Geschichte auf Schritt und Tritt

15. Januar 2026 / Griechenland / Athen / Römische Agora

Athen ist wie ein offenes Geschichtsbuch. An vielen Stellen in der Altstadt trifft man auf Ausgrabungsstätten oder Ruinen. Daneben gibt es viele alte Kirchen und Gebäude aus verschiedenen Epochen. Spannend ist, wer hier alles seine Spuren hinterlassen hat. Zuerst waren es die alten Griechen, die neben vielen anderen Gebäuden die bekannte Akropolis errichtet haben. Dann waren es die Makedonier, auf die die Römer folgten, von denen etwa noch die Überreste der römischen Agora zu sehen sind. Ab 1456 stand Athen während fast 400 Jahren unter der Herrschaft der Osmanen, die eine Vielzahl von Moscheen errichtet haben. Erst nach deren Abzug erfolgte 1830 die Gründung eines unabhängigen griechischen Staates. Griechenland hat somit eine sehr lange Geschichte, ist aber selber noch ein relativ junger Staat.

Kirche Agia Dynami

14. Januar 2026 / Griechenland / Athen / Kirche Agia Dynami

In Athen gibt es eine Vielzahl von Kirchen. Eine der aussergewöhnlichsten ist die kleine Kirche Agia Dynami. Und das nicht wegen ihrer Bauform, sondern wegen ihrer Lage. Die Agia Dynami steht zwischen zwei mächtigen Pfeilern im Eingangsbereich des Hotel Electra Metropolis, in dem früher das Bildungsministerium untergebracht war. Da stellt sich natürlich sofort die Frage, ob man die Kirche in diese Lücke hineingebaut hat oder ob man das moderne Gebäude um die Agia Dynami herumgebaut hat. Letzteres ist der Fall. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert während der osmanischen Herrschaft erbaut und es wird vermutet, dass sie auf den Ruinen eines antiken Herkules-Tempels steht. Das Hotelgebäude ist erst knapp siebzig Jahre alt. Was mich auch noch erstaunte: Die Kirche wird von den Einheimischen fleissig besucht. Tagsüber tritt praktisch alle dreissig Sekunden jemand ein, um nach spätestens zwei Minuten wieder auszukommen.

Lykabettus

14. Januar 2026 / Griechenland / Athen / Lykabettus und Akropolis

Rechts im Bild erkennt man den Lykabettus, den Hausberg der griechischen Hauptstadt (sozusagen der Güsche von Athen). Auf ihm steht die Kapelle des Heiligen Georg und von ihm aus hat man eine grandiose Aussicht auf die griechische Metropole. Das Gebäude links im Bild, das in einem desolaten Zustand ist und das vermutlich demnächst einmal zum Abbruch freigegeben wird, habe ich auch schon irgendeinmal auf einem Foto gesehen. Der Name dieses Bauwerks fällt mir aber beim besten Willen nicht mehr ein. Gut, Athen hat so viele sehenswerte Gebäude, dass man sich nur die Namen der wichtigsten merken kann.

Aussicht vom Lykabettus

14. Januar 2026 / Griechenland / Athen / Lykabettus / Aussicht auf Athen

Die Aussicht vom Lykabettus ist grandios. Wenn man um die Kapelle und um das Restaurant herumläuft, hat man eine 360-Grad-Sicht auf Athen. Und die Stadt mit ihren 650’000 Einwohnern (im Grossraum Athen sind es sogar mehr als drei Millionen) ist riesig und sieht mit ihren überwiegend weiss gestrichenen Häusern auch gut aus. Im Südwesten kann man dann noch gut Piräus und das Ägäische Meer sehen. Der Aufstieg (oder die Fahrt) auf den Lykabettus lohnt sich wirklich.

Kapelle des Heiligen Georg

14. Januar 2026 / Griechenland / Athen / Lykabettus / Kapelle
des Heiligen Georg

Die Kapelle des Heiligen Georg ist das höchstgelegene Gotteshaus Athens. Sie steht 277 Meter über dem Meer auf dem Lykabettus, dem Hausberg Athens. Auf den Gipfel des Lykabettus kommt man entweder mit einer Seilbahn oder aber über einen schön angelegten Zickzackweg zu Fuss. Der Legende nach soll Athene den Berg fallen gelassen haben, als sie ihn für den Bau einer Festung transportierte. Die weiss getünchte Kapelle ist eine griechisch-orthodoxe Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Im Innern wirkt sie eher bescheiden. Das ist aber sekundär. Auf den Lykabettus kommen nur die Allerwenigsten wegen der Kapelle, sondern wegen der grandiosen Aussicht, die man von hier oben hat.

Theater von Thorikos

13. Januar 2026t / Griechenland / Thorikos / Theater von Thorikos

Über Mittag habe ich beim Theater von Thorikos einen Halt eingelegt. Erbaut wurde dieses 500 Jahre vor Christus. Damit gehört es zu den ältesten erhaltenen antiken griechischen Theatern der Welt. Ungewöhnlich ist die elliptische Form des Theaters, die deutlich vom sonst üblichen Halbkreis abweicht. Speziell ist, dass das Theater frei zugänglich ist. Es gibt eine Hinweistafel. Und das ist es dann auch schon. Bei meinem heutigen Besuch war weit und breit kein Mensch zu sehen und ich konnte mich frei und ungestört auf dem ganzen Ausgrabungsgelände bewegen und die ganze Szenerie in aller Ruhe für mich alleine geniessen.

Lavrion

3. Januar 2026 / Griechenland / Lavrion / Hafen

Das südöstlich von Athen gelegene Lavrion ist ein Fähr- und Handelshafen, der speziell für Fahrten zu den Kykladen genutzt wird. Eigentlich wollte ich nur durchfahren. Als ich dann aber die farbigen Fischerboote sah, musste ich unbedingt anhalten. Fischerhäfen ziehen mich irgendwie magisch an. Der Halt hat sich gelohnt. Das ganze Hafengelände ist sehenswert, und auch die übrigen Teile des Städtchens, die ich zu sehen bekam, haben mir gut gefallen. Südlich vom Hafen soll es noch einige hübsche Badebuchten geben und auch die hiesige Gastronomie soll für ihre Fischgerichte und für Meeresfrüchte bekannt sein.

Poseidontempel

13, Januar 2026 / Griechenland / Kap Sounion / Poseidontempel

Der auf der südlichsten Spitze Attikas gelegene Poseidontempel gehört zu den meistbesuchten archäologischen Stätten Griechenlands. Und von denen gibt es ja nicht wenige. Der Tempel liegt auf dem höchsten Punkt am Kap Sounion, von wo aus man eine fantastische Aussicht auf einige kleine Inseln und auf das ägäische Meer hat. Für die alten Griechen war das Kap Sounion ein mythischer Ort. Hier soll König Aigeus von Athen ins Wasser gesprungen sein, als er dachte, sein Sohn Theseus sei tot, was dem Meer seinen Namen gab (Ägäis). Die weissen Säulen des Tempels dienten antiken Schiffen, die Athen ansteuerten, als sichtbares Zeichen, um sich zu orientieren. Für mich persönlich hat das Kap Sounion eine besondere Bedeutung, weil ich bereits als Schulkind einmal mit meinen Eltern hier war. Nachdem ich direkt unter dem Tempel eine wunderbar ruhige Nacht verbracht habe, ist der Ort für mich noch spezieller geworden.

Abendstimmung beim Kap Sounion

12. Januar 2026 / Griechenland / Kap Sounion / Abendstimmung

Kap Sounion ist bekannt für den Poseidontempel, der schön auf einer Anhöhe über dem Meer steht. Und Kap Sounion ist bekannt für seine Sonnenuntergänge. Und tatsächlich waren heute Abend einige Reisecars und Kleinbusse hier vor Ort. Der heutige Sonnenuntergang war für die meisten Besucher wohl eher enttäuschend, da die Sonne hinter einem Wolkenband und nicht hinter dem Horizont verschwand. Dafür gab es später noch eine schöne Abendstimmung zu sehen. Da waren die Reisecars und Kleinbusse aber längst weggefahren. Schade. Oder anders gesagt: Man muss halt gelegentlich auch etwas warten können.

Athener Riviera

12. Januar 2026 / Griechenland / Athener Riviera / Küste westlich vom Kap Sounion


Heute war Suchen angesagt. Ich habe den Dieselzusatz AdBlue gesucht, ohne den Hopo irgendwnn nicht mehr läuft. Und obwohl es in Griechenland nur wenige AdBlue-Zapfsäulen gibt, habe ich tatsächlich per Zufall eine gefunden. Und ich habe erfolgreich einen bewachten Parkplatz gesucht, auf dem Hopo während meines Heimurlaubs friedlich warten kann. Die meiste Zeit des Tages habe ich damit verbracht, eine Toyota-Garage zu suchen, die Hopo reparieren kann, da ich auf irgendeiner Schotterpiste im Balkan ein Unterbodenblech beschädigt habe. Fündig geworden bin ich leider noch nicht, da drei Werkstätten nicht über die notwendige Deckenhöhe für eine Reparatur verfügten, eine nicht mehr existierte und die letzte mir einen unseriösen Eindruck machte. Da habe ich noch eine Aufgabe vor mir. Und schliesslich habe ich auch noch schöne Landschaften gesucht. Und die habe ich dann tatsächlich auch noch gefunden, und zwar an der Küste ganz im Süden von Athen. Die Küste hier ist überwiegend schroff und steinig. Was für ein Glück. Gäbe es hier lange Sandstrände, wäre wohl alles zubetoniert.