Abendstimmung in Eger

30. September 2024 / Ungarn / Eger / Páduai Szent Antal-templom

Eigentlich hatten wir im Sinn, Mitte Nachmittag weiterzureisen. Es hat uns in Eger aber so gut gefallen, dass wir entschieden haben, hier zu bleiben, Abend zu essen und dann zu übernachten. Bei der Umsetzung dieses Plans ist uns aber ein Fehler unterlaufen. Wir konnten der Versuchung nicht wiederstehen, noch rasch bei einem Asiaten vorbeizuschauen. Und der hat uns bereits am frühen Nachmittag die Mägen so vollgestopft, dass für ein ungarisches Nachtessen kein Platz mehr blieb. Wir haben es daher bei einer Glace bewenden lassen und werden das ungarische Nachtessen nachholen. Auch ohne abschliessendes Essen wird uns Eger in sehr guter Erinnerung bleiben.

Klobiges Gotteshaus mit schönem Innenraum

30. September 2024 / Ungarn / Eger / Kathedrale

Die Kathedrale von Eger ist von den Dimensionen her ein eindrückliches Bauwerk. Speziell schön sieht sie von aussen aber nicht wirklich aus. Sie macht eher den Eindruck, als ob sie aus überdimensionierten Lego-Steinen errichtet wurde. Damit ist sie nicht untypisch für viele Kirchen in Ungarn. Diese weisen aussen selten grosse Verzierungen auf. Eher wird auf eine stimmige Bemalung geachtet. Der Innenraum der Eger Kathedrale hat uns dann aber gehörig überrascht. Dieser besticht mit Marmorsäulen und vielen farbigen Fresken und sieht wirklich schön aus.

Schönes Eger

30. September 2024 / Ungarn / Eger / Dobó István tér mit Schloss

Endlich wieder einmal eine ungarische Stadt, deren Namen wir gut aussprechen und uns auch merken können: Eger. Die Stadt mit ihren gut 50’000 Einwohnern erreichen wir um die Mittagszeit. Eger ist das Zentrum eines grossen Weinanbaugebiets und darüber hinaus für sein Thermalbad bekannt. Und es verfügt über eine nicht allzu grosse, aber schöne Altstadt. Besonders angetan hat es uns der zentrale Platz mit einigen interessanten Gebäuden ringsherum sowie mit mehreren Restaurants und Eisdielen. Das prächtige Wetter verleiht unserer ohnehin guten Stimmung zusätzlichen Aufschwung. Wir fühlen uns wirklich wohl hier.

Burg in luftiger Höhe

30. September 2024 / Ungarn / Sirok / Burg

Es ist kühler geworden in Ungarn. Unsere Heizung müssen wir nachts über wieder einschalten. Das Thermometer zeigte heute Morgen gerade noch acht Grad an. Dafür hatten wir bis in den Nachmittag hinein einen strahlend blauen Himmel und schönsten Sonnenschein. Unser Weg führte uns heute zu Beginn auf sehr kurvenreichen Strassen durch das Mátra-Gebirge. Dieses besteht primär aus bewaldeten Hügeln, die bis hinauf auf 1’014 Meter reichen (dem höchsten Punkt Ungarns). Eine sehr schöne Gegend und eine tolle Fahrt, die uns immer wieder durch kleine Dörfer geführt hat. In Sirok sind wir dann hinauf zur Burg gestiegen. Die Besichtigung der Burg selbst war eher etwas enttäuschend. Der Weg hinauf und die Aussicht hingegen grandios.

Gyöngyös

29. September 2024 / Ungarn / Gyöngyös / Szent-Bertalan-templom

Wir haben den Grossraum Budapest nun definitiv verlassen und sind ostwärts Richtung Eger gefahren. Wir übernachten rund 50 Kilometer vor Eger entfernt in der Kleinstadt Gyöngyös. Wir hatten die Erwartung, hier auf ein attraktives Schloss zu stossen. Ein Schloss, das durch die gleiche Familie errichtet wurde wie das Sissi-Schloss in Gödöllo, das wir gestern besucht hatten. Das hiesige Schloss gibt es tatsächlich noch, doch es sieht nicht allzu attraktiv und auch eher heruntergekommen aus. Da gefällt uns die Sankt Niklaus Kirche mitten im Stadtzentrum und an der hiesigen Fussgängerzone liegend doch deutlich besser.

Hübsches Vác

29. September 2024 / Ungarn / Vác / Március 15 tér

Vác ist die letzte Stadt an der Donau, der wir noch einen kurzen Besuch abstatten. Um hierher zu fahren, haben wir in Esztergom die letzte Brücke vor dem Donauknie überquert und sind dann ein Stück weit durch die Slowakei gefahren. Vác zählt knapp 40’000 Einwohner und besitzt eine hübsche Fussgängerzone mit einigen interessanten Gebäuden. Auch die Promenade entlang der Donau weiss zu gefallen. Was den Anwohnern vor Kurzem noch Angst und Schrecken bereitet hat, sieht heute wieder sehr friedlich aus. So schnell kann sich das ändern.

Nachwehen des Hochwassers

29. September 2024 / Ungarn / Vác / Sandsäcke an der Donau

Das Hochwasser ist mittlerweile abgeflossen. Doch die Bevölkerung kämpft vielerorts immer noch mit den Folgen der Überschwemmungen. Überall entlang der Donau wird noch aufgeräumt und gereinigt. Und es hat wohl noch Millionen von Sandsäcken entlang des Flusses, die noch abtransportiert und geleert werden müssen. Teilweise haben wir Strassen gesehen, an denen die Sandsäcke über mehrere Kilometer hinweg mehrschichtig aufgestapelt waren. Bis die alle weg sind, wird es noch dauern. Gestern Abend brauchten wir das erste Mal in Ungarn auch etwas länger, um einen geeigneten Übernachtungsplatz zu finden. Mehrere schöne Plätze, die wir anfuhren, waren noch gesperrt oder verschlammt. Das ist aber angesichts der schwerwiegenden Folgen, die die Bevölkerung hier zu tragen hat, nicht der Rede wert.

Grenzstadt Esztergom

29. September 2024 / Ungarn / Esztergom / Széchenyi tér

Neben der Kathedrale und der Burg verfügt Esztergom auch über einige weitere Kirchen sowie eine kleine, aber ansehnliche Fussgängerzone in der Altstadt. Besonders gut gefallen hat uns der Platz vor dem Rathaus. Der abgebildete Blumenschmuck ist für ungarische Verhältnisse fast schon üppig. Wir wissen nicht, ob es daran liegt,, dass wir Ungarn erst im Spätsommer besuchen. Aber alle Blumenarrangements, die wir bisher angetroffen haben, machten eher einen bemitleidenswerten Eindruck. Entweder halten die Blumen hier nicht lange oder es fehlen die Mittel für deren Bepflanzung und Pflege. Oder beides zusammen.

Prächtiges Esztergom

29. September 2024 / Ungarn / Esztergom / Burg und Kathedrale

Bevor wir definitiv Richtung Osten fahren, machen wir noch einen Abstecher nach Esztergom. Die Stadt mit ihren 30’000 Einwohnern liegt rund 50 Kilometer nordwestlich von Budapest, direkt an der Grenzen zur Slowakei. Bekannt ist Esztergom vor allem für seine Kathedrale, die zusammen mit der Burg auf einem Hügel direkt über der Donau erbaut wurde. Bei so herrlichem Wetter wie heute Vormittag sehen Burg und Kathedrale wirklich toll aus.

Szentendre

28. September 2024 / Ungarn / Szentendre

Nach Schloss Gödöllö haben wir heute Nachmittag Szentendre besucht. Die Kleinstadt, die direkt an der Donau liegt, besitzt einen sehr schönen Altstadtkern mit hübschen alten Gassen und mehreren Kirchen. Da Szentendre nahe bei Budapest liegt, ist der Besucherandrang recht gross. Selbst bei regnerischem Wetter wie heute trifft man auf etliche Gruppen und viele Individualreisende. Wir nehmen an, dass Szentendre für einige Zeit der letzte Ort war, in dem wir auf so viele Touristen gestossen sind. Ab morgen geht unsere Reise ins Zentrum und in den Osten Ungarns. Wir werden dort Städte und Gegenden besuchen, die man im Westen weniger gut kennt und die daher wohl deutlich weniger stark frequentiert sind. Wir freuen uns darauf, auch wenn wir wissen, dass dort einige Hürden – so etwa die Sprachhürde – höher sein werden.