Ebro-Delta – Reis-Aussaat

7. Mai 2024 / Spanien / Ebro-Delta / Spezieller Traktor beim Düngen eines Reisfelds

Das Ebro-Delta mit seinen unzähligen Reisfeldern hat uns wieder einmal angezogen. Wir unternehmen eine längere Velofahrt zu zweit und geniessen es, den Landwirten beim Säen und Düngen des Reises zuzuschauen. Wirklich sehenswert, wie sie sich mit ihren speziell ausgestatteten Traktoren durchs Wasser pflügen und die Reissaat respektive den Dünger ausbringen. Es windet recht stark. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 22 Grad ist eine Velofahrt in dieser speziellen Natur aber gleichwohl ein Hochgenuss.

Fischerhafen l’Amettla de Mar

6. Mai 2024 / Spanien / l’Amettla de Mar / Fischerhafen mit altem Ortskern

l’Amettla de Mar liegt gut 50 km südwestlich von Tarragona. Im Hafen hat es noch einige zum Teil recht grosse Fischerboote. Und eine Werft. Der alter Dorfkern steigt mit seinen weiss getünchten Häusern vom Meer her den Hang hinauf. Selbst einen hübschen, kreisförmigen Strand hat der Ort zu bieten. Und vor allem sind erfreulich wenige Touristen auszumachen. Zumindest ausserhalb der Badesaison. l’Amettla de Mar ist immer wieder einen Zwischenhalt wert.

Velofahrt nach Tarragona

5. Mai 2025 / Spanien / Tarragona / Amphitheater

Wir sind mittlerweile in Cambrils gelandet. Nachmittags mache ich mich mit dem Bike auf nach Tarragona. Zuerst führt der Weg während längerer Zeit dem Stand entlang. Dann durch Wohnquartiere. Die letzten Kilometer vor Tarragona führen dann durch ein Industriegebiet mit Raffinerien und chemischer Industrie. Entsprechend übel riecht es. Tarragona entschädigt dafür. Die Altstadt hat mit ihren engen, verwinkelten Gassen ihren speziellen Charme. Die Kathedrale und die zahlreichen Hinterlassenschaften der Römer – so etwa das Amphitheater – steigern die Attraktivität der Hafenstadt. Um mir die chemische Industrie zu ersparen, fahre ich über Reus zurück nach Cambrils. Es riecht deutlich besser. Dafür führt der Weg teilweise über holprigste Schotterwege. Alles kann man eben nicht haben.

Morgentlicher Spaziergang in Sitges

5. Mai 2024 / Spanien / Sitges / Altstadt von Osten her

Bisher kennen wir Sitges nur bei Nachmittags- und Abendlicht. Das heisst dann, wenn die Westseite der Altstadt beleuchtet ist. Wir sind gespannt, wie Sitges wirkt, wenn sich die Ostseite in bestem Lichte präsentiert und machen uns frühmorgens auf auf einen längeren Spaziergang. Und der Spaziergang wird tatsächlich länger. Die breite, von Palmen gesäumte Strandpromenade zieht sich über einige Kilometer dahin. Wir werden aber reichlich entschädigt. Auch die Ostseite der Altstadt wirkt sehr fotogen. Gelohnt hat sich auch der Abstecher in den Hafen. Zwei kleine Fischerboote haben den Wandel der Zeit überlebt. Ansonsten ist der Hafen voll mit Jachten. Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein sehen aber auch diese gut aus.

Sitges – Hübscher Badeort südlich von Barcelona

4. Mai 2024 / Spanien / Sitges / Kirche Sant Sebastia

Eigentliche Idee war es, heute bis südlich von Tarragona zu fahren. Das ist uns nun zu weit. Wir lassen Barcelona und dessen stark frequentierten Autobahnen hinter uns und zweigen dann ab ans Meer nach Sitges. Ein hübscher Badeort mit einer kleinen aber feinen Altstadt sowie einer langen, ausgesprochen gut genutzten Strandpromenade. Obwohl die Gemeinde „unseren“ Stellplatz zugesperrt hat, übernachten wir in Sitges.

Spontaner Halt in Girona

4. Mai 2024 / Spanien / Girona / Häuserreihe am Riu Onyar

Kurz vor Girona entschliessen wir uns spontan, einen kurzen Halt einzulegen. Nicht das erste Mal. Die Stadt ist ohne grossen Umweg zu erreichen, hat einen praktischen Stellplatz und genügend Parkplätze in akzeptabler Fussdistanz zur Altstadt. Und Girona ist ausgesprochen schön. Speziell die farbigen Häuser am Riu Onyar faszinieren immer wieder. Die Altstadt zieht sich den Hang hinauf und bietet eindrucksvolle Aussichtspunkte. Kathedrale und Basilika gefallen ebenso wie die begehbare Stadtmauer, Stadttürme mit schwindelerregenden Wendeltreppen und verwinkelten Altstadtgassen. Girona, wir kommen sicher wieder.

Perpignan überrascht uns

4. Mai 2024 / Frankreich / Perpignan / Place de la Cativa

Gut 30 km von der spanischen Grenze entfernt ist Perpignan die südlichste Stadt auf dem französischen Festland (120’000 Einwohner). Nichts Spektakuläres. Aber wir sind dennoch positiv überrascht. Perpignan hat einige hübsche Plätze zu bieten. Die Kathedrale St-Jean gefällt uns mit ihrem speziellen Turm. Eindrücklich ist das Stadttor Castillet. Enttäuschend ist einzig die Zitadelle, in der die Armee haust und die daher nicht zugänglich ist. Egal. Hauptsache, es ist recht sonnig und spürbar wärmer.

Am Canal du Midi

3. Mai 2024 / Frankreich / Colombiers / Übernachtungsplatz am Canal du Midi

Nach gut 770 km sind wir nahe von Bézers am Canal du Midi angekommen. Hopo hat eine Ruhepause verdient. Und wir wohl auch. Es ist immer noch recht stark bewölkt, aber merklich wärmer. Diese Nacht können wir die Heizung wohl ausgeschaltet lassen. Es ist ja schliesslich Mai und wir sind in Südfrankreich.

Zwischenhalt in Millau

3. Mai 2024 / Frankreich / Millau / Hinter dem Centre commercial

Kroatien. Wir fahren nach Kroatien. Zumindest bis drei Tage vor der Abfahrt waren wir noch fest entschlossen, nach Kroatien zu reisen. Die mittelfristigen Wetterprognosen haben uns aber zum Umdenken bewogen. Italien sollte es nun sein. Doch auch hier sahen die Wetterprognosen plötzlich nicht mehr allzu rosig aus. So haben wir keine zwei Stunden vor der Abreise beschlossen, Spanien anzupeilen. Schliesslich sind es schon wieder vier Monate her, seit wir das letzte Mal von Valencia zurückgekehrt sind. Nun hoffen wir, dass uns Kachelmann und seine Wetterfrösche keinen Streich spielen. Der heutige Tag lässt dies leider nicht ausschliessen. Die Sonne liess sich eher selten blicken, die Scheibenwischer waren öfters in Betrieb.

Hopo, unser Pickup-Camper

Hopo ist ein sogenannter Pickup-Camper. Das Basisfahrzeug ist ein Toyota Hilux Baujahr 2019 mit einem 2,4-Liter-Motor und einer Extra Cab Kabine (erweiterte Kabine mit kleineren Rücksitzen). Beladen wiegt das Gesamtgefährt mitsamt Insassen gegen 3,5 Tonnen und verbraucht 12,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Die Wohnkabine (Husky 240/5) stammt von der Firma Bimobil aus Oberpframmern bei München. Schweizer Importeur und Nachrüster ist die Firma Tartaruga AG aus Kleinadelfingen aus dem Zürcher Weinland. Mit Hopo sind wir dank ausreichenden Solarzellen autark unterwegs. Wir müssen alle drei bis vier Tage Frischwasser tanken und entsorgen, sind ansonsten aber nicht auf die externe Infrastruktur angewiesen, die ein Campingplatz bietet.