Kizkalesi

3. März 2026 / Türkei / Kizkalesi / Festung

In Kizkalesi gibt es gleich zwei eindrückliche Burganlagen zu besichtigen. Neben der auf einer Insel gelegenen Mädchenburg gibt es auch noch eine eindrückliche Festung an Land. Auch diese stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie besteht aus eindrucksvollen Mauern, Türmen, Spolien antiker Bauten und beherbergt Reste einer Kapelle sowie Zisternen. Und sie ist problemlos zu Fuss erreichbar. Heute haben wir Hopo einen halben Ruhetag gegönnt und sind nur rund 35 Kilometer weit gefahren. Der Treibstoff wird auch hier in der Türkei teurer. Statt 1,15 Franken wie bisher haben wir heute bereits 1,20 Franken pro Liter Diesel bezahlt. Was für uns immer noch ein absoluter Dumpingpreis ist, tut der einheimischen Bevölkerung schon mehr weh. Ansonsten spüren wir hier in der Südosttürkei wenig vom Irankrieg. Wenn wir aber daran denken, dass wir vor zwölf Tagen bei der Überquerung des Tendürek-Passes sehr direkt an der iranischen Grenze vorbeigefahren sind (der Iran war keine zehn Kilometer entfernt), wird uns schon ein wenig mulmig.

Mädchenburg

3. März 2026 / Türkei / Kizkalesi / Mädchenburg

Wir haben sie nun doch noch gefunden, die „richtige“ Mädchenburg. Wir haben sie zuerst im 150 Kilometer weiter östlich gelegenen Yumurtalik gesucht. Auch dort gibt es eine auf einer Insel gelegene Mädchenburg. Die ist allerdings klein und stark verfallen. Die Mädchenburg von Kizkalesi ist demgegenüber ein eindrücklicher Bau, der fast die ganze Insel bedeckt. Die Burg, die aus dem 12. Jahrhundert stammt, kann man besuchen. Man kann entweder mit Schiffen oder Tretbooten dorthin fahren oder aber schwimmen. Heute fuhren keine Schiffe und Tretboote gab es keine zu mieten. Okay, kein Problem, dann schwimmen wir halt rüber. Doch plötzlich konnten wir uns trotz intensivem Hirnen nicht mehr daran erinnern, wo unsere Badekleider verstaut sind. Ach, wie dumm, dass wir ausgerechnet jetzt nicht ins Wasser steigen können. Aber ganz so schlimm war es nun auch wieder nicht. Die Insel sieht ja auch aus der Ferne gut aus.

Schwieriger Weg zu den Felsreliefs

3. Mai 2026 / Türkei / Adamkayalar / Weg zu den Felsreliefs

Um vom Parkplatz aus zu den Felsreliefs zu gelangen, muss man rund hundert Meter ins Teufelstal hinabsteigen. Im Internet steht, dass der Abstieg anspruchsvoll sei und Trittsicherheit, gutes Schuhwerk sowie etwas Klettergeschick erfordere. Dem kann ich nur zustimmen. Das Foto zeigt eine von zwei anspruchsvolleren Passagen, die es zu überwinden gilt. Wenn man sich vernünftig bewegt, ist es bei trockenen Verhältnissen nicht gefährlich. Personen, die nicht schwindelfrei sind und die sich leichtes Klettern nicht gewohnt sind, rate ich aber ab, den Weg zu begehen. Für alle anderen lohnt sich der Abstieg aber mit Bestimmtheit. Die Reliefs sehen toll aus. Und gelegentlich ist es auch schön, an einem Ort zu sein, an den nicht alle hinkommen.

Römische Felsreliefs

3. März 2026 / Türkei / Adamkayalar / Felsreliefs

Im Hinterland von Kizkalesi kann man in einem Canyon gut ein Dutzend römische Felsreliefs besichtigen, die aus dem ersten und zweiten Jahrhundert nach Christus stammen. Die Reliefs befinden sich in den steilen Wänden des Teufelstals, wo sie speziell gut zur Geltung kommen. In neun Nischen sind elf Männer, vier Frauen, zwei Kinder sowie römische Adler und ein Steinbock abgebildet. Die Reliefs sind wirklich eindrücklich. Wegen ihrer speziellen Lage mitten in einer steilen Felswand dürften sich aber nur wenige Besucher hierher verirren. Wir waren gut eineinhalb Stunden vor Ort und haben sonst niemanden gesehen. Und ich kann mit gut vorstellen, dass es Tage dauern wird, bis hier wieder jemand auftaucht.

Kanytellis

3. März 2026 / Türkei / Kanytellis / Ruinenstadt

Unser heutiges Programm haben wir mit einem Besuch der antiken Ruinenstadt Kanytellis gestartet. Die einstige Siedlung wurde rund um einen riesigen, sechzig Meter tiefen Dolinen-Einsturzkrater erbaut. Diese neunzig auf siebzig Meter breite natürliche Vertiefung galt in der Antike als heilig. Von der einstigen Siedlung sind noch Überreste eines hellenistischen Turmes, Felsengräber, eine antike Zisterne und Überreste von Kirchen zu sehen. Die Anlage hat uns gut gefallen. Schön war auch, dass wir sie für uns alleine geniessen durften.

Sabanci-Zentralmoschee

2. März 2026 / Türkei / Adana / Sabanci-Zentralmoschee

Hauptattraktion von Adana ist die Sabanci-Zentralmoschee. Das Bauwerk, das 28’500 Gläubigen Platz bietet, gehört zu den grössten Moscheen in der Balkanregion und im Nahen Osten. Speziell ist auch, dass die 1998 eröffnete Moschee über sechs Minarette verfügt, was selten ist. In der ganzen Türkei soll es bloss fünf Moscheen mit gleich vielen Minaretten geben (drei davon im Raum Istanbul). Für uns ist die Sabanci-Zentralmoschee die schönste Moschee, die wir kennen. Einerseits gefällt uns der Bau als solcher. Andererseits liegt die Moschee sehr schön am Ufer des Flusses Seyhan in einem riesigen, schön bepflanzten Park und ist von verschiedenen Standorten aus bestens einsehbar.

Altes Hamam

2. März 2026 / Türkei / Adana / Carsi Hamami

Was auf den ersten Blick aussieht wie ein alter Industriebau und was auch dampft wie ein Industriebetrieb, ist in Wahrheit ein Hamam. Das mitten in Adana gelegene Carsi Hamamı ist eine historische Badeanstalt aus dem Jahr 1529. Das Hamam kann damit bald sein fünfhundertstes Jubiläum feiern. Die Badeanstalt wird auch heute noch aktiv von Privatpersonen betrieben und steht sowohl Einheimischen als auch Touristen offen. Hamam-Besuche sind in der Türkei bekanntlich sehr beliebt und bilden einen festen Bestandteil der hiesigen Kultur. Nachdem wir uns seit Ende Januar mehrheitlich in der Türkei aufhalten, wäre es eigentlich auch für uns einmal an der Zeit, ein Hamam aufzusuchen. Zum Glück ist es aber im Moment so warm, dass ich davon ausgehe, dass wir unser nächstes Bad im Meer und nicht in einem Hamam nehmen werden.

Römerbrücke

2. März 2026 / Türkei / Adana / Tas Köprü

Mit fast zwei Millionen Einwohnern ist das im Südosten der Türkei gelegene Adana die fünftgrösste Stadt der Türkei. Die alte Steinbrücke über den Fluss Seyhan Neri gilt als eine der ältesten Brücken der Welt, die heute noch genutzt wird. Die Brücke wurde im 2. Jahrhundert nach Christus unter dem römischen Kaiser Hadrian errichtet. Seit 2007 ist sie für den motorisierten Verkehr gesperrt und dient ausschliesslich als Fussgängerbrücke. Sie ist ein beliebter Treffpunkt für kulturelle Veranstaltungen. Zudem bietet die Brücke einen der besten Blicke auf die imposante Sabancı-Zentralmoschee, die direkt am Flussufer liegt.

Hafen mit Moschee

1. März 2026 / Türkei / Yumurtalik / Hafen mit Moschee

Wir lieben schöne Fischerhäfen. In unserem Blog sind daher schon einige abgebildet. Der heutige stellt aber ein Novum dar. Einerseits ist es der erste türkische Fischerhafen, den wir auf unserer Reise angetroffen haben. Und vor allem ist es der erste Fischerhafen, an dem eine Moschee liegt. Der Hafen von Yumurtalik hat uns sehr gut gefallen. Alles ist ein wenig unordentlich und chaotisch. Aber sehr malerisch.

Yumurtalik

1. März 2026 / Türkei / Yumurtalik / Festung

Peinlich, peinlich, aber wir haben uns verfahren. Wir haben im Internet tolle Bilder von einem Mädchenschloss (Kizkalesi) gesehen, das nahe vom Ufer auf einer Insel liegt. Und dieses Mädchenschloss haben wir bei Yumurtalik lokalisiert. Vor Ort haben wir dann festgestellt, dass es hier tatsächlich eine kleine Insel mit einer Burg gibt, dass diese aber anders aussieht als auf den Fotos im Internet. Ganz offensichtlich gibt es mindestens zwei Orte mit einem Mädchenschloss auf einer vorgelagerten Insel und wir haben den falschen erwischt. Dass wir „fälschlicherweise“ in Yumurtalik gelandet sind, hat sich im Nachhinein aber als Glücksfall erwiesen. Yumurtalik ist ein ganz toller Ort, in welchem wir einen schönen Tag verbracht haben, feine Menschen kennenlernen durften und am Abend gut assen. Und das „richtige“ Mädchenschloss liegt noch auf unserem Weg, so dass wir nichts verpassen.