Leckere Balik Ekmek

1. Februar 2026 / Türkei / Istanbul / Karaköy-Fischmarkt

Je länger wir den Fischern auf der Galatabrücke zugeschaut haben, umso stärker hat es uns nach Fisch gelüstet. Selber fischen mochten wir aber nicht. Gut, dass es auf beiden Seiten der Brücke Grillstände gibt, bei denen man für ein kleines Geld Balik Ekmek (Fischbrötchen) kaufen kann. Unsere Testesserei hat ergeben, dass die Fischbrötchen auf der Südseite der Galatabrücke fein sind, dass es auf der Nordseite beim Karaköy-Fischmarkt noch viel bessere gibt. Geschätzter Grillmeister: Bei unserem nächsten Istanbul-Besuch kommen wir wieder an deinem Stand vorbei und werden gleich mehrfach zuschlagen. Versprochen!

Mama-Otomati

1. Februar 2026 / Türkei / Istanbul / Katzenfutterautomat

Die Istanbuler Katze haben es gut (zumindest jene im Stadtzentrum). Haben sie einmal Hunger, müssen sie bloss beim nächsten Mama-Otomati (Katzenfutterautomaten) vorbeischauen. Die Funktionsweise der Automaten ist einfach. Der tierliebende Tourist wirft oben eine oder mehrere Münzen ein. Unten kommt das Katzenfutter raus, von dem die Istanbuler Mietzekatzen leben. Die Geschäftsidee scheint zu funktionieren. Selbst in der Nebensaison wird so viel Geld in die Automaten geworfen, dass die Katzen es nicht schaffen, alles Futter wegzufressen. Ob man den Tieren damit einen Gefallen tut, wage ich zu bezweifeln. Aber solange die Kasse stimmt und der Hunger der Katzen gestillt ist, scheint sich hier niemand gross daran zu stören.

Edirne

31. Januar 2026 / Türkei / Edirne / Selimiye-Moschee

Obwohl unser Standplatz direkt am Rande der Altstadt von Edirne lag, haben wir in unserer ersten Nacht in der Türkei herrlich geschlafen. Und das länger, als wir es eigentlich vorhatten, was auch damit zusammenhängen mag, dass wir bei der Einreise in die Türkei erneut die Zeitzone gewechselt haben und nun zwei Stunden Vorsprung gegenüber der Schweiz haben. Wir haben am Vormittag nochmals die Altstadt von Edirne besucht, die uns sehr gut gefallen hat. Es gibt einige eindrückliche Moscheen und andere historische Bauten. Toll war es auch, durch die Basare und die Fussgängerzone zu schlendern und dem emsigen Treiben zuzuschauen. Das Angebot der vielen Lebensmittelgeschäfte und Restaurants hier ist extrem verlockend. Mit wenig Geld hätten wir uns in Kürze einen ordentlichen Bauch zulegen können. Wir haben aber Standfestigkeit bewiesen und es bei einem türkischen Kaffee und einem ersten Stück Baklava bewenden lassen. Das grosse Schlemmen haben wir vorerst einmal auf den Februar verschoben.

Ankunft in der Türkei

30. Januar 2026 / Türkei / Edirne / Grosser Basar

Am 30. Januar 2026 sind wir am späteren Nachmittag in der Türkei angekommen. Der Grenzübertritt von Griechenland her verlief reibungslos. Wir haben offensichtlich einen Grenzposten ausgesucht, der nur selten von Westeuropäern benutzt wird. Noch viel seltener scheinen hier Pickup-Camper zu passieren. Der Grenzbeamte, der für die Fahrzeugkontrolle zuständig war, hat auf alle Fälle Gefallen an Hopo gefunden. Statt nach Schmuggelware zu suchen, liess er sich den Innenausbau im Detail erklären. Dass wir so lange mit unserem Gefährt unterwegs sind, konnte er dann aber nur schwer verstehen. Hauptsache ist aber, dass wir nach relativ kurzer Zeit problemlos einreisen durften. Wegen einbrechender Dunkelheit haben wir von Edirne noch nicht allzu viel gesehen. Was wir aber gesehen haben, hat uns gut gefallen und Appetit gemacht auf einen ausführlicheren Spaziergang morgen Vormittag. Und die Menschen, die wir bisher angetroffen haben, waren allesamt sehr freundlich. Obwohl unser 24-Stunden-Parkplatz fast nichts kostet, hat uns der Platzwart noch mit feinen Süssigkeiten beschenkt. So reist man doch gerne in ein neues Land ein.

Türkei

30. Januar 2026 / Türkei / Dogubeyazit / Ishak-Pascha-Palast

Hopo will nach Asien. In den meisten europäischen Ländern war er bereits. Und auch Afrika (Marokko) hat er schon einmal kurz besucht. Nun zieht es ihn nach Asien, oder genauer gesagt, in die Türkei. Die Türkei ist das asiatische Land, das geografisch am nächsten bei der Schweiz liegt. Das Land ist riesig. Mit einer Fläche von 783’562 Quadratkilometern ist die Türkei rund 19-mal grösser als die Schweiz. Wir haben daher einiges an Weg vor uns. Zuerst zieht es uns in die Metropolen Istanbul und Ankara. Dann wollen wir der Schwarzmeerküste entlang ostwärts fahren und allenfalls auch einen Abstecher nach Georgien und Armenien unternehmen. Nach Ostanatolien und Kapadokien soll’s dann an die türkische Riviera gehen, von wo aus wir vermutlich auf dem Landweg nach Griechenland zurückkehren wollen. Wir rechnen mit rund sechs Wochen Aufenthalt in der Türkei und sind sehr gespannt, was wir unterwegs alles erleben dürfen.