Asketon Abbey

24. Juli 2024 / Asketon / Asketon Abbey

Wir ziehen wieder einmal einen trüben Tag ein. Entgegen den Wetterprognosen, die für den ganzen Tag Regen vorhersagten, blieb es aber weitgehend trocken. Auf der Fahrt von der Dingle-Halbinsel zu den Cliffs of Moher stossen wir nahe Limerick auf das Asketon Abbey (gegründet im 14. Jahrhundert, betrieben bis ins 18. Jahrhundert). Auf Kloster- und Kirchenruinen trifft man in Irland recht häufig. Sie sind oft an schönen Orten gelegen und daher recht fotogen. Für den späteren Nachmittag hatten wir noch die Cliffs of Moher auf dem Programm. Diese haben sich aber in dicken Nebel eingehüllt. So macht ein Besuch wenig Sinn. Mal schauen, ob wir morgen mehr Glück haben.

Schau mir in die Augen, Kleines

23. Juli 2024 / Irland / Foilnagerath / Lamas bei den Kerry Cliffs

Immer wieder treffen wir in Irland auf einheimische Haustiere: Rinder, Schafe, Pferde, Esel, Lamas. Wobei, um ehrlich zu sein: die vier Lamas, denen wir bei den Kerry Cliffs begegnet sind, sind die ersten und bisher einzigen auf unserer Reise auf der grünen Insel. Auch Esel sieht man selten. Rinder und Schafe gibt es hingegen en masse. Insgesamt soll es 7 Millionen Rinder in Irland geben und sogar 8 Millionen Schafe. Und das bei bloss 5 Millionen Einwohnern. Die grosse Zahl an Schafen erstaunt uns etwas. Wir haben das Gefühl, dass wir weniger Schafe als Rinder sehen. Auf alle Fälle viel weniger Schafe als letztes Jahr in Schottland. Aber die schlauen Statistiker werden sicher richtig gezählt und gerechnet haben.

Übernachtungsplatz vom Feinsten

23. Juli 2024 / Irland / Dunmore Head / Coumeenoole Bay

Hopo hat sich wieder einmal einen hübschen Übernachtungsplatz ausgesucht. Uns gefällt er auch. Wir sind daher einverstanden, hier zu nächtigen. Der Platz liegt direkt über der Coumeenoole Bay und unter dem Dunmore Head. Das Strässchen auf dem Foto führt zum Strand. Bei den vorherrschenden Temperaturen (14 Grad um sieben Uhr abends) werden uns wohl kaum mehr allzu viele Badende stören. Einer ruhigen Nacht steht damit nichts mehr im Wege. Das einzige, was wir noch hören, ist das Rauschen des Meers.

Am westlichsten Punkt Irlands

23. Juli 2024 / Irland / Dingle-Halbinsel / Dunmore Head

Auf einem abenteuerlichen Strässchen sind wir beim Dunmore Head, dem westlichen Ende der Dingle-Halbinsel angekommen. Es handelt sich gleichzeitig um den westlichsten Punkt auf dem irischen Festland. Der Dunmore Head ist ein kleiner Hügel, der steil ins Meer abfällt und dem einige Insel vorgelagert sind. Eine rauhe, aber eindrücklich schöne Gegend.

Abenteuerliche Strassen

23. Juli 2024 / Irland / Dunmore Head / Südlich von Coumeenoole

Die Strecke von Dingle zum Dunmore Head ist auf den letzten Kilometern absolut spektakulär. Das enge Strässchen windet sich hoch über dem Atlantik der Küste entlang. Die Aussicht auf das Meer und den nahen Dunmore Head sind eindrücklich. Zum Glück bewältigen die meisten Automobilisten die Strecke im Uhrzeigersinn, so dass sich der Gegenverkehr in Grenzen hält. Generell sind die Strassen in Irland sehr unterschiedlich. Teilweise fährt man auf gut ausgebauten Strecken, auf denen man zügig vorwärts kommt. Es gibt aber auch extrem enge Strässchen mit nur wenig Ausweichstellen. Gut, dass die Iren sehr gesittete Automobilisten sind und man ausgesprochen respektvoll miteinander umgeht.

Atemberaubende Kerry Cliffs

23. Juli 2024 / Irland / Halbinsel Iveragh / Kerry Cliffs

Eigentlich hätten wir gerne die grössere der Skelling Islands besucht. Die Touren, bei denen man tatsächlich auf die Insel darf, sind aber bis Mitte August ausgebucht. Und lange auf eine Schifffahrt warten, bei der man die Inseln bloss umrundet, mögen wir nicht. Wir machen uns daher auf zu den nahe gelegenen Kerry Cliffs, die am äussersten Rand der Halbinsel Iveragh liegen. Dieser Besuch lohnt sich. Die Klippen sind wirklich eindrücklich. Auf den höchsten Punkten ist man gut 300 Meter über dem tosenden Atlantik.
Auf der Iveragh-Halbinsel haben wir recht viel Nebel und Regen, aber auch viel Schönes erlebt. Wir verlasen die Gegend daher mit einem guten Gefühl und schönen Erinnerungen.

Spezielle Abendstimmung

22. Juli 2024 / Irland / Sneem / Goosey Island Motorhome Park

Nach drei Nächten an durchwegs schönen Plätzen im Freien haben wir mit Hopo wieder einmal einen bezahlten Stellplatz angefahren. Zwei Tanks mussten entleert, der Wassertank wieder gefüllt werden. Zu unserer Überraschung waren die besten Plätze direkt am Wasser noch frei. So nächtigen wir wieder einmal unmittelbar am Meer. In Italien, Frankreich oder Spanien müssten wir für so einen Platz zuvorderst an der Front wohl einen satten Zuschlag berappen. Erneut können wir bequem von unserer guten Stube aus verfolgen, wie sich das Meer – oder besser gesagt der bei Sneem tief ins Land hineinreichende Meeresarm – allmählich entleert. Kurz vor dem Eindunkeln dürfen wir noch eine ganz spezielle Stimmung miterleben. Dass es wieder regnet stört für einmal nicht.

Etwas Farbe an einem trüben Tag

22. Juli 2024 / Irland / Caherdaniel / Derryname National Historic Park

Die Küsten der Halbinsel Iveragh westlich von Killarney sollen wunderschön sein. Sie sollen zum schönsten zählen, was Irland zu bieten hat. Bestätigen können wir es leider nicht – oder noch nicht. Denn auf unserer Fahrt über die Panoramastrasse rund um die Halbinsel, den sogenannten Ring of Kerry, sind wir primär auf Nebel und auf Regen gestossen. Wahrlich kein schöner Tag heute. Die besten Momente haben wir am Strand des Derryname National Historic Park erlebt. Auch hier war der Himmel stark bewölkt. Aber wenigstens hat es für einen Moment nicht geregnet. Und einige Pflanzen haben etwas Farbe in die sonstige Tristesse gebracht. Auf halber Strecke haben wir die Rundfahrt abgebrochen. Morgen soll das Wetter besser sein. Wir sind doch sehr gespannt und hoffen das Beste.

Irland wie aus dem Bilderbuch

21. Juli 2024 / Irland / Gap of Dunloe / Brücke beim Black Lough

Die Velofahrt in den Nationalpark ist mir irgendwie zu wenig. Ich will den See ganz umrunden. Leichter gesagt als getan. Damit man den See, oder besser gesagt die drei nahe beieinander liegenden Seen umrunden kann muss, man einen gehörigen Umweg durch die nahen Berge auf sich nehmen. Der erste Anstieg (weitere werden noch folgen) führt zum Pass Gap of Dunloe, 250 Meter hoch und bei Wanderern äusserst beliebt. Die Natur ist wirklich beeindruckend: mehrere Bergseen, Gebirgsbäche, alte Steinbrücken, grasende Schafe. Irland wie aus dem Bilderbuch. Nur der aufziehende Regen trübt die Freude. Doch das ist die Sichtweise eines sonnenverwöhnten Mitteleuropäers. Ein Ire, dem ich unterwegs begegnet bin und der auf seinem Rennrad unterwegs war, meinte „it’s lovely today“. Bestes Velofahrerwetter, richtig zum geniessen. Die spinnen, die Iren.

Killarney-Nationalpark

21. Juli 2024 / Irland / Killarney-Nationalpark / Muckross Lake

Der irische Hochsommer war von kurzer Dauer. Der heutige Morgen empfängt uns wieder einmal mit Nieselregen und einem stark bewölktem Himmel. Wir fahren nach Killarney, einem der touristischen Hotspots Irlands. Die im Südwesten Irlands gelegene Kleinstadt (15’000 Einwohner) liegt an einem grösseren See und dient als  Ausgangspunkt für Wanderungen, Radfahrten, Bootsfahrten oder PW-Ausflüge in die nahe Natur, die wirklich ausgesprochen schön ist (selbst für verwöhnte Schweizer). Südöstlich der Stadt befindet sich der Killarney-Nationalpark, in dem unter anderem der älteste noch verbleibende Eichenwald Irlands angesiedelt ist. Durch den Nationalpark führt ein gut ausgebauten Radweg. Dieses Vergnügen lassen wir uns nicht entgehen.