Historischer Wasserturm

20. September 2024 / Österreich / Wien / Wasserturm Favoriten

Für bescheidene acht Euro kann man in Wien einen ganzen Tag lang sämtlich Metro-, Bus- und Strassenbahnlinien benutzen (einschliesslich der Fahrt vom Kahlenberg hinunter in die Stadt). Wenn uns die Füsse vom Spazierengehen zu Brennen beginnen, machen wir uns gelegentlich den Spass, aufs Geratewohl in irgend einen Bus oder eine Strassenbahn einzusteigen und zu schauen, wo wir landen und was wir unterwegs alles sehen. So sind wir auch beim Wasserturm im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten gelandet. Der denkmalgeschützte Wasserturm wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Er konnte 1’000 Kubikmeter Frischwasser speichern und diente der Wasserversorgung des Gemeindebezirks. Vermutlich findet man den Wasserturm in keinem Reiseführer. Uns hat er gleichwohl gut gefallen.

Palmenhaus im Wiener Hofgarten

20. September 2024 / Österreich / Wien / Palmenhaus

Wir geniessen das prächtige Wetter und schlendern kreuz und quer durch Wien. Das Zentrum der Donaumetropole ist herausragend schön und man trifft praktisch an jeder Ecke auf eine grössere oder kleinere Sehenswürdigkeit. Verhungern oder Verdursten wird man dabei nicht. Praktisch überall trifft man auf Kaffees, Biergärten oder Restaurants. Das kulinarische Angebot ist dabei extrem breit. Wir vermuten, dass es keine Küche dieser Welt gibt, die nicht irgendwo in einem Wiener Restaurant angeboten wird. Traditionelle Wiener Küche wird im Palmenhaus im Hofgarten serviert. Wie gut die Küche ist, können wir nicht sagen. Das Gebäude gefällt uns aber ausgesprochen gut.

Schloss Schönbrunn in Wien

20. September 2024 / Österreich / Wien / Schloss Schönbrunn

Wir sind zum zweiten Mal vom Kahlenberg aus mit dem Bus runter ins Flache und dann mit der U-Bahn rein nach Wien gefahren. Als erstes haben wir uns einen Besuch von Schloss Schönbrunn vorgenommen. Dort angekommen hat es erst wenige Touristen, dafür aber um so mehr Wolken. Die ersten Fotos, die wir schiessen, wirken recht düster und machen wenig Freude. Zum Glück gibt es beim Schloss Schönbrunn noch die Gloriette, die hoch über dem Schloss und dem Schlossgarten thront und zu der wir natürlich hochsteigen. Oben angekommen, tut das Wetter langsam auf und bis wir wieder runtergestiegen sind, haben wir fast schon einen strahlend blauen Himmel. Die ersten Fotos, die wir vom Schloss Schönbrunn geschossen haben, können wir allesamt löschen. Das machen wir aber noch so gerne.  

Kunst am Ghüder

19. September 2024 / Österreich / Wien / Fernheizkraftwerk Spittelau

Endlich wieder einmal etwas ganz Neues in unserem Blog: eine Kehrichtverbrennungsanlage. Wien hat sich den Luxus geleistet, die Kehrichtverbrennungsanlage Spittelau (heute wird sie als Fernheizkraftwerk Spittelau bezeichnet) durch den bekannten österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser verschönern zu lassen. Die Anlage wurde um 1990 errichtet. Meiner Meinung nach ist die Verschönerung absolut gelungen. Eine Industrieanlage, die eigentlich niemand in einer Stadt haben möchte, ist zu einem Blickfang geworden, der immer wieder Freude bereitet. Erst recht bei so schönem Wetter wie heute.

Österreichs „Bundehaus“

19. September 2024 / Österreich / Wien / Parlament

Am Ring, der das Stadtzentrum Wiens umschliesst, findet man einige prächtige Repräsentationsbauten wie etwa das Rathaus, die Oper, das Burgtheater oder die Hofburg. Auch das österreichische Parlament befindet sich am Ring. Das Gebäude wurde zwischen 1874 und 1883 errichtet und ist damit gut zwanzig Jahre jünger als unser Bundeshaus in Bern. Es bietet dafür mehr Platz. Gemäss Wikipedia sollen im historischen Sitzungssaal 512 Abgeordnete Platz finden. Dabei ist die Einwohnerzahl Österreichs mit gut neun Millionen nur unwesentlich grösser als die der Schweiz. Aber in Wien ist halt alles ein Stück grösser und pompöser als anderswo, was letztendlich auch viel zur Pracht dieser herrlichen Stadt beiträgt.

Kaiserwetter in Wien

19. September 2024 / Österreich / Wien / Oberes Belvedere

Wien empfängt uns mit einem stahlendblauen Himmel, schönstem Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen (am Nachmittag bis 23 Grad). Von den heftigen Unwettern, die noch vor drei Tagen hier wüteten, ist in der Stadt nichts mehr zu sehen. Einzig in der Strassenbahn entdecken wir einen Aushang, gemäss dem es sich bei den jüngsten Überschwemmungen des Wienflusses um ein Jahrtausendereignis gehandelt haben soll (ein Jahrhundertereignis scheint nicht mehr ausreichend dramatisch zu sein). Davon ist bei Schloss Belvedere, das sich im prächtigsten Lichte präsentiert, rein gar nichts mehr zu spüren. Das Schloss beherbergt eines der bedeutendsten Museen Wiens und zählt zusammen mit dem ganzen Stadtzentrum zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Blick vom Wiener „Güsche“

19. September 2024 / Österreich /  Kahlenberg / Blick auf Wien

Bei unserer Ankunft am Vorabend waren wir noch leicht enttäuscht, dass wir auf dem Kahlenberg und nicht wie ursprünglich geplant in Klosterneuburg gelandet sind. Erst heute Morgen durften wir feststellen, dass das ein eigentlicher Glücksgriff war. Vom Kahlenberg aus hat man eine prächtige Sicht auf Wien und sein Umland. Der Kahlenberg ist quasi der Gurten von Wien, einfach mit etwas grösseren Distanzen. Und alle zehn Minuten fährt von hier aus ein Bus zur U-Bahn-Station Heiligenstadt, von wo aus man dann im Nu im Zentrum von Wien ist. Ab unserem Schlafplatz haben wir nur knapp eine Stunde bis zu Stephansdom. Nicht schlecht für eine Millionenstadt (Wien zählt über zwei Millionen Einwohner). So grosse Städte sind sonst für Wohnmobilreisende deutlich schwieriger zu erreichen.

Immense Hochwasserschäden in Niederösterreich

18. September 2024 / Österreich / Linz / Donau

Auf der Fahrt von Salzburg nach Linz hat man nirgendswo mitbekommen, dass Österreich kürzlich von heftigen Unwettern heimgesucht wurde. Die Donau in Linz führte viel Wasser, aber es deutete auch hier nichts auf Überschwemmungen hin. Je näher wir dann aber Wien kamen, um so öfter stiessen wir auf zum Teil massiv überflutete Felder. Und immer häufiger sahen wir, dass die Feuerwehr noch im Einsatz war. Auf den letzten zwanzig Kilometern zum eigentlich geplanten Etappenort Klosterneuburg mussten wir dreimal umkehren und einen Umweg einschlagen, weil Strassen gesperrt waren. Der Stellplatz, den wir uns bereits vor zwei Tagen für den heutigen Abend ausgesucht hatten, war schlicht unerreichbar. In der Nähe des Kahlenbergs fanden wir zu später Stunde dann doch noch einen passenden Übernachtungsplatz. Doch wir wollen nicht klagen. Im Vergleich zu dem, was die Menschen hier in den letzten Tagen erleben mussten, sind unsere Problemchen wirklich nicht der Rede wert.

Linz an der Donau

18. September 2024 / Österreich / Linz / Hauptplatz mit altem Dom

Die Fahrt von Salzburg nach Wien (rund 300 km) haben wir in Linz unterbrochen, um uns hier die Altstadt anzuschauen. Linz liegt nahe an der tschechischen Grenze und ist mit gut 200’000 Einwohnern die drittgrösste Stadt Österreichs (nach Wien und Graz). Der Hauptplatz bildet des Zentrum der Altstadt. Um ihn herum gibt es einige hübsche Altstadtgassen sowie ein recht gut verstecktes Schloss. Der Zwischenhalt in Linz hat sich sicher gelohnt. Die Stadt ist aber nicht annähernd so attraktiv wie Salzburg oder Wien, die herausragend schön sind.

Salzburg von oben

18. September 2024 / Österreich / Salzburg

Salzburg hat uns am Vortag sehr gut gefallen. Wir haben daher entschieden, heute Vormittag nochmals in die Stadt zu gehen und uns diese ein zweites Mal von unten und zusätzlich vom Höhenweg aus von oben anzusehen. Dieser Höhenweg führt über eine Distanz von gut zwei Kilometern von der Festung Hohensalzburg über den Mönchsberg zum Museum der Moderne und dann hinab zur Müllner Kirche und eröffnet immer wieder prächtige Ausblicke auf die Stadt. Das Wetter hat heute voll mitgespielt. Die schöne Wanderung liess uns vergessen, dass wir am Vortag eine Parkbusse von 25 Euro eingesackt haben. Ohne dass die einzelnen Strassen und Parkplätze ausserhalb des Zentrum entsprechend signalisiert wären ist die Parkzeit dort auf drei Stunden beschränkt. Nichtsahnend und nicht wissend haben wir auf unsere Parkscheibe verzichtet, was uns 25 Euro kostet. Nicht schön. Aber Salzburg ist alleweil eine Eintrittsgebühr von 25 Euro wert.