13. Teilstrecke vom 3. Oktober 2025

Strecke: Étang de Lers – Port de Lers – Tarascon-sur-Ariège – Pas de Soulombrie (und zurück)

Streckenlänge: 87 Kilometer / 1’800 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (13 Tagesetappen): 1’214 km / 30’700 Höhenmeter

Heutige Pässe: Port de Lers (22. Pass / 1’517 m / beidseitig befahren) und Pas de Soulombrie (23. Pass / 911 m / erst Westseite befahren)

Vom Col d’Agnes herkommend ist der Port de Lers einfach zu befahren. Es sind bloss 220 Höhenmeter zu überwinden, die Steigungen sind moderat. Die Ostseite des Port de Lers ist hingegen happig. Speziell im unteren Teil gibt es einige längere Rampen mit einer ordentlichen Steigung (gut zehn Prozent). Beim Pas de Soulombrie gibt es nur gut 400 Höhenmeter zu bewältigen. Die Westseite, die ich heute befahren habe, ist nicht sehr steil.

Heute habe ich deutlich weniger Höhenmeter bewältigt als in den letzten Tagen. Ich habe mich bewusst etwas geschont. Morgen möchte ich einen Abstecher nach Andorra unternehmen. Und da geht es auf 2’408 Meter hinauf. 

12. Teilstrecke vom 2. Oktober 2025

Strecke: Sentenac-d’Oust – Seix – Col de Latrape – Aulus-les-Bains – Col d’Agnes – Étang de Lers (und zurück)

Streckenlänge: 88 Kilometer / 2’500 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (12 Tagesetappen): 1’127 km / 28’900 Höhenmeter

Heutige Pässe: Col de Latrape (20. Pass / 1’111 m / beidseitig befahren) und Col d’Agnes (21. Pass / 1’570 m / beidseitig befahren)

Der Col de Latrape ist von beiden Seiten her kurz (bloss gut 400 Höhenmeter) und einfach zu befahren (nur knapp acht Prozent Steigung). Relativ schwer ist hingegen die Südseite des Col d’Agnes. Hier sind gut 800 Höhenmeter zu überwinden und speziell im unteren Teil ist die Strasse im Durchschnitt um die zehn Prozent steil (mit einigen steileren Rampen). Einfach ist hingegen die Nordseite, falls man vom Col de Lers herkommt. Hier gilt es bloss knapp 300 Höhenmeter zu überwinden, ohne dass es irgendwo richtig steil wird. Auf beiden Seiten befindet man sich in einer wunderbaren Berglandschaft. Von den 21 bisher befahrenen Pyrenäenpässen ist der Col d’Agnes landschaftlich der schönste.

11. Teilstrecke vom 1. Oktober 2025

Strecke: Pont de l’Oule – Col de Portet-d’Aspet – Audressein – Col de la Core – Sentenac-d’Oust (und zurück)

Streckenlänge: 96 Kilometer / 2’500 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (11 Tagesetappen): 1’039 km / 26’400 Höhenmeter

Heutige Pässe: Col de Portet-d’Aspet (18. Pass / 1’069 m / beidseitig befahren) und Col de la Core (19. Pass / 1’395 m / beidseitig befahren)

Der Westaufstieg zum Col de Portet-d’Aspet ist nur gut vier Kilometer lang, die Höhendifferenz „bloss“ 420 Meter. Der Aufstieg ist aber hart. Die durchschnittliche Steigung beträgt knapp zehn Prozent mit einer Spitzensteigung von 17 Prozent. Besonders im unteren Teil kommt man gehörig ins Schwitzen. Die Ostseite ist deutlich länger, aber weniger steil und gut zu befahren. Beim Col de la Core sind beide Seiten eher flach (maximal acht Prozent Steigung). Der Pass ist daher beidseitig angenehm zu befahren.

10. Teilstrecke vom 30. September 2025

Strecke: Col du Portillon – Bossòst (E) – Saint-Béat – Col de Menté – Pont de l’Oule (und zurück)

Streckenlänge: 98 Kilometer / 2’500 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (10 Tagesetappen): 943 km / 23’900 Höhenmeter

Heutige Pässe: Col du Portillon (16. Pass / 1’293 m / jetzt beidseitig befahren) und Col de Menté (17. Pass / 1’349 m / beidseitig befahren)

Die Ostseite (spanische Seite) des Col du Portillon ist schön zu befahren. Der Einstieg ist sanft, dann wird die Strasse kontinuierlich etwas steiler, übersteigt aber nie die neun Prozent. Die Westseite des Col de Menté war heute der steilste Aufstieg. Über längere Passagen hinweg steigt die Strasse mit zehn Prozent Steigung oder sogar etwas mehr an. Die Ostseite des Col de Menté beginnt zuerst recht flach und beinhaltet unten eine ordentliche Gegensteigung. Im oberen Teil ist der Pass dann steiler, meist aber unter zehn Prozent. Die Passtrassen sind gut ausgebaut und es hat wenig Verkehr. Anders sieht es zwischen den beiden Pässen aus. Das Verkehrsaufkommen zwischen Bossòst (Spanien) und Saint-Béat ist hoch, die Strasse aber auch recht breit, so dass alles im grünen Bereich liegt.

9. Teilstrecke vom 29. September 2025

Strecke: Loudenvielle – Col de Peyresourde – Bagnères-de-Luchon – Col du Portillon (und zurück)

Streckenlänge: 72 Kilometer / 2’300 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (9 Tagesetappen): 845 km / 21’400 Höhenmeter

Heutige Pässe: Col de Peyresourde (15. Pass / 1’569 Meter hoch / beidseitig befahren) und Col du Portillon (16. Pass / 1’293 m / erst Westseite befahren)

Die drei heutigen Aufstiege schätze ich als mittelschwer ein. Die Auffahrten zum Col de Peyresourde sind eher lang (knapp 1’000 Meter Höhenunterschied bei der Ostseite), aber nicht sehr steil (oft um die acht Prozent). Der Aufstieg zum Col du Portillon ist kürzer, aber steiler. Einzelne Rampen sind hier um die zehn Prozent steil (oder sogar leicht drüber).

Die heutige Tagesstrecke ist die bisher kürzeste, weil es zwischen den Pässen nur kurze Flachstücke gab. Um auf eine ordentliche Distanz zu kommen, hätte ich noch die Ostseite des Col du Portillon fahren müssen. Das war mir dann aber doch zu viel. Morgen ist ja schliesslich auch noch ein Tag.

8. Teilstrecke vom 28. September 2025

Strecke: Col d’Aspin – Arreau – Col d’Azet – Loudenvielle (und zurück)

Streckenlänge: 88 Kilometer / 2’400 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (8 Tagesetappen): 773 km / 19’100 Höhenmeter

Heutige Pässe: Col d’Aspin (13. Pass / 1’489 Meter hoch / nun beidseitig befahren) und Col d’Azet (14. Pass / 1’580 m / beidseitig befahren)

Die drei heutigen Aufstiege (Ostseite des Col d’Aspin und beide Seiten des Col d’Azet) sind mittelschwer. Es gilt jeweils eine Höhendifferenz von gut 700 Metern zu überwinden. Die Steigungen betragen überwiegend um die acht Prozent, mit Spitzen bis zu zehn Prozent. Selbst für müde Tourmalet-Beine ist das gut verkraftbar. Die Strassen sind eher eng, aber für Fahrräder kein Problem (selbst für das Kreuzen mit Wohnmobilen bleibt genug Platz). Das Verkehrsaufkommen ist unterschiedlich. Der Col d’Aspin wird sowohl von Autos, Motorrädern als auch Fahrrädern recht stark befahren. Beim Col d’Azet hat es hingegen nur wenig Verkehr.

7. Teilstrecke vom 27. September 2025

Strecke: Barèges – Col du Tourmalet – Sainte-Marie de Campan – Col d’Aspin (und zurück)

Streckenlänge: 83 Kilometer / 2’800 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (7 Tagesetappen): 685 km / 16’700 Höhenmeter

Heutige Pässe: Col du Tourmalet (12. Pass / 2’115 Meter hoch / beidseitig befahren) und Col d’Aspin (13. Pass / 1’489 Meter hoch / erst die Westseite befahren)

Der Col du Tourmalet ist bezüglich Länge und Höhendifferenz vergleichbar mit einem durchschnittlichen Schweizer Alpenpass. Auch das Gefälle (mehrheitlich zwischen acht und zehn Prozent) ist vergleichbar. Neckisch ist, dass beim Westaufstieg das absolut steilste Stück unmittelbar vor der Passhöhe kommt. Für die letzten zweihundert Meter sollte man daher unbedingt noch ein paar Körner vorrätig haben. Wer einen Schweizer Pass schafft, der wird auch den Tourmalet ohne Schwierigkeiten bewältigen. Die Westseite des Col d’Aspin ist relativ einfach zu befahren, da die Höhendifferenz bloss 700 Meter beträgt. Lange geht es mit leichter Steigung in ein Tal hinein. Erst auf den letzten fünf Kilometern steigt es kontinuierlich an (zwischen sieben und acht Prozent). Die Ostseite sieht etwas schwieriger aus. Wie sie zu befahren ist, kann ich morgen beschreiben.

6. Teilstrecke vom 26. September 2025

Streckenlänge: 112 Kilometer / 2’300 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (6 Tagesetappen): 602 km / 13’900 Höhenmeter

Heutige Pässe: Ostseite vom Col d’Aubisque (10. Pass / 1’709 Meter hoch / nun beidseitig befahren) und Col du Soulor (11. Pass / 1’474 Meter hoch / beidseitig befahren)

Von Osten her ist der Col d’Aubisque einfach zu befahren. Vom Col du Soulor geht es auf rund 1’360 Meter herunter. Dann folgt die Strasse leicht ansteigend einer Bergflanke entlang. Die dann noch verbleibenden knapp dreihundert Höhenmeter sind maximal acht Prozent steil. Noch einfacher ist die Westseite des Col du Soulor. Nach einer kürzeren Abfahrt vom Col d’Aubisque gilt es nur noch gut hundert Höhenmeter mit moderaten Steigungsprozenten zu bewältigen. Die Ostseite des Col du Soulor ist zwar lang (zwanzig Kilometer ab Argelès-Gazost), aber nirgends wirklich steil. Landschaftlich ist der Col du Soulor eindeutig der schönste Pass auf meiner bisherigen Tour. Weil ich bei der Rückkehr zum heutigen Tagesparkplatz in Argelès-Gazost noch gute Beine hatte und das schöne Wetter ausnutzen wollte, bin ich noch ein Stück weit in Richtung des Col du Tourmalet gefahren (bis nach Barèges auf gut 1’200 Metern Höhe).

5. Teilstrecke vom 25. September 2025

Streckenlänge: 105 Kilometer / 2’700 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (5 Tagesetappen): 490 km / 11’600 Höhenmeter

Heutige Pässe: Col de Marie-Blanque (9. Pass / 1’035 Meter hoch / beidseitig befahren) und Col d’Aubisque (10. Pass / 1’709 Meter hoch / erst von Westen her befahren)

Beim Col de Marie-Blanque gilt es von Westen her einen Höhenunterschied von rund 700 Metern zu überwinden. Der Anstieg im unteren Teil ist sanft. Oben beträgt das Gefälle dann aber über mehrere Kilometer hinweg um die zwölf Prozent, was ich als anstrengend taxiere. Von Osten her ist der Pass dagegen leicht zu bewältigen. Die Höhendifferenz beträgt hier rund 600 Meter, die Steigung beläuft sich auf maximal acht Prozent. Rund vier Kilometer vor der Passhöhe erreicht man das Plateau du Bénou, ab dem die Strasse nur noch wenig ansteigt. Mit einer Höhe von 1’709 Metern ist der Col d’Aubisque der zweithöchste Pass der Route des Cols. Gestartet wird in Laruns auf gut 500 Metern Höhe. Die Steigung beträgt nirgends mehr als zehn Prozent, so dass die Westaufstieg zwar lang, aber nicht sehr schwer ist.

4. Teilstrecke vom 24. September 2025

Streckenlänge: 76 Kilometer / 2’500 Höhenmeter

Bisherige Gesamtstrecke (4 Tagesetappen): 385 km / 8’900 Höhenmeter

Heutige Pässe: Col du Soudet (6 Pass / 1’533 Meter hoch / beidseitig befahren), Col de Labays (7. Pass / 1’533 Meter hoch / beidseitig befahren) und Col d’Ichère (8. Pass / 674 Meter hoch / beidseitig befahren).

Der Aufstieg zum Col du Soudet war bisher der längste. Von Westen her kommend steigt er von 300 auf 1’533 Meter an. Unten ist es recht flach, im oberen Sektor hat es dann einige steile Passagen. Der Col de Labays ist eigentlich nur von Nordosten her eine Passstrasse. Von Westen her ist der Pass ein Abzweiger von der Soudet-Strasse, so dass man Null Höhenmeter zu bewältigen hat. Dafür ist der Pass von Nordosten her kommend recht lang (15 Kilometer), aber nirgends überaus steil. Der letzte Pass des heutigen Tages, der Col d’Ichère, ist „bloss“ 674 Meter hoch und von beiden Seiten her relativ einfach zu bezwingen. Die Landschaft in den Pyrenäen ist rau, und so war heute auch das Wetter. Meist war es stark bewölkt und kalt. Aber solange es nicht regnet ist alles gut.