Spezielle Abendstimmung

22. Juli 2024 / Irland / Sneem / Goosey Island Motorhome Park

Nach drei Nächten an durchwegs schönen Plätzen im Freien haben wir mit Hopo wieder einmal einen bezahlten Stellplatz angefahren. Zwei Tanks mussten entleert, der Wassertank wieder gefüllt werden. Zu unserer Überraschung waren die besten Plätze direkt am Wasser noch frei. So nächtigen wir wieder einmal unmittelbar am Meer. In Italien, Frankreich oder Spanien müssten wir für so einen Platz zuvorderst an der Front wohl einen satten Zuschlag berappen. Erneut können wir bequem von unserer guten Stube aus verfolgen, wie sich das Meer – oder besser gesagt der bei Sneem tief ins Land hineinreichende Meeresarm – allmählich entleert. Kurz vor dem Eindunkeln dürfen wir noch eine ganz spezielle Stimmung miterleben. Dass es wieder regnet stört für einmal nicht.

Etwas Farbe an einem trüben Tag

22. Juli 2024 / Irland / Caherdaniel / Derryname National Historic Park

Die Küsten der Halbinsel Iveragh westlich von Killarney sollen wunderschön sein. Sie sollen zum schönsten zählen, was Irland zu bieten hat. Bestätigen können wir es leider nicht – oder noch nicht. Denn auf unserer Fahrt über die Panoramastrasse rund um die Halbinsel, den sogenannten Ring of Kerry, sind wir primär auf Nebel und auf Regen gestossen. Wahrlich kein schöner Tag heute. Die besten Momente haben wir am Strand des Derryname National Historic Park erlebt. Auch hier war der Himmel stark bewölkt. Aber wenigstens hat es für einen Moment nicht geregnet. Und einige Pflanzen haben etwas Farbe in die sonstige Tristesse gebracht. Auf halber Strecke haben wir die Rundfahrt abgebrochen. Morgen soll das Wetter besser sein. Wir sind doch sehr gespannt und hoffen das Beste.

Irland wie aus dem Bilderbuch

21. Juli 2024 / Irland / Gap of Dunloe / Brücke beim Black Lough

Die Velofahrt in den Nationalpark ist mir irgendwie zu wenig. Ich will den See ganz umrunden. Leichter gesagt als getan. Damit man den See, oder besser gesagt die drei nahe beieinander liegenden Seen umrunden kann muss, man einen gehörigen Umweg durch die nahen Berge auf sich nehmen. Der erste Anstieg (weitere werden noch folgen) führt zum Pass Gap of Dunloe, 250 Meter hoch und bei Wanderern äusserst beliebt. Die Natur ist wirklich beeindruckend: mehrere Bergseen, Gebirgsbäche, alte Steinbrücken, grasende Schafe. Irland wie aus dem Bilderbuch. Nur der aufziehende Regen trübt die Freude. Doch das ist die Sichtweise eines sonnenverwöhnten Mitteleuropäers. Ein Ire, dem ich unterwegs begegnet bin und der auf seinem Rennrad unterwegs war, meinte „it’s lovely today“. Bestes Velofahrerwetter, richtig zum geniessen. Die spinnen, die Iren.

Killarney-Nationalpark

21. Juli 2024 / Irland / Killarney-Nationalpark / Muckross Lake

Der irische Hochsommer war von kurzer Dauer. Der heutige Morgen empfängt uns wieder einmal mit Nieselregen und einem stark bewölktem Himmel. Wir fahren nach Killarney, einem der touristischen Hotspots Irlands. Die im Südwesten Irlands gelegene Kleinstadt (15’000 Einwohner) liegt an einem grösseren See und dient als  Ausgangspunkt für Wanderungen, Radfahrten, Bootsfahrten oder PW-Ausflüge in die nahe Natur, die wirklich ausgesprochen schön ist (selbst für verwöhnte Schweizer). Südöstlich der Stadt befindet sich der Killarney-Nationalpark, in dem unter anderem der älteste noch verbleibende Eichenwald Irlands angesiedelt ist. Durch den Nationalpark führt ein gut ausgebauten Radweg. Dieses Vergnügen lassen wir uns nicht entgehen.

Bantry im schönsten Abendlicht

20. Juli 2024 / Irland / Bantry

Wir sind doch noch fündig geworden auf unserer Suche nach einem Übernachtungsplatz. Und das in Bantry. Bantry liegt im Südwesten Irlands am Ende einer langgezogenen Meeresbuch, der Bantry Bay. Der Ort zählt 3’000 Einwohner und ist in der Region ein wichtiges Wirtschaftszentrum. Für uns ist das im Moment eher unbedeutend. Hauptsache, wir können bei herrlicher Abendsonne eine schöne Küstenlandschaft geniessen und haben einen idealen Übernachtungsplatz direkt am Meer gefunden. Ein Tag, der mit viel Regen begann, neigt sich einem schönen Ende entgegen.

Schloss an prächtiger Lage

20. Juli 2024 / Irland / Kilcoe Castle

Es ist bereits wieder Zeit geworden, um uns nach einem möglichen Übernachtungsplatz umzuschauen. Beim Absuchen der Küste auf Organic Maps haben wir das Kilcoe Castle entdeckt, das der App zufolge wunderschön gelegen sein muss. Das ist es auch. Das Schloss, das sich in Privatbesitz befinden muss, liegt auf einem kleinen Inselchen und ist nur über eine Steinbrücke zugänglich. Die Küstenlandschaft rund um das Schloss ist atemberaubend. Speziell ist, dass wir ganz alleine beim Schloss sind. Das ist auch gut so, denn die Zufahrt zum Schloss (gut zwei Kilometer ab der Hauptstrasse) ist extrem schmal und kreuzen ist nur an ein paar wenigen Ausweichstellen möglich. Leider gibt es beim Schloss keinen Abstellplatz für Hopo, so dass wir unverrichteter Dinge, aber mit schönen Erinnerungen, wieder von dannen ziehen müssen.

Timoleague Abbey

20. Juli 2024 / Irland / Timoleague / Timoleague Abbey

Die Timoleague Abbey hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Sie bildete den Mittelpunkt eines ehemaligen Franziskanerklosters, das im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde es dann von englischen Truppen niedergebrannt. Auf das Kloster sind wir nur des schönen Wetters wegen gestossen. Bei Regen oder düsterem Himmel wären wir mit hoher Wahrscheinlichkeit achtlos neben den Klosterruinen vorbeigefahren.

Prächtige Küstenlandschaft

20. Juli 2024 / Irland / Timoleague / Meeresbucht im Osten von Timoleague

Auf dem Weg Richtung Westen passieren wir Timoleague, ein kleines Dörfchen mit knapp 400 Einwohnern. Bevor wir Timoleague erreichen führt die Strasse über einige Kilometer hinweg einem Küsteneinschnitt entlang. Am heutigen Tag präsentiert sich die Landschaft wahrlich im besten Licht.

Herrliche Klippenlandschaft

20. Juli 2024 / Irland / Old Head of Kinsale

Südlich von Cork liegt der Old Head of Kinsale, ein Landschaftszipfel, der weit ins Meer hinausreicht. Die Küste hier ist grandios. Ganz am südlichen Ende des Old Head befindet sich noch ein Leuchtturm. Dieser ist für uns leider nicht zugänglich. Für einmal ist kein militärisches Sperrgebiet die Ursache, sondern ein Golfplatz, auf dem nur Mitglieder geduldet werden. Sei’s drum. Wir sind ohnehin happy. Denn nachdem es am Morgen noch heftig geregnet hat, kommt nun endlich wieder einmal die Sonne so richtig zum Vorschein. Auf einen Schlag sieht alles viel schöner aus.

Cork – Stadt der Brücken

19. Juli 2024 / Irland / Cork / River Lee

Die im Süden Irlands liegende Stadt Cork ist mit 220’000 Einwohner die zweitgrösste des Landes. Das Zentrum wird vom River Lee umflossen, der sich hier in zwei Arme aufteilt, den South Channel und den North Channel. Rund dreissig Brücken führen ins Zentrum und aus diesem heraus. Daher wird Cork auch die „Stadt der Brücken“ genannt. Ein Gang den beiden Flussarmen entlang ist recht attraktiv. Sonst hat die Stadt aber für unser Empfinden nicht all zu viel zu bieten. Aber wir sind ja schliesslich auch nicht den Städten wegen nach Irland gereist.