Plaza de España

6. April 2025 / Spanien / Sevilla / Plaza de España

An der Plaza de España kommt wohl kein Sevilla-Besucher vorbei. Der halbkreisförmige Platz und der angegliederte Palast wurden für die iberoamerikanischen Ausstellung errichtet, die 1929 in Sevilla stattfand. Ziel der Architekten war es, im riesigen Palacio Español alle Stilrichtungen der spanischen Architekturgeschichte einzusetzen. Das gesamte Gebäude ist mit Azulejos bedeckt, auf denen die Wappen der spanischen Provinzen und der grossen Städte prangen. Azulejos wurden auch sonst recht generös eingesetzt, so etwa bei den venezianischen Brücken, die über den künstlich angelegten Wasserlauf führen.

Sevilla

6. April 2025 / Spanien / Sevilla / Torre del Oro

Gegen das Ende unserer Andalusienreise hin haben wir heute noch Sevilla besucht. Die andalusische Hauptstadt zählt knapp 700’000 Einwohner und gehört sicher zu den schönsten Städten Spaniens (zumindest in meinem persönlichen Ranking ist das so). Sevilla hat etliche Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist sehr abwechslungsreich. Heute war recht viel Betrieb in der Stadt. Touristen gibt es hier zu jeder Jahreszeit zur Genüge. Heute haben sich auch noch viele Einheimische dazugesellt, die am Nachmittag das sonnige und angenehm warme Wetter genossen haben. Aber das Zentrum von Sevilla ist zum Glück recht gross, so dass sich die Massen gut verteilt haben.

Carmona

5. April 2025 / Spanien / Carmona / Plaza de San Fernando

Wir nähern uns Sevilla, langsam, aber stetig. Den heutigen Tag haben wir mehrheitlich in Carmona verbracht, das 35 Kilometer östlich von Sevilla liegt. Carmona hat knapp 30’000 Einwohner und zählt zu den schönsten Kleinstädten Andalusiens. Das historische Zentrum wurde auf einem Hügel mitten in einem fruchtbaren Landstrich errichtet. Zu besichtigen gibt es zwei mächtige Stadttore, eine zerfallene Burg sowie etliche Kirchen und Paläste. Mitten in der Altstadt befindet sich die Plaza de San Fernando, wo man unter Palmen herrlich entspannen kann.

Écija

4. April 2025 / Spanien / Écija / Iglesia de Santiago

Écija trägt den Übernamen „Bratpfanne Andalusiens“, denn die Stadt gilt als die heisseste von ganz Spanien. Und das will was heissen. Wir hatten heute Nachmittag aber eher das Gefühl, dass wir uns im Spültrog Andalusiens befinden. Zeitweise hat es so heftig geregnet, dass sich unser Stellplatz in eine grosse Pfütze verwandelt hat. Am späteren Nachmittag hatte der Wettergott dann aber doch noch ein Erbarmen mit uns, sodass wir der Stadt einen kurzen Besuch abstatten konnten und dabei sogar einige blaue Wolkenlöcher vorfanden. Speziell an Écija sind die elf historischen Kirchen in der Altstadt, deren Türme allesamt mit Azulejos gekachelt sind. Wir können uns daher schon ein wenig auf Portugal einstimmen, wo wir auf noch viel mehr Azulejos stossen werden.

Antiker Steinbruch

4. April 2025 / Spanien / Osuna / Antiker Steinbruch

Bereits die Römer haben sich in Osuna niedergelassen. Die Stadt hiess damals Urso. Osuna ist damit quasi ein Verwandter von Bern (zumindest dem Namen nach). In der Stadt trifft man an verschiedenen Stellen auf Ruinen römischer Bauten. Speziell ist ein Steinbruch, der sowohl den Römern als auch späteren Generationen diente. Viele der historischen Gebäude, die man in Osuna bestaunen kann, haben hier ihren Ursprung. Vor rund sechzig Jahren wurde der Steinbruch dann stillgelegt.

Osuna

4. April 2025 / Spanien / Osuna / Escuela Universitaria

Osuna liegt am Südrand der heissen Ebene des Guadalquivir. Von Hitze war heute aber wenig zu spüren. Wir haben wieder einmal regnerisches Wetter und Höchsttemperaturen von 18 Grad. Die Stadt war Sitz der Herzöge von Osuna, die ihrer Heimatstadt prächtige barocke Paläste und Kirchen bescherten. Die Stadt bietet auch sonst einiges und ist wirklich einen Besuch wert. Auf einer Anhöhe findet man eine mächtige Kirche und daneben ein Gebäude, das an eine Moschee erinnert, in Tat und Wahrheit aber ein ehemaliges Universitätsgebäude ist. Das Gebäude wurde Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut und diente während fast dreihundert Jahren ununterbrochen als Universität. Im 19. Jahrhundert wurde es dann zweckentfremdet, bis es 1995 wieder in eine Uni umfunktioniert wurde.

Caminito del Rey – Hängebrücke

3. April 2025 / Spanien / Caminito del Rey / Schluchtausgang

Höhepunkt des Caminito del Rey ist die Hängebrücke, die es am Ende der Gaitanes Schlucht zu überwinden gilt. Die Brücke ist 32 Meter lang und überspannt den Fluss Guadalhorce in einer Höhe von 105 Metern. Danach führt der Weg noch während rund hundert Metern über einen Steg, der an einer senkrechten Felswand hängt. Ist auch das geschafft, wird es gemütlich. Nach gut zwei Kilometern Fussweg ist das Dorf El Chorro erreicht. Von hier aus kann man sich mit einem Shuttlebus zum Parkplatz zurückführen lassen. Denn der Caminito del Rey ist nur in einer Richtung passierbar, was aufgrund der engen Wege absolut sinnvoll ist.

Caminito del Rey – Wanderweg

3. April 2025 / Spanien / Caminito del Rey / Obere Schlucht

Der Ursprung des Caminito del Rey, der in einer Höhe von etwa 100 Metern an den Wänden der Schlucht Garganta del Chorro hängt, geht auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Er wurde gebaut, um den Transport von Materialien und den Durchgang von Wartungsarbeitern des Wasserkraftwerks zu ermöglichen. Im Jahr 1921 weihte König Alfonso XIII. das grossartige Bauwerk ein. Der Zustand des Weges verschlechterte sich im Verlauf der Zeit. Lang galt es als eine der gefährlichsten Wanderwege weltweit und musste 2001 gänzlich gesperrt werden. 2014 wurde mit einer umfassenden, aufwändigen Sanierung begonnen. Seit bald zehn Jahren ist der Weg nun wieder offen und gefahrlos passierbar. Einzige Voraussetzung: man muss an Tickets gelangen, die zum Teil auf Wochen hinaus ausverkauft sind.

Caminito del Rey – Untere Schlucht

3. April 2025 / Spanien / Caminito del Rey / Untere Schlucht

Nördlich von Álhora hat sich der Fluss Guadalhorce tief in den Berg eingegraben. Durch die Schlucht verläuft ein als Caminito del Rey bezeichneter Wanderweg. Die Landschaft entlang des fast acht Kilometer langen Wegs ist spektakulär. Sie verläuft zwischen Schluchten, Canyons und einem grossen Tal. Die Felswände entlang der Schlucht sind bis zu 700 Meter hoch. Mitten durch die Schlucht wurde auch eine Eisenbahnlinie gebaut. Wirklich eindrücklich.

Schlucht des Rio Guadalhorce

2. April 2025 / Spanien / Caminito del Rey / Schlucht von Süden her

Ein kurzer Ausblick auf unseren morgigen Tag. Nordwestlich von Álora zwängt sich der Fluss Guadalhorce durch eine enge Schlucht mit fast senkrecht aufragenden Felsen. Durch diese Schlucht führt ein Wanderweg, der Caminito del Rey. Und diese Wanderung, für die es Tickets braucht, die lange im Voraus gekauft werden müssen, haben wir morgen auf unserem Programm. Leider sind die Wettervorhersagen nicht sehr rosig. Die Schluchtenwanderung wird aber sicher auch bei trübem Wetter zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wir sind gespannt, was für kribbelige Passagen uns in der engen Schlucht erwarten.