

24. September 2026 / Schweiz / Zernez / Nationalpark / Naturwald
Der Wald im Schweizer Nationalpark gilt als Naturwald, in dem keine Holznutzung, Pflege oder Bewirtschaftung durch den Menschen stattfindet. Im Nationalpark greift der Förster seit der Gründung im Jahr 1914 nicht mehr ein; die Natur wird komplett sich selbst überlassen. Wo es heftig stürmte, die Erde abrutschte oder Lawinen niedergingen, trifft man daher zum Teil auf viel Holz, das am Boden liegt und allmählich verrottet. Für einen Durchschnittsschweizer, dem von Kindesbeinen an Ordnung und Disziplin eingeimpft wurden, ist das ein eher gewöhnungsbedürftiger Anblick. Die scheinbare „Unordnung“ hat aber ihr Gutes: Morsches Holz bietet Nahrung und ein Zuhause für viele Insekten, Pilze, Moose und Vögel. Zudem entsteht ein perfekter Nährboden für junge Bäume und den Wald von morgen, an dem sich eventuell dereinst unsere Enkel und Urenkel erfreuen werden.