Huelva – Muelle del Tinto

11. Januar 2025 / Spanien / Huelva / Muelle del Tinto

Huelva ist eine Industriestadt mit knapp 150’000 Einwohnern, die 40 Kilometer von der portugiesischen Küste entfernt zwischen den Flüssen Rio Odiel und Rio Tinto errichtet wurde. Die Altstadt bietet nur wenig Sehenswertes. Interessant ist die Muelle del Tinto, die vor 150 Jahren an den Ufern des Rio Odiel errichtet wurde. Die Anlage diente dazu, die in den Riotinto-Minen geförderten Mineralien auf Schiffe zu verladen. Die Rohstoffe wurden direkt von den Minen per Eisenbahn ans Flussufer und über das Mineraldock auf die Lastschiffe befördert. Ein Stück Industriegeschichte, das ich hier so nicht erwartet hätte.

Huelva – Kolumbus-Denkmal

11. Januar 2025 / Spanien / Huelva / Kolumbus-Denkmal

Seit dem Start unserer gemeinsamen Reise am 8. Dezember in Barcelona hat mich mein Gravel-Bike nun schon 3’800 Kilometer weit getragen. Wir haben einiges zusammen erlebt. Hauptsächlich Schönes, aber zwischendurch auch das eine oder andere, das uns genervt hat. Und Dinge, die unser Geheimnis bleiben. Höchste Zeit, dass mein treuer Begleiter auch einmal in unserem Blog abgebildet wird. Das Rose-Bike steht hier im Süden von Huelva an der Punta del Sebo vor dem Kolumbus-Denkmal. Das Kolumbus-Denkmal ist stattliche 37 Meter hoch und wurde 1929 von den Vereinigten Staaten an Spanien gespendet.

Nationalpark Coto de Doñana

10. Januar 2025 / Spanien / Matalascañas / Nationalpark Coto de Doñana

Etliche Zeit fuhr ich heute entlang oder durch den Nationalpark Coto de Doñana. Gesehen habe ich dabei primär Pinienwälder. Nicht wahnsinnig spannend und schon gar nicht abwechslungsreich. Der Nationalpark war Spaniens wichtigstes Feuchtgebiet. Seltene Vogelarten lebten hier. Zudem diente der Park vielen Zugvögeln als Durchgangsstation. 2022 trockneten die Feuchtgebiete aufgrund der Wasserentnahme für die Landwirtschaft und für den Tourismus vollständig aus. Ob sich die einzigartige Landschaft jemals davon erholen wird ist ungewiss.

Ermita de Nuestra Señora del Rocio

10. Januar 2025 / Spanien / El Rocio / Ermita de Nuestra Señora del Rocio

Die Wallfahrtskirche von El Rocio sieht meiner Meinung nach wirklich sehr schmuck aus. Die Kirche und die umliegenden Häuser und Parks erinneren mich stark an Mexiko. Zu Pfingsten sollen jeweils über eine Million Pilger in das kleine Dorf reisen, das nur gut 2’000 Einwohner zählt. Ähnlich den Jakobswegen gibt es einen speziellen Weg, der die Pilger nach El Rocio führt.  Aussergewöhnlich ist auch, dass der riesige Platz um die Kirche, die Strassen und die Parkplätze aus Sand sind. Warum das so ist, habe ich leider noch nicht herausfinden können. Die Sandstrassen und Sandplätze tragen aber zur speziellen Atmosphäre bei, die dieser Ort ausstrahlt. El Rocio ist auf alle Fälle einen Besuch wert.

El Rocio

10. Januar 2025 / Spanien / El Rocio / Dorf von Südwesten her

El Rocio ist ein kleines Dorf, das südwestlich von Sevilla abseits der grossen Verkehrsströme am Rand des Nationalpark Coto de Doñana liegt. Das Dorf wurde direkt am Rande des Sees Charco de la Boca erbaut. El Rocio ist über die Grenzen Spaniens hinaus als Wallfahrtsort bekannt. Verehrt wird die Heilige Jungfrau von El Rocio, die oft auch als Blanca Paloma oder Weisse Taube bezeichnet wird. Dass ich in diesem kleinen Ort mit seiner Wallfahrtskirche und den vielen schmucken weissen Häusern gelandet bin, habe ich eher dem Zufall zu verdanken beziehungsweise der Weg an die Küste hat mich hierher geführt. Der Abstecher hierhin hat sich für mich aber auf alle Fälle gelohnt.

Andalusien im Nebel

10. Januar 2025 / Spanien / Hinojos / Nebellandschaft

Den zweiten Tag in Folge hatte es heute Morgen Nebel. In der Hoffnung, dass sich die Sonne bald einmal durchsetzen wird, machte ich mich gegen elf Uhr auf den Weg. Der Nebel war heute aber äusserst hartnäckig und lichtete sich erst gegen zwei Uhr. Abgelöst wurde er vorerst von einer geschlossenen Wolkendecke. Erst am stäteren Nachmittag setzte sich die Sonne durch. Dann wurde es noch so richtig schön.

Sanlúcar la Mayor

9. Januar 2025 / Spanien / Sanlúcar la Mayor / Cuádriga romana

Ein Kreisel mit einem römischen Vierspänner ist für mich heute der richtige Ort, um zu wenden und zu Hopo zurückzufahren. Schade, dass die Sonne gerade ihren Dienst eingestellt hat (oder sich besser gesagt hinter einer der raren Wolke versteckt). Irgendwie passt das schlecht zu Sanlúcar la Mayor. Denn auf dem Gemeindegebiet befindet sich das grösste Solarkraftwerk Europas. Wenn man den direkten Weg durchs Landesinnere wählt sind es von hier aus noch rund 130 Kilometer bis an die portugiesische Grenze. Der Küste entlang sind es etwa 170 Kilometer. Ich wähle zuerst die Küstenroute und rechne mit drei Tagesetappen à je gut 110 Kilometer bis Ayamonte. Mal schauen, ob das aufgeht und was mich auf dem Weg dorthin alles erwartet.

Sevilla

9. Januar 2025 / Spanien / Sevilla / Plaza de España

Sevilla ist die Hauptstadt Andalusiens. Die Stadt zählt knapp 700’000 Einwohner und ist damit gemäss Wikipedia die viertgrösste Spaniens. Sevilla gehört zu meinen Lieblingsstädten in Spaniens. Es gibt eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten (alte und moderne), die einen Besuch wert sind. Heute schaue ich mir bloss kurz das an, was gerade am Weg liegt. Nicht dass ich unter Zeitdruck wäre. Nein, keinesfalls. Aber ich werde im Februar zusammen mit Heidi zurück nach Sevilla kommen. Eine ausführliche Stadtbesichtigung spare ich mir für dann auf.

Dos Hermanas

9. Januar 2025 / Spanien / Dos Hermanas / Hacienda nueva del Rosario

Noch 15 Kilometer bis Sevilla. Auf der Foto der Hacienda nueva del Rosario findet man vieles vom dem, das ich mit Andalusien in Verbindung bringe: ein schönes weiss getünchtes Haus, Palmen, Olivenbäume, rotbraune Erde und ein strahlend blauer Himmel. Dieser blaue Himmel war heute allerdings erst ab circa elf Uhr zu geniessen. Vorher hatte es – man glaubt es kaum – recht dicken Nebel. Keine Ahnung, ob das hier häufiger vorkommt oder bloss darauf zurückzuführen ist, dass es die Nacht hindurch wieder einmal geregnet hat. In Sachen Regen habe ich wirklich Glück hier in Andalusien. Bisher hat es nur selten geregnet. Und wenn, dann in der Nacht. Auf dem Fahrrad wurde ich erst einmal nass. Das war noch in Katalonien und liegt nun schon vier Wochen zurück.

Olivenbäume in Reih und Glied

8. Januar 2025 / Spanien / Las Cabezas de San Juan / Olivenbäume

Andalusien ist das weltweit grösste Anbaugebiet für Oliven. Auf knapp 1,7 Millionen Hektar Land soll es hier fast 200 Millionen Olivenbäume geben. Pro Einwohner Andalusiens sind das über zwanzig Olivenbäume. Einigen dieser Bäume bin ich heute auf dem Weg Richtung Sevilla begegnet. Es ist keinesfalls so, dass die Landschaft hier voller Olivenbäume ist. Es wird noch etliches anderes kultiviert. Wenn dann aber einmal eine Olivenbaumplantage kommt, dann hat sie eindrückliche Ausmasse.