keinen leidenden Eindruck gemacht. Sie sehen natürlich ungepflegt aus. Aber wir sind nie auf einen Hund gestossen, der abgemagert aussah. Sie werden meist von den Einheimischen gefüttert oder finden sonst genug Nahrung. Mensch und Tier scheinen sich zu vertragen. Wir haben uns nie von einem Strassenhund bedroht gefühlt und wir sahen auch nie, dass jemand schlecht mit den Hunden umging. Sicher haben wir nicht alles mitbekommen. Nach dem, was wir gesehen haben, haben wir aber mehr Mitleid mit den Hunden, die irgendwo eingesperrt ein Gebäude bewachen müssen und die ganze Zeit dumm herumbellen, als mit den frei lebenden Strassenhunden.

Wassernachschub für Hopo?

12. Oktober 2024 / Rumänien / Maldaresti / Brunnenhaus

Auf unserem Programm stand eigentlich noch der Besuch eines kleinen Freilichtmuseums nahe von Horezu. Leider waren wir zu spät und das Museum bereits geschlossen. Wir verschieben den Besuch auf morgen Vormittag und übernachten auf dem Museumsparkplatz. Ein absolut sicherer Ort, werden wir doch aktuell von einem grossen Strassenhund bewacht, der sich vor Hopo breitgemacht hat. An der Zufahrtsstrasse sind wir noch auf einen Ziehbrunnen gestossen, der sich in einem schön ausgemalten Häuschen befindet. Da die Tanks von Hopo noch voll sind haben wir darauf verzichtet, zu testen, ob das Wasser brauchbar ist. Mindestens zum Duschen würde es aber wohl taugen. Wir sind ja in den Bergen.

Kloster von Horezu

12. Oktober 2024 / Rumänien / Horezu / Kloster

Die Gegend, in der wir uns aktuell aufhalten, ist bekannt für ihre Klöster. Nach Curtea de Arges haben wir auch noch das Kloster von Horezu besucht, das 330 Jahre alt ist. Während unserem Besuch hielt sich eine rumänische Gruppe im Innenraum auf, die einen Sänger bei sich hatte, der ein Kirchenlied vortrug. Unheimlich schön in diesem wirklich prachtvollen Raum. Als die Gruppe abgezogen war, kamen wir noch mit einer älteren Nonne ins Gespräch, die ein wenig französisch sprach. Sie erklärte uns einiges und zündete dann auch noch ein stärkeres Innenlicht an, damit wir die Wandmalereien und Ikonen besser betrachten konnte. Eine Ehre, die der rumänischen Gruppe und ihrem talentierten Sänger zuvor nicht zuteil wurde. Das Kloster von Horezi ist wirklich ein eindrückliches Baudenkmal, dessen Besuch wir nur wärmstens empfehlen können.

Wunderbare Klosterkirche

12. Oktober 2024 / Rumänien / Curtea de Arges / Kloster

Die Klosterkirche von Curtea de Arges soll eines der kunsthistorisch wertvollsten Baudenkmäler Rumäniens sein. Sie wird auch recht stark frequentiert. Während unseres Aufenthalts war sie stets gut gefüllt. Der ganze Innenraum der Kirche ist bis hinauf in die Kuppel prachtvoll mit farbigen biblischen Darstellungen geschmückt. Im Altarraum hängen eine Vielzahl von Ikonen. Beeindruckend.

Kloster von Curtea de Arges

12. Oktober 2024 / Rumänien / Curtea de Arges / Kloster

Wir haben Bukarest verlassen. Unsere Rückreise hat begonnen. Wir haben im Sinn, über Ungarn, Slowenien und Österreich in die Schweiz zurückzukehren. Zum Glück müssen wir uns nicht beeilen. Wir bleiben voraussichtlich noch drei Tage in Rumänien und werden uns danach auch noch in den anderen Ländern das eine oder andere anschauen können. Heute sind wir in Richtung Siebenbürgen gefahren und haben uns in Curtea de Arges das Kloster angeschaut, das am Rande der Stadt liegt. Ein eindrücklicher Bau, der uns sowohl aussen als auch innen sehr gut gefallen hat.

Ältestes Gebäude von Bukarest

11. Oktober 2024 / Rumänien / Bukarest / Biserica Sfântul Anton

Die Verkündigungskirche ist das Gebäude in der Bukarester Altstadt, das uns am besten gefallen hat. Die Kirche wurde um 1550 erbaut und ist damit das älteste erhaltene Bauwerk von Bukarest. Wir hatten das Glück, dass wir wettermässig zum absolut richtigen Zeitpunkt bei der Kirche waren und sie bei strahlend blauem Himmel ablichten konnten. Dieser verflüchtigte sich alsbald. Für morgen ist wieder einmal Regen angesagt. Dann werden wir aber nicht mehr in Bukarest sein. Wir haben uns entschlossen, weiterzuziehen. Was wir von Bukarest sehen wollten, haben wir gesehen. Die Stadt hat sicher vieles zu bieten. Richtig gepackt hat sie uns aber nicht. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass wir in den letzten Tagen so viel Schönes gesehen haben, dass das Level nur noch schwer zu halten war.