Droht ein nächster Vulkanausbruch?

11. November 2024 / Italien / Vesuv / Krater

Der Vesuv ist ein aktiver Vulkan. Bei unserem Besuch heute hat er auch tatsächlich an einigen Stellen Dämpfe und Gase abgelassen. Wirklich bedrohlich sagt das aber nicht aus. Der letzte richtige Ausbruch des Vesuvs liegt achtzig Jahre zurück. Seither befindet er sich in einer Ruhephase (die hoffentlich noch lange anhält). Ein riesiger Ausbruch fand im Jahr 79 nach Christus statt, bei dem die antiken Städte Pompeji, Herculaneum, Stabiae und Oplontis verschüttet wurden

Auf dem Vesuv

11. November 2024 / Italien / Vesuv / Krater

Das Wetterglück bleibt uns treu. Seit einer Woche wird immer wieder Regen für einen der nächsten Tage vorhergesagt. Glücklicherweise verschiebt sich das aber stets weiter nach hinten. So hatten wir auch heute bei unserem Besuch auf dem Vesuv wieder prächtiges Wetter. Mit seinen 1’281 Meter Höhe ist der Vesuv – seines Zeichens der grösste Vulkan auf dem europäischen Festland – in der ganzen Gegend gut sichtbar. Um ihn zu besuchen fährt man auf einer schmalen, kurvenreichen Strasse bis auf eine Höhe von 800 Metern. Von hier aus kann man per Sammeltaxi bis auf 1’000 Meter Höhe fahren, falls man das so will (wir haben es nicht gewollt und sind die ganze Strecke zu Fuss gegangen). Und dann steigt es nochmals knapp 200 Meter bis zum Krater an. Hier hat man eine phantastische Aussicht: einerseits in den Schlund des Vulkans, andererseits und den Golf von Neapel und auf Neapel selbst.

Amalfiküste – Atrani

10. November 2024 / Italien / Amalfiküste / Atrani

Die Amalfitana mit dem Fahrrad abzufahren ist ein wahres Vergnügen. Die Landschaft ist einmalig schön, die Streckenführung anspruchsvoll und reizvoll zugleich. Der grosse Vorteil ist, dass man dem Fahrrad überall anhalten und die Landschaft geniessen kann. Von Nachteil ist, dass man – weil man eben überall anhalten kann – nicht sehr zügig vorwärts kommt. Denn man kommt wirklich dauernd in den Genuss herrlicher Ausblicke oder prächtiger Ortschaften. Und das sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Amalfitana ist eine Strecke zum Geniessen. Auf Zeit und Tempo fahren kann man anderswo.

Amalfiküste – Amalfi

10. November 2024 / Italien / Amalfiküste / Amalfi

Amalfi zählt knapp 5’000 Einwohner, liegt etwa auf halber Strecke von Salerno nach Positano und hat der Küste den Namen gegeben. Amalfi verfügt über eine ordentliche Anzahl Parkplätze und einen etwas grösseren Hafen. Kein Wunder also, dass es hier besonders hektisch zu- und hergeht. Selbst Mitte November kommen laufend Ausflugsboote an und legen wieder los. Der Ort ist mit seinen meist weissen Häusern, die an den Berghängen kleben, aber auch wunderschön.

Kurvenreiche Amalfitana

10. November 2024 / Italien / Amalfitana / Strasse bei Furore

Die SS 163, besser bekannt als Amalfitana, ist sicher eine der schönsten Küstenstrassen Europas. Sie führt von Meta di Sorrento bis kurz vor Salerno. Errichtet wurde sie Mitte des 19. Jahrhunderts, also vor fast zweihundert Jahren. Zwischenzeitlich wurde sie natürlich laufend ausgebaut. An vielen Stellen ist die Strasse aber immer noch eng und vor allem sehr kurvenreich. Ausserhalb der Ortschaften verläuft die Amalfitana meist auf einer Höhe von rund hundert Metern und schlängelt sich den Felsen entlang. Immer wieder eröffnen sich dabei Blicke auf eine spektakuläre Küstenlandschaft.

Amalfiküste – Positano

10. November 2024 / Italien / Amalfiküste / Positano

Neapel haben wir heute links liegenlassen. Von Gaeta aus sind wir direkt nach Salerno gereist. Die Amalfiküste hat gelockt. Vor ein paar Jahren sind wir diese einmal mit dem Wohnmobil abgefahren. Das ist heute nicht mehr erlaubt und würde auch nicht wirklich Freude machen. Deshalb war ich heute mit dem Fahrrad unterwegs. Und das bei absolut idealen Bedingungen: Sonnenschein, gut zwanzig Grad warm, windstill, mässig viel Verkehr. Da die Strecke recht nahrhaft ist, war ich alleine unterwegs. Die knapp hundert Kilometer von Salerno bis Positano und zurück sind das eine. Das stetige Auf und Ab das andere. Am Schluss haben sich 1’500 Höhenmeter zusammengeläppert, 300 Höhenmeter mehr als bei der Fahrt auf den Chasseral. Gut, dass ich dieses Jahr schon einige Trainingskilometer in den Beinen habe.

Castello di Mola

9. November 2024 / Italien / Mola / Castello di Mola

Auf meiner heutigen Velotour bin ich auf das Castello di Mola gestossen. Die Festung liegt direkt an einem kleinen Hafen. Ihre Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Der grosse Vorteil vom Radfahren ist, dass man sofort anhalten kann, wenn man unerwartet etwas halbwegs Spannendes wie dieses Castello am Wegesrand entdeckt. Velofahren geht hier unten im Süden relativ gut. Die Strassen sind deutlich breiter als etwa in Ligurien. Wenn man die viel und von Camions befahrenen Routen meidet, kommt man mit dem Verkehr recht gut zurecht. Einzig die Strassen könnten besser sein. Gute Strassenabschnitte lösen sich immer wieder mit Schlaglochstrecken ab. Ein Rennrad hat hier vermutlich nur eine kurze Lebensdauer. Ein Gravel-Bike ist hingegen ideal.

Gaeta aus der Vogelperspektive

9. November 2024 / Italien / Gaeta / Altstadt vom Monte Orlando aus

Wir nähern uns allmählich Neapel. Von Gaeta aus, wo wir den heutigen Tag verbracht haben, sind es bloss noch hundert Kilometer bis in die Hauptstadt der Region Kampagnen. Gaeta ist ein Hafen- und Badeort mit 20’000 Einwohnern, dessen Altstadt auf einer hügeligen Landzunge liegt. Einen besonders schönen Blick auf diese Altstadt hat man vom Monte Orlando aus. Um in den Genuss dieses Ausblicks zu gelangen, bedarf es allerdings zuerst einer kleinen Anstrengung. Der Monte Orlando ist 171 Meter hoch und nur zu Fuss oder per Rad erreichbar. Angesichts des tollen Panoramas lohnt sich der Aufstieg aber alleweil.

Hafen von Anzio

8. November 2024 / Italien / Anzio / Hafen

Anzio besitzt auch einen ordentlichen Hafen. Sonst wären wir kaum hier gelandet. Häfen ziehen uns einfach magisch an. Im Haupthafen von Anzio dominieren immer noch die Fischerboote. Am Nachmittag wird bei der Rückkehr der Fischer wieder direkt im Hafen verkauft. Dieses Mal nicht mehr vom Boot aus, sondern vor den Booten auf improvisierten Tischen. Mindestens zwölf solcher Verkaufsstellen hatte es hier heute. Spannend, dem ganzen Treiben ein Weilchen zuzuschauen. Denn wie es sich für Italien gehört wird auch aus dem simplen Verkauf von Fischen ein Spektakel zelebriert.

Villa di Nerone in Anzio

8. November 2024 / Italien / Anzio / Villa di Nerone und Leuchtturm

Anzio liegt knapp 60 km südlich von Rom. Bereits zur Zeit der Römer war Anzio, das damals noch Antium hiess, ein beliebter Badeort. Etliche vornehme Römer hatten hier ihre Sommervillen. Direkt am Strand sind heute noch Überreste eine solchen Villa (Villa di Nerone) zu besichtigen. Der Strand hier bietet wirklich viel: recht feinen Sand, Ruinen einer römischen Villa, Grotten und darüber ein Leuchtturm. Und heute war der Strand auch noch fast menschenleer. Im Sommer dürfte das anders sein.