Molino de Quintin

22. Dezember 2024 / Spanien / San Pedro del Pinatar / Molino de Quintin

Eine Windmühle tief im Süden an Spaniens Mittelmeerküste? Auch nicht gerade das, was ich erwartet hätte. Die Windmühle hat hier aber absolut ihre Berechtigung. Denn in der Gegend gibt es riesige Salinen. Und die Windmühlen dienten früher dazu, Wasser in die Becken zu pumpen und Salz zu mahlen. Die Molino de Quintin wurde vor rund hundert Jahren erbaut. Die Windmühlen waren bis etwa 1970 in Betrieb, ehe sie durch elektrische Pumpen ersetzt wurden.

Torrevjeja

21. Dezember 2024 / Spanien / Torrevjeja / Torre del Moro

Das an der Costa Blanca liegende Torrevjeja zählt 85’000 Einwohner. Die Einwohnerzahl bezieht sich auf den Stand anfangs Jahr. Im Sommer liegt die Bewohnerzahl um ein Vielfaches höher. Interessant ist, dass die hier lebenden Spanier selbst im Winter eine Minderheit bilden (Ausländeranteil von über 50 Prozent). Die Rangliste der ausländischen Bewohner wird von den Briten angeführt, gefolgt von den Russen und den Deutschen. Die Schweiz hat es im Gegensatz etwa zu Irland oder China nicht unter die Top-20-Nationen geschafft. Ganz offenbar gibt es für Schweizer Zweitwohnungsbesitzer attraktivere Gegenden als Torrevjeja.

Torre de Tamarit

21. Dezember 2024 / Spanien / Santa Pola / Torre de Tamarit

Mitten in den Salzseen bei Santa Pola steht auf einer kleinen Insel der Torre de Tamarit. Sehr fotogen, wie ich finde. Ab hier beginnt für mich Neuland. Die Mittelmeerküste bis Santa Pola haben wir in den letzten Jahren mehrmals bereist. Ein Teil der Strecken, die ich in den letzten Tagen gefahren bin, kannte ich bereits. Auch die Städte und einige Dörfer war mir bekannt. Ganz im Süden Spaniens war ich hingegen seit bald fünfzehn Jahren nicht mehr. Ich bin sehr gespannt, was für Bilder und Eindrücke mich in den nächsten Wochen erwarten.

Santa Pola

21. Dezember 2024 / Spanien / Santa Pola / Salinen

Wider Erwarten hat es nun doch noch heftig geschneit in Spanien. Riesige Schneeberge haben sie zusammengestossen. Quatsch! Bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen von 16 Grad ist der Schnee natürlich sehr weit weg. Im Osten von Santa Pola wird noch in grösserem Stil Salz gewonnen. Die Strasse nach Torrevjeja führt mitten durch die riesigen Becken, in denen man das Wasser langsam verdunsten lässt. An verschiedenen Stellen wird das gewonnene Salz dann zu riesigen Salzbergen aufgetürmt.

Alicante

20. Dezember 2024 / Spanien / Alicante / Castell de Santa Bàrbara

Wer Alicante bei Regen erlebt, muss Pech haben. Denn die Stadt soll auf fast 3’000 Sonnenstunden pro Jahr kommen. Pech hatte ich nicht in Alicante, sondern rund zehn Kilometer weiter. Ich habe mir einen Platten eingefahren. Eigentlich kein Problem, war doch der Schlauch rasch gewechselt. Doch bevor ich losfahren konnte, gab es einen leichten Knall und der neue Schlauch war auch futsch. Kaum war mein Fluchen verstummt, kam mir ein spanischer Radfahrerkollege zu Hilfe und händigte mir seinen Reserveschlauch aus. Glück gehabt. Doch leider hielt dieser Schlauch auch nur rund zehn Kilometer. Teilweise zu Fuss, teilweise per Tram habe ich es dann geschafft, einigermassen zeitig zu Hopo zurückzukehren. Morgen wird nicht nur der Schlauch, sondern auch der Pneu gewechselt. Das wird dann hoffentlich ein Weilchen halten.

La Illeta dels Banyets

20. Dezember 2024 / Spanien / el Campello / La Illeta dels Banyets

Unmittelbar neben dem Hafen von el Campello kann man auf einer kleinen Halbinsel eine Ausgrabungsstätte besichtigen. Steinzeitmenschen, Iberer, Römer und viele mehr haben zwischenzeitlich auf der Halbinsel gelebt und ihre Spuren hinterlassen. Die ältesten Überbleibsel, auf die die Archäologen gestossen sind, sollen 5’000 Jahre alt sein. Die Illeta dels Banyets ist damit eine der bedeutendsten Fundstätten an der Mittelmeerküste. Dass sie ausgesprochen schön gelegen ist, wertet sie nochmals auf.

Benidorm

20. Dezember 2024 / Spanien / Benidorm / Westlicher Strand

Benidorm – auch Manhatten am Mittelmeer genannt – ist der Inbegriff für Massentourismus. Mehrere Millionen Britten und Holländer – und Urlauber aus etlichen weiteren Nationen – verbringen hier Jahr für Jahr ihre Sommerferien. Von der Grossstadt ab in den Urlaub in eine andere Grossstadt. Davon kann man halten, was man will. Genau gleich hält es sich mit der Architektur. Immerhin: wäre Benidorm statt in die Höhe in die Breite gebaut worden, wäre noch viel mehr verschandelt worden. Allen Bedenken zum Trotz gibt die Skyline in Kombination mit der Sandbucht und dem herrlich blauen Meer ein tolles Bild ab.

Altea

19. Dezember 2024 / Spanien / Altea / Templo del Arcángel Miguel

Auf der Fahrt von Calp nach Benidorm sticht einem bei Altea ein russisch-orthodoxer Tempel ins Auge. Ein solches Gotteshaus würde man in dieser Gegend nicht unbedingt erwarten. Aber es scheint offenbar genug Russen zu geben, die an die Costa Blanca ausgewandert sind oder hier ihre Ferien verbringen, um den Bau einer eigenen Kirche zu rechtfertigen. Mit dem Bau des Templo del Arcángel Miguel wurde 2002 begonnen. Es ist die erste in Spanien erbaute russisch-orthodoxe Kirche.

Calp mit Penyal d’Ifac

19. Dezember 2024 / Spanien / Calp / Penyal d’Ifac

Und hier der Penyal d’Ifac wie man ihn kennt. Sieht schon viel schöner aus als von Osten her. Trotz der 22 Grad sind die Strände auch hier praktisch leer. Der Uferpromenade entlang ist aber recht viel Betrieb. Es wird viel Deutsch gesprochen, teilweise sogar Schweizerdeutsch. Aber auch Englisch, Französisch und Holländisch ist immer wieder zu hören. Überwintern in Spanien scheint in Mode zu sein. Verständlich beim tollen Wetter, das man hier vorfindet. Ich treffe aber auch immer wieder auf Leute, die auf einer Bank sitzen und einen sehr gelangweilten Eindruck machen. Leben fern der Heimat scheint nicht nur schön zu sein.