Schlafen neben dem Mist

21. Februar 2026 / Türkei / Ararat / Ararat von Bozkurt aus

Die nähere Umgebung unseres heutigen Übernachtungsplatzes sieht nicht sehr anmächelig aus. Die hiesigen Bauern haben hier ordentlich Mist deponiert und es liegt auch etwas Müll rum. Der Blick auf den Ararat, den wir von hier aus geniessen können, ist aber einmalig. Einen schöneren Schlafplatz kann es hier in der Gegend kaum geben. Zudem wird der Mist in der kommenden Nacht keine Gerüche absondern können, da wieder eine bitterkalte Nacht ansteht. Heute hatten wir übrigens 13 Grad. Am morgen früh waren es minus 13 Grad, Mitte Nachmittag plus 13 Grad. Die Höchst- und Tiefstwerte liegen somit weit auseinander. Gut, dass wir in unserem Hopo viele Kleider unterbringen können und auf jede Wetterlage eine passende Antwort finden.

Berg Ararat

21. Februar 2026 / Türkei / Ararat / Ararat von Kavaktepe aus

Mit 5137 Metern ist der Ararat der höchste Berg der Türkei. Er übertrifft den höchsten Berg Europas um gut dreihundert Meter. Der Ararat ist so mächtig, dass wir ihn schon aus grosser Distanz erkennen konnten. Nach einer recht langen Fahrt sind wir dann an dessen Fuss angekommen. Selbst für uns Schweizer, die wir uns hohe Berge ja gewohnt sind, hat der Ararat wirklich eindrückliche Dimensionen. Das Dorf am Fusse des Ararat besteht nur aus wenigen Häusern. Aber kein Dorf in der Türkei scheint klein genug zu sein, um nicht seine eigene Moschee zu haben.

Arche Noah

21. Februar 2026 / Türkei / Tuzluca / Arche Noah

Nach der biblischen Überlieferung strandete die Arche Noah auf dem Berg Ararat. Gemäss Koran war die Landung hingegen im Judi-Gebirge, das etwa 200 km südlich liegt. Wir haben unsere Arche Noah heute in Tuzluca gefunden, das siebzig Kilometer nordwestlich vom Berg Ararat liegt.

Landschaft rund um die Salzminen

21. Februar 2026 / Türkei / Tuzluca / Landschaft bei den Salzminen

Nicht nur die schön ausgeleuchteten Salzminen sind sehenswert, sondern auch die Landschaft in ihrer unmittelbaren Nähe. Was man rund um Tuzluca an prächtigen Landschaftsbildern zu sehen bekommt, ist eindrücklich. Die Region ist wirklich einen Besuch wert.

Salzminen

21. Februar 2026 / Türkei / Tuzluca / Salztherapie-Zentrum

In Tuzluca wird seit Jahrhunderten Salz abgebaut. In den riesigen Salzminen des Tuz Dagi, die den Salzbedarf der Türkei noch für schätzungsweise 100 Jahre decken können, werden täglich etwa 150 Tonnen Salz abgebaut. Ein Teil der riesigen, 55 Hektar umfassenden Salzminen wurde in ein modernes Zentrum für Halotherapie umgewandelt, das insbesondere zur Linderung von Atemwegserkrankungen dient. Wir sind zum Glück gesund und benötigen keine Therapie. Den Anblick der schön ausgeleuchteten Salzhallen wollten wir uns aber nicht entgehen lassen.

Regenbogenhügel

21. Februar 2026 / Türkei / Tuzluca / Regenbogenhügel

Von Ani aus sind wir südwärts Richtung Berg Ararat gefahren. Nördlich von Tuzluca trifft man auf wunderbare Landschaften, die zum Glück nicht mehr eingeschneit waren. Speziell schön waren die sogenannten Regenbogenhügel, die mit ihren starken Farben aus der Landschaft herausragen.

Kirche St. Gregor der Abughamrentz

21. Februar 2026 / Türkei / Ani / Kirche St. Gregor der Abughamrentz

Die Kirche St. Gregor der Abughamrentz ist eines der besterhaltenen mittelalterlichen Bauwerke in der Ruinenstadt Ani. Die Kirche wurde vor über tausend Jahren als Privatkapelle einer einflussreichen Familie errichtet. Zur Ruinenstadt gehören eine imposante Stadtmauer, eine Zitadelle, Kirchen und Moscheen sowie weitere Gebäude. Die Anlage ist auch besonders schön gelegen. Sie liegt direkt am Grenzfluss Arpaçay, der die natürliche Grenze zu Armenien bildet. Weiterhin ist sie von Tälern umgeben, die voll von einst bewohnten Höhlen sind. Und im Hintergrund liegen schneebedeckte Berge. Ani hat uns sehr gut gefallen und wir können den Besuch bestens weiterempfehlen.

Ruinenstadt Ani

21. Februar 2026 / Türkei / Ani / Ausgrabungsstätte

Wir wären beinahe wieder nach Armenien zurückgekehrt. Die Ruinenstadt Ani, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, liegt direkt an der türkisch-armenischen Grenze. Ani, das oft als „Stadt der 1001 Kirchen“ bezeichnet wird, war im 10. Jahrhundert die Hauptstadt des armenischen Bagratiden-Reiches und ein wichtiger Handelsplatz an der Seidenstrasse. Heute ist es in der Osttürkei ein Touristenmagnet. Als wir heute Vormittag zeitig dort eintrafen, waren bereits mehrere Busse, Kleinbusse und Personenwagen vor Ort. Einen solchen Auflauf sind wir uns schlicht nicht mehr gewohnt. Dass die Ruinenstadt gut besucht wird hat aber ihren guten Grund. Die Anlage ist wirklich sehenswert.

Moschee mit bewegter Vergangenheit

20. Februar 2026 / Türkei / Kars / Heilige-Apostel-Kirche

Neben der Festung ist die Heilige-Apostel-Kirche die zweite Hauptsehenswürdigkeit von Kars. Das Gotteshaus wurde im 10. Jahrhundert als armenisch-apostolische Kathedrale erbaut. Nach der osmanischen Eroberung wurde die Kirche im 16. Jahrhundert erstmals in eine Moschee umgewandelt. Von 1877 bis 1918 diente sie als russisch-orthodoxe Kirche. Später war sie ein Museum, bevor sie 1993 erneut in eine Moschee (Kümbet-Moschee) umfunktioniert wurde. Von unserem Übernachtungsplatz aus haben wir einen tollen Blick auf die Heilige-Apostel-Kirche (oder eben auf die Kümbet-Moschee). Das ist sehr schön, heisst aber auch, dass man hier den Muezzin besonders gut hört. Er wird uns morgen früh mit Bestimmtheit kurz wecken. Aber kein Problem: Das gehört nun mal zur Türkei und das nehmen wir gerne hin.

Festung von Kars

20. Februar / Türkei / Kars / Festung

Kars ist nach unserer Rückkehr in die Türkei die erste grössere Stadt, die wir angesteuert haben und in der wir übernachten werden. Wobei: Mit knapp 100’000 Einwohnern ist Kars für türkische Verhältnisse eine eher kleinere Stadt, die uns aber gut gefällt. Die Stadt wird von einer mächtigen, recht gut erhaltenen Festung überragt. Aufgrund der weiten Hochweiden, die die Stadt umgeben, ist Kars für drei Lebensmittel bekannt, die man in vielen Geschäften erwerben kann: Käse, Honig und Gänsefleisch. Am Rande der Altstadt gibt es sogar ein originell gestaltetes Käsemuseum. Wir fühlen uns fast schon heimisch.