Klenovica

5. Dezember 2025 / Kroatien / Klenovica / Aussicht auf Kvarner Bucht

Die kommende Nacht verbringe ich auf einem Parkplatz hoch über der Kvarner Bucht. Die Aussicht aufs Meer und die Insel Krk ist toll. Ganz legal ist mein Verhalten allerdings nicht. Frei übernachten ist in Kroatien eigentlich strengstens verboten und wird mit Bussen bis zu 400 Euro geahndet. Nach allem, was ich bisher gelesen und gehört habe, drücken Polizei und lokale Behörden im Winter aber beide Augen zu. Schliesslich sind die meisten Campingplätze geschlossen, so dass man eigentlich keine Alternative hat. Mein Erfahrungsschatz ist noch gering, aber schlechte Erfahrungen mit der kroatischen Polizei habe ich bisher keine gemacht, was auch so bleiben soll. Der Wind, der zurzeit gehörig blässt und Hopo ordentlich zum Schaukeln bringt, beunruhigt mich aktuell stärker als Gedanken an die Polizei.

Novi Vinodolski

5. Dezember 2025 / Kroatien / Novi Vinodolski / Stadt von Westen her

Das Wetter kann sich hier an der kroatischen Küste recht schnell verändern. Am Vormittag war es in Rijeka ausgesprochen trüb und ich habe mich darauf eingestellt, dass es den ganzen Tag so bleibt. Auf der Fahrt von Rijeka südwärts öffnete sich dann plötzlich der Himmel und die Sonne zeigte sich. Logisch, dass ich da rasch einen Fotohalt einschalten musste. Etwas blaue Farbe steht unserem Blog schliesslich gut an. Für die kommenden zwei Tage sind die Wetterprognosen leider düster. Eigentlich hatte ich vor, morgen die Plitvicer Seen zu besuchen. Bei trübem Wetter macht das aber wenig Sinn. Gut möglich, dass ich daher morgen nach Bosnien und Herzegowina überwechsle. Mal schauen, wie sich die Wetterlage morgen präsentiert.

Rijeka

5. Dezember 2025 / Kroatien / Rijeka / Kazalisni Park

Rijeka ist die drittgrösste Stadt Kroatiens. Rijeka ist eine Hafenstadt, eine Industriestadt, ein Dienstleistungszentrum, eine Touristenstadt und eine Kulturstadt. Rijeka ist vieles, aber eine schöne Stadt ist sie nicht. Zumindest für mich nicht. Ich habe nur wenige Gebäude gesehen, die ich interessant fand. Und die waren alle so in anderen Gebäuden eingezwängt, dass sie nicht richtig zur Geltung kamen. Ich bin mit geringen Erwartungen angereist und wurde daher auch nicht wirklich enttäuscht. Immerhin war ich viel zu Fuss unterwegs, was gut ist. Und ich weiss nun, wie Rijeka aussieht, und kann mir das nächste Mal einen Stopp ersparen.

Labin

4. Dezember 2025 / Kroatien / Labin / Altstadt

Labin liegt etwa auf halber Strecke zwischen Pula und dem bekannten Kur- und Badeort Opatija. Das heutige Labin ist eine Bergbaustadt mit 10’000 Einwohnern, in der vor allem Steinkohle, Bauxit und Mergel abgebaut werden. Etwas abseits der Neustadt liegt das alte Labin, das schön auf einem Hügel erbaut wurde. Die Stadt ist über 2000 Jahre alt, das älteste noch stehende Gebäude (die Kirche der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria) stammt aus dem 14. Jahrhundert. Von etlichen Punkten der gut erhaltenen Altstadt aus eröffnen sich schöne Blicke auf die nahe Küste und das Meer. Gedanken an ein kühles Bad kamen bei mir heute aber keine auf. Dazu war das Wetter zu garstig.

Pula

4. Dezember 2025 / Kroatien / Pula / Amphitheater

Wenn man Rovinj als „kleines Venedig“ bezeichnet, dann müsste man Pula eigentlich „kleines Rom“ nennen. Denn gleich wie die italienische Hauptstadt ist Pula auf sieben Hügeln errichtet worden. Und die Römer haben hier deutliche Spuren hinterlassen. Wenn man durch die Stadt bummelt, stösst man an mehreren Stellen auf römische Ruinen. Das beeindruckendste Relikt aus der Zeit der Römer ist sicher das Amphitheater, das sechstgrösste, das weltweit errichtet wurde. Dieses ist auch noch recht gut erhalten. Zwar ging das Innere des Gebäudes im Laufe der Jahrhunderte durch Raubbau verloren, seine Fassade aus weissem Kalkstein ist hingegen noch weitgehend im Originalzustand. Das Amphitheater hat mir gut gefallen, der Rest der Stadt weniger.

Rovinj zum Zweiten

3. Dezember 2025 / Kroatien / Rovinj / Altstadt von Hafenmauer aus

Fotos können ganz schön täuschen. Schaut man sich meine Aufnahmen von heute an, könnte man meinen, dass ich den ganzen Tag über prächtiges Wetter hatte. In Tat und Wahrheit war es ein eher dunkler Tag mit vielen Wolken. Am Vor- und am Nachmittag gab es je ein Zeitfenster von rund einer halben Stunde mit geöffneter Wolkendecke und Sonnenschein Die Kunst bei solchen Wetterverhältnissen ist es, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Dazu braucht es eine verlässliche Wetter-App, eine gute Reiseplanung und vor allem sehr viel Glück. Ich habe mir sehr gewünscht, dass ich zumindest in Rovinj und in Dubrovnik gutes Wetter habe. Hier in Rovinj wurde mein Wunsch erhöht. Nun bin ich gespannt, wie es in gut einer Woche in Dubrovnik aussehen wird.

Rovinj

3. Dezember 2025 / Kroatien / Rovinj / Altstadt von Südosten her

Ich bin wieder einmal in einem kleinen Venedig gelandet, denn Rovinj wird oft auch als das „kleine Venedig Kroatiens“ bezeichnet. Kanäle gibt es hier keine, aber die Architektur und die schmalen, gepflegten Altstadtgassen ähneln stark der „Serenissima“. Für mich ist Rovinj hinter Dubrovnik die zweitschönste Stadt Kroatiens. Obwohl man die Altstadt und die Uferpromenaden rasch einmal abgelaufen hat, bin ich den ganzen Tag hier geblieben und ich werde auch hier nächtigen. Von so viel Schönheit kann ich eben kaum genug kriegen.

Porec

2. Dezember 2025 / Kroatien / Porec / Trg Slobode

Kroatien hat mich mit recht trübem Wetter begrüsst. Einzig in Porec waren für rund eine halbe Stunde ein paar blaue Wolkenlöcher sichtbar. Porec besitzt eine gut erhaltene Altstadt mit engen Gassen und historischen Mauern. Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist die aus dem 6. Jahrhundert stammende Euphrasius-Basilika, die prachtvolle Mosaike aufweist und zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Leider war heute keine Besichtigung möglich. Reisen im Winter hat einige Vorteile, da kaum andere Touristen unterwegs sind. Dafür ist dann aber auch das touristische Angebot stark eingeschränkt. Alles kann man eben nicht haben.

Novigrad

2. Dezember 2025 / Kroatien / Novigrad / Hafen mit Altstadt

Novigrad ist einer der nördlichsten Ferienorte Kroatiens. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Antike zurück. Schon griechische Seefahrer betrieben hier einen Stützpunkt. Zu besichtigen gibt es aus dieser Zeit aber nichts mehr (ausser man geht tauchen), da die Ruinen vom Meer überflutet sind. Zu sehen gibt es in Novigrad eine kleine, aber schöne Altstadt mit engen Gassen und gepflegten Häusern. Am besten gefallen hat mir einmal mehr der Hafen mit seinen farbigen Schiffen.