Irland wie aus dem Bilderbuch

21. Juli 2024 / Irland / Gap of Dunloe / Brücke beim Black Lough

Die Velofahrt in den Nationalpark ist mir irgendwie zu wenig. Ich will den See ganz umrunden. Leichter gesagt als getan. Damit man den See, oder besser gesagt die drei nahe beieinander liegenden Seen umrunden kann muss, man einen gehörigen Umweg durch die nahen Berge auf sich nehmen. Der erste Anstieg (weitere werden noch folgen) führt zum Pass Gap of Dunloe, 250 Meter hoch und bei Wanderern äusserst beliebt. Die Natur ist wirklich beeindruckend: mehrere Bergseen, Gebirgsbäche, alte Steinbrücken, grasende Schafe. Irland wie aus dem Bilderbuch. Nur der aufziehende Regen trübt die Freude. Doch das ist die Sichtweise eines sonnenverwöhnten Mitteleuropäers. Ein Ire, dem ich unterwegs begegnet bin und der auf seinem Rennrad unterwegs war, meinte „it’s lovely today“. Bestes Velofahrerwetter, richtig zum geniessen. Die spinnen, die Iren.

Killarney-Nationalpark

21. Juli 2024 / Irland / Killarney-Nationalpark / Muckross Lake

Der irische Hochsommer war von kurzer Dauer. Der heutige Morgen empfängt uns wieder einmal mit Nieselregen und einem stark bewölktem Himmel. Wir fahren nach Killarney, einem der touristischen Hotspots Irlands. Die im Südwesten Irlands gelegene Kleinstadt (15’000 Einwohner) liegt an einem grösseren See und dient als  Ausgangspunkt für Wanderungen, Radfahrten, Bootsfahrten oder PW-Ausflüge in die nahe Natur, die wirklich ausgesprochen schön ist (selbst für verwöhnte Schweizer). Südöstlich der Stadt befindet sich der Killarney-Nationalpark, in dem unter anderem der älteste noch verbleibende Eichenwald Irlands angesiedelt ist. Durch den Nationalpark führt ein gut ausgebauten Radweg. Dieses Vergnügen lassen wir uns nicht entgehen.

Bantry im schönsten Abendlicht

20. Juli 2024 / Irland / Bantry

Wir sind doch noch fündig geworden auf unserer Suche nach einem Übernachtungsplatz. Und das in Bantry. Bantry liegt im Südwesten Irlands am Ende einer langgezogenen Meeresbuch, der Bantry Bay. Der Ort zählt 3’000 Einwohner und ist in der Region ein wichtiges Wirtschaftszentrum. Für uns ist das im Moment eher unbedeutend. Hauptsache, wir können bei herrlicher Abendsonne eine schöne Küstenlandschaft geniessen und haben einen idealen Übernachtungsplatz direkt am Meer gefunden. Ein Tag, der mit viel Regen begann, neigt sich einem schönen Ende entgegen.

Schloss an prächtiger Lage

20. Juli 2024 / Irland / Kilcoe Castle

Es ist bereits wieder Zeit geworden, um uns nach einem möglichen Übernachtungsplatz umzuschauen. Beim Absuchen der Küste auf Organic Maps haben wir das Kilcoe Castle entdeckt, das der App zufolge wunderschön gelegen sein muss. Das ist es auch. Das Schloss, das sich in Privatbesitz befinden muss, liegt auf einem kleinen Inselchen und ist nur über eine Steinbrücke zugänglich. Die Küstenlandschaft rund um das Schloss ist atemberaubend. Speziell ist, dass wir ganz alleine beim Schloss sind. Das ist auch gut so, denn die Zufahrt zum Schloss (gut zwei Kilometer ab der Hauptstrasse) ist extrem schmal und kreuzen ist nur an ein paar wenigen Ausweichstellen möglich. Leider gibt es beim Schloss keinen Abstellplatz für Hopo, so dass wir unverrichteter Dinge, aber mit schönen Erinnerungen, wieder von dannen ziehen müssen.

Timoleague Abbey

20. Juli 2024 / Irland / Timoleague / Timoleague Abbey

Die Timoleague Abbey hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Sie bildete den Mittelpunkt eines ehemaligen Franziskanerklosters, das im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde es dann von englischen Truppen niedergebrannt. Auf das Kloster sind wir nur des schönen Wetters wegen gestossen. Bei Regen oder düsterem Himmel wären wir mit hoher Wahrscheinlichkeit achtlos neben den Klosterruinen vorbeigefahren.

Prächtige Küstenlandschaft

20. Juli 2024 / Irland / Timoleague / Meeresbucht im Osten von Timoleague

Auf dem Weg Richtung Westen passieren wir Timoleague, ein kleines Dörfchen mit knapp 400 Einwohnern. Bevor wir Timoleague erreichen führt die Strasse über einige Kilometer hinweg einem Küsteneinschnitt entlang. Am heutigen Tag präsentiert sich die Landschaft wahrlich im besten Licht.

Herrliche Klippenlandschaft

20. Juli 2024 / Irland / Old Head of Kinsale

Südlich von Cork liegt der Old Head of Kinsale, ein Landschaftszipfel, der weit ins Meer hinausreicht. Die Küste hier ist grandios. Ganz am südlichen Ende des Old Head befindet sich noch ein Leuchtturm. Dieser ist für uns leider nicht zugänglich. Für einmal ist kein militärisches Sperrgebiet die Ursache, sondern ein Golfplatz, auf dem nur Mitglieder geduldet werden. Sei’s drum. Wir sind ohnehin happy. Denn nachdem es am Morgen noch heftig geregnet hat, kommt nun endlich wieder einmal die Sonne so richtig zum Vorschein. Auf einen Schlag sieht alles viel schöner aus.

Cork – Stadt der Brücken

19. Juli 2024 / Irland / Cork / River Lee

Die im Süden Irlands liegende Stadt Cork ist mit 220’000 Einwohner die zweitgrösste des Landes. Das Zentrum wird vom River Lee umflossen, der sich hier in zwei Arme aufteilt, den South Channel und den North Channel. Rund dreissig Brücken führen ins Zentrum und aus diesem heraus. Daher wird Cork auch die „Stadt der Brücken“ genannt. Ein Gang den beiden Flussarmen entlang ist recht attraktiv. Sonst hat die Stadt aber für unser Empfinden nicht all zu viel zu bieten. Aber wir sind ja schliesslich auch nicht den Städten wegen nach Irland gereist.

Youghal

19. Juli 2024 / Irland / Youghal / Hafen

Dungarvan haben wir morgens bei Nieselregen verlassen. Doch damit nicht genug. Bald schon kommt zum Regen auch noch dicker Nebel hinzu. Ein richtiges Hundewetter. Innerlich haben wir den Tag schon fast abgeschrieben. Was für eine Erleichterung, als sich nahe von Ardmore der Himmel plötzlich auftut. Ein richtiger schöner Tag soll es nicht werden. Aber mittlerweile sind wir schon zufrieden, wenn es nicht regnet und gelegentlich kurz die Sonne durchscheint. Youghal, das wir kurz besuchen, ist ein altehrwürdiges Mark- und Fischerstädtchen. Mit Fischen ist es allerdings gerade etwas schwierig. Aber keine Sorge: in rund sieben Stunden ist die nächste Flut da.

Ebbe und Flut in Dungarvan

18. Juli 2024 / Irland / Dungarvan / Südlich vom Hafen


Wir legen heute einen Ruhetag ein. Hopo hat ein Päuschen verdient. Eigentlicher Grund für den Verbleib in Dungarvan ist aber das garstige Wetter. Den ganzen Tag über ist es stark bewölkt, es windet zum Teil heftig und meist geht ein lästiger Nieselregen nieder. Das bremst unseren Entdeckergeist erheblich ein. Wir beschränken uns auf kürzere Spaziergänge dem Meer entlang und ins Dorfinnere und hängen sonst rum. Und wir schauen dem Meer und den Gezeiten zu. Der Unterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt hier rund zwei Meter. Kein Vergleich zum Tidenhub in der Bretagne, der dort bis zu vierzehn Metern betragen kann. Aber gleichwohl faszinierend, zu sehen, wie das Meer im Takt von gut zwölf Stunden kommt und geht.