Youghal

19. Juli 2024 / Irland / Youghal / Hafen

Dungarvan haben wir morgens bei Nieselregen verlassen. Doch damit nicht genug. Bald schon kommt zum Regen auch noch dicker Nebel hinzu. Ein richtiges Hundewetter. Innerlich haben wir den Tag schon fast abgeschrieben. Was für eine Erleichterung, als sich nahe von Ardmore der Himmel plötzlich auftut. Ein richtiger schöner Tag soll es nicht werden. Aber mittlerweile sind wir schon zufrieden, wenn es nicht regnet und gelegentlich kurz die Sonne durchscheint. Youghal, das wir kurz besuchen, ist ein altehrwürdiges Mark- und Fischerstädtchen. Mit Fischen ist es allerdings gerade etwas schwierig. Aber keine Sorge: in rund sieben Stunden ist die nächste Flut da.

Ebbe und Flut in Dungarvan

18. Juli 2024 / Irland / Dungarvan / Südlich vom Hafen


Wir legen heute einen Ruhetag ein. Hopo hat ein Päuschen verdient. Eigentlicher Grund für den Verbleib in Dungarvan ist aber das garstige Wetter. Den ganzen Tag über ist es stark bewölkt, es windet zum Teil heftig und meist geht ein lästiger Nieselregen nieder. Das bremst unseren Entdeckergeist erheblich ein. Wir beschränken uns auf kürzere Spaziergänge dem Meer entlang und ins Dorfinnere und hängen sonst rum. Und wir schauen dem Meer und den Gezeiten zu. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt hier rund zwei Meter. Kein Vergleich zum Tidenhub in der Bretagne, der dort bis zu vierzehn Metern betragen kann. Aber gleichwohl faszinierend, zu sehen, wie das Meer im Takt von gut zwölf Stunden kommt und geht.

Grosszügiges Dungarvan

17. Juli 2024 / Irland / Dungarvan / Hafenbecken


Mitte Nachmittag erreichen wir Dungarvan. Unsere Tagesration an Streckenkilometern haben wir auf gut hundert reduziert. Und diese haben wir recht zügig hinter uns gebracht. Die Verbindungsstrassen zwischen den einzelnen Städten sind überraschend gut ausgebaut (zumindest hier im Südosten). Sobald man die Hauptstrassen verlässt wird es aber eng. Extrem eng sogar (noch deutlich enger, als wir es uns von England her schon ein wenig gewohnt sind). Aber die Iren sind zum Glück sehr rücksichtsvoll und man fährt hier langsam. Unser heutiger Etappenort Dungarvan ist ein lebhafter Küstenort, der über schöne Sandstrände verfügt. Und was wir besonders zu schätzen wissen: der Ort bietet den Gästen eine Vielzahl freier Parkplätze in bester Lage direkt am Meer an und auch Camper sind hier willkommen. Da werden wir sicher gut nächtigen.

Wexfort

17. Juli 2024 / Irland / Wexfort / Crescent Quay

Meine erste Velofahrt auf irischem Boden führt mich nach Wexfort im südöstlichsten Zipfel der grünen Insel. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war Wexfort eine blühende Hafenstadt. Die Versandung des Hafens setzte dem ein Ende. Heute dominiert die Industrie. Die Altstadt wirkt eher düster, der Hafenquai (offenbar ist man den Sand wieder losgeworden) dafür sehr ansprechend. Und vor allem war die Fahrt nach Wexfort sehr abwechslungsreich.

Badeferien in Irland?

17. Juli 2024 / Irland / Saint Margaret’s Beach

Rund um den Fährhafen von Rosslare ist es schwierig, einen freien Platz zum Übernachten zu finden. Unsere erste Nacht haben wir daher auf dem Campingplatz von Saint Margaret’s Beach verbracht. Zu meiner Überraschung hat der Ort tatsächlich einen ganz passablen Sandstrand zu bieten. Tageshöchsttemperaturen von rund 20 Grad und Wassertemperaturen, die wohl deutlich darunter liegen, wirken auf mich aber recht abschreckend. Die Iren sind da deutlich härter im Nehmen. Es gibt tatsächlich einige Verwegene, die es ins Wasser wagen. Ich lasse es lieber sein. Baden ist ohnehin nicht meine grosse Passion. Bei diesen Bedingungen erst recht nicht.

Fährhafen Pembroke

16. Juli 2024 / Wales / Pembroke / Pembroke Castle


Die im Südwesten von Wales liegende Hafenstadt Pembroke wird von einer mittelalterlichen Burg überragt. Darunter schmiegt sich die Altstadt an den Burghügel. Schön, dass die Burg von drei Seiten her gut einsehbar ist und sehr fotogen wirkt. Pembroke ist neben Holyhead der zweite bedeutende walisische Fährhafen für Überfahrten nach Irland. Der Hafen liegt an einer fjordartigen Meeresbucht, was zur Folge hat, dass man während fast einer Stunde der walisischen Küste folgt. Bei tollem Wetter wie heute ein Genuss. Wir verlassen Wales vor drei Uhr nachmittags und erreichen Irland kurz vor sieben Uhr abends. Damit haben wir gut sechs Tage gebraucht, um von der Schweiz aus nach Irland zu reisen. Keine schlechte Leistung, wollen wir doch bewusst entschleunigen.

Altehrwürdige Burg Carew

16. Juli 2024 / Wales / Carew / Carew Castle

Wales ist reich an Burgen. Auf unserer Fahrt zum Fährhafen Pembroke machen wir einen kurzen Abstecher zur Burg Carew. Diese hat im ausführlichen Baedeker-Reiseführer keinen Platz gefunden, gefällt uns aber dennoch sehr gut. Direkt neben der Burg verläuft der Carew River. Bei Flut reicht das Meer bis hin zur Burg. Bei unserem Besuch herrscht gerade Ebbe (Ebbe beim Gewässer und zum Glück noch nicht in unserer Reisekasse), so dass nur ein Rinnsal  und viel matschige Erde übrigbleibt. Um die Burg und um den Carew River führt ein Spazierweg, auf dem man auch auf eine alte Mühle trifft. Wirklich ein lohnender Abstecher.

Viel Regen und viele Staus in England

15. Juli 2024 / Wales /
Southerndown

Eigentlich haben wir uns vorgenommen, noch mindestens eine Stadt in England anzuschauen. Aber das Wetter ist mies und verdirbt uns die Lust auf einen Stadtbummel. So entschliessen wir uns, zügig Richtung Wales zu fahren, um morgen eine Fähre ab Pembroke zu erwischen. Schneller gesagt als gefahren. Überall auf der Strecke von Dover nach Cardiff hat es Staus, die Nerven und Zeit kosten. Gegen sieben Uhr abends haben wir es dann doch noch geschafft. Wir übernachten an einem schönen Örtchen direkt über dem Meer, das wir aus dem Vorjahr kennen. Wild campen ist eigentlich auch in Wales verboten. Auf Autobahnraststätten und bei Einkaufscentern geht es gar nicht, weil hier die Ankunfts- und Abfahrtszeiten meist elektronisch erfasst werden und anschliessend gebüsst wird. Auf öffentlichen Parkplätzen ausserhalb der Ortschaften wird hingegen meist ein Auge zugedrückt (wenn man überhaupt gesehen wird). Hoffen wir doch, dass das auch diese Nacht der Fall sein wird.

Ankunft in Dover

15. Juli 2024 / England / Dover / Kreidefelsen im Nordosten


Pünktlich um 9.40 Uhr fährt unsere Fähre in Calais ab. Um 10.10 Uhr kommen wir in Dover an. Nur eine halbe Stunde für die Fahrt über den Ärmelkanal? Nein, eineinhalb Stunden. Aber in England gehen die Uhren eine Stunde hinter uns her. Die Überfahrt war ganz ruhig, die Fähre wohl nur zu einem Drittel voll. Das herrliche Wetter vom Vortag hat sich leider verzogen. Noch ist es trocken. Aber das wird leider nicht mehr lange so bleiben. Und nun gilt es, sich null Komma plötzlich auf den Linksverkehr einzustellen.

Der Autor gibt sich zu erkennen

14. Juli 2024 / Frankreich / Calais / Marché de Calais Nord

Bisher sind in diesem Blog nur Fotos von Hopo erschienen. Richtig so, schliesslich ist es sein Reiseblog. Am französischen Nationalfeiertag soll nun aber eine Ausnahme gemacht werden. Ich komme aus der Deckung und veröffentliche ein Bild von mir. Warum man mir mitten im Zentrum von Calais diesen Stein gewidmet hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Anyway, ich fühle mich geehrt.