Aveiro

2. Mai 2025 / Portugal / Aveiro / Canal Centro

Aveiro wird oft als das „Venedig Portugals“ bezeichnet. Es gibt hier einige Kanäle und durch diese kann man sich mit speziellen Booten (Barcos moliceiros) chauffieren lassen. Damit hat es sich aber bereits. An die Schönheit von Venedig kommt Aveiro nicht im Ansatz heran. Es gibt zwar einige durchaus sehenswerte Bauten. Venedig ist aber einmalig und bleibt einmalig. Zehn Kilometer westlich von Aveiro gibt es an der Costa Nova schöne Strände. Badewetter haben wir allerdings im Moment nicht. Im Gegenteil: es ist eher kühl (knapp 20 Grad) und vor allem nass.

Buçaco-Nationalpark

1. Mai 2025 / Portugal / Buçaco-Nationalpark / Kloster und Palace Hotel

Mitten im Buçaco-Nationalpark stösst man auf einer grossen Lichtung auf ein ehemaliges Kloster und ein Fünf-Sterne-Hotel. Beim Palace Hotel handelt es sich um das Jagdschloss der letzten portugiesischen Könige. Das Schloss wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. 1910 wurde der Palast im Zuge der Abschaffung der portugiesischen Monarchie in ein Luxushotel umgewandelt. Seit 2018 ist es als Nationalmonument eingestuft.

Auf verwunschenen Pfaden

1. Mai 2025 / Portugal / Buçaco-Nationalpark / Wald

Heute Nachmittag haben wir den Buçaco-Nationalpark besucht. Die Serra do Buçaco ist ein bewaldetes Gebirge, das nördlich von Coimbra in Mittelportugal liegt. 105 Hektaren dieses Gebirges sind als Nationalpark ausgewiesen, was relativ wenig ist (der schweizerische Nationalpark ist 160 Mal grösser). Im Park gibt es 300 exotische und 400 einheimische Arten von Bäumen und Sträuchern. Viele Sorten wurden im Verlauf der portugiesischen Kolonialgeschichte von Seefahrern nach Hause gebracht und hier angepflanzt. Durch den Park gibt es eine Vielzahl kleiner Wege, auf denen man praktisch ungestört seine Runden drehen kann.

Universität von Coimbra

1. Mai 2025 / Portugal / Coimbra / Universität

Coimbra ist bekannt als Universitätsstadt. In Coimbra leben knapp 150’000 Menschen, wovon rund 30’000 Studenten sind. Die ehemalige Hauptstadt besitzt eine gut erhaltene mittelalterliche Altstadt. Ganz zuoberst auf dem Altstadthügel findet man die Gebäude verschiedener Fakultäten. Das Hauptgebäude wird leider zurzeit gerade renoviert. Aber auch mit Gerüsten und Kranen sieht es eindrücklich aus.

Montemor-o-Velho

1. Mai 2025 / Portugal / Montemor-o-Velho / Castelo

In Portugal soll es vierhundert mittelalterliche Burgen geben, die erhalten geblieben sind. Diejenige von Montemor-o-Velho gehört wohl zu den eindrücklichsten. Und sie ist die älteste. Ab 711 begannen die Mauren die iberische Halbinsel zu erobern. Das heutige Montemor-o-Velho war ein wichtiger Stützpunkt für sie, weshalb sie mit dem Bau der Burg begannen. In den folgenden Jahrhunderten wechselte die Burg mehrfach von den Mauren zu den Christen und zurück und wurde stetig erweitert und ausgebaut. Die äusseren Mauern sind heute sechshundert Meter lang. Imposant!

Portugiesischer Freund und Helfer

30. April 2025 / Portugal / Figueira da Foz / Polizeiauto

Mit der portugiesischen Polizei haben wir bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Wenn wir frei übernachten, lassen sie uns gewähren und auch auf der Strasse hatten wir bisher Ruhe vor ihnen. Speziell ist, dass es landesweit zwei Polizeien gibt. In den ländlichen Gebieten ist mehrheitlich die GNR (Guarda Nacional Republicana) tätig, in den Ballungsgebieten mehr die PSP (Polícia de Segurança Pública). Ganz speziell ist auch das erzieherische Programm, das angewendet wird, damit man sich innerorts an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält. In sehr vielen Gemeinden gibt es auf geraden Strecken mit einer Fünfzigerbeschränkung Ampeln, die blinken. Fährt jemand zu schnell, stellt die Ampel auf Rot. Der Zeitverlust ist so deutlich höher als beim Einhalten des Tempolimits. Das System funktioniert. Auch sportliche Lenker halten sich an die Beschränkungen, weil sie so im Endeffekt schneller unterwegs sind.

Leiria

30. April 2025 / Portugal / Leiria / Praça Rodrigues Lobo

Leiria ist eine Stadt mit 50’000 Einwohnern, die rund 150 Kilometer nördlich von Lissabon in Zentralportugal liegt. Von der UNESCO hat sie die Auszeichnung „City of Music“ erhalten. Hauptsehenswürdigkeit ist die mächtige Burg, die hoch über der Stadt thront. Noch besser als die Burg hat uns allerdings die Praça Rodrigues Lobo mit ihrer portugiesischen Pflästerung gefallen. Es ist immer wieder eindrücklich zu sehen, was für eine Wirkung man mit relativ einfachen Mitteln erzeugen kann.

Kloster  Batalha

30. April 2025 / Portugal / Batalha / Kloster

Batalha liegt nur zwanzig Kilometer nordöstlich von Alcobaça. Und hier ist die nächste grandiose Klosteranlage zu finden. Nach dem Sieg Portugals über das Königreich Kastilien in der Schlacht von Aljubarrota am 14. August 1385 wurde das Kloster vom damaligen König aufgrund eines Gelübdes errichtet und nach der Fertigstellung dem Dominikanerorden übergeben. Die Bauzeit betrug rund 150 Jahre. Im Kloster haben die portugiesischen Könige aus der Zeit zwischen 1385 und 1495 ihre Grablege. Selbstverständlich zählt auch dieser imposante Bau zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Zisterzienserkloster Alcobaça

30. April 2025 / Portugal / Alcobaça / Kloster

Wir haben wieder einmal einen sehr trüben Tag eingezogen. Schade, denn das Zisterzienserkloster in Alcobaça hätten wir gerne in besserem Licht gesehen. Das Kloster, das vor bald zweihundert Jahren von den Mönchen aufgegeben wurde, ist heute eine der attraktivsten historischen Sehenswürdigkeiten Portugals. Es wird jährlich von gut einer Viertelmillion Menschen besucht. Die Abtei, die 1989 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, zählt europaweit zu den eindrucksvollsten und schönsten Zeugnissen zisterziensischer Baukunst. Obwohl es fast 900 Jahre alt ist, sind die mittelalterlichen Gebäudeteile vollständig erhalten, und die Klosterkirche ist das grösste frühgotische Gotteshaus, das in Portugal je erbaut wurde.

Stockfisch in Nazaré

29. April 2025 / Portugal / Nazaré / Trockenfisch

Auch wenn man viel reist, stösst man immer wieder auf Dinge, die man so noch nie gesehen hat. So ist es uns heute mit den Trockenfischen (Stockfischen) in Nazaré ergangen. In Skandinavien und Kanada haben wir schon hie und da gesehen, wie Fisch getrocknet wurde. Dort hing er aber immer in der Höhen an Seilen. In Nazaré werden die präparierten Fische hingegen in Gitter eingespannt und so luftgetrocknet. Und das direkt an der Promenade über dem breiten Sandstrand. Das Trocknen von Fischen hat in Nazaré eine lange Tradition und gehört zur lokalen Identität. Ansonsten ist Nazaré aber „bloss“ ein gewöhnlicher Badeort, der ausser einem breiten Strand und einer schönen Steilküste nicht allzu viel zu bieten hat. Zumindest nicht für unseren Geschmack.