Dorfstrasse im Wurmloch

9. Oktober 2024 / Rumänien / Valea Viilor / Dorfstrasse

Unseren nächsten Zwischenhalt haben wir in Valea Viilor eingeschaltet, das auf deutsch Wurmloch heisst. Das ist garantiert keine Lüge. Auch in diesem kleinen Dorf gibt es eine sehr alte Kirchenburg, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Gefallen haben uns auch die bunten Häuser, die hier weit verbreitet sind. In vielen Dörfern in Siebenbürgen bilden die Häuser über ganze Strassenzüge hinweg eine geschlossene Front. Nach jedem Haus folgt eine Mauer mit einem grossen Tor und dann das nächste Haus und die nächste Mauer. Hinter den Toren verbergen sich oft kleine Landwirtschafts- oder Gewerbebetriebe oder auch nur Parkplätze und Hinterhöfe. Das wahre Leben spielt sich hier hinter den Mauern ab.

Mit Polizeieskorte vor Kirchenburg

9. Oktober 2024 / Rumänien / Axente Sever / Biserica Fortificata

Bereits kurz nach unserem heutigen Start sind wir in Axente Sever (auf deutsch Frauenburg) auf eine nächste sehenswerte Kirchenburg gestossen. Insbesondere auch wegen den speziellen Wolkenformationen mussten wir zwingend einen Fotohalt einlegen. Zu Hause werden wir immer wieder gefragt, ob uns noch nichts gestohlen wurde. Nein, rein garn nichts. Wie man auf dem Foto sieht, haben wir geschaut, dass wir stets von zwei Polizeifahrzeugen begleitet werden. Also kein Grund zu Sorge. Aber die Lügenbrücke in Hermannstadt darf ich jetzt wohl für einige Zeit nicht mehr betreten.

Man fühlt sich beobachtet

8. Oktober 2024 / Rumänien / Sibiu / Bei der Lügenbrücke

In Sibiu fühlt man sich dauernd beobachtet. Hier haben die Dächer Augen. Viele Gebäude in der Altstadt verfügen über eine spezielle Art von länglichen, abgerundeten Lukarnen (Dachgauben). Diese sind so schmal, dass man keine Chance hat, zu erkennen, ob sich dahinter jemand befindet, der einen beobachtet. Die Aufnahme wurde von der Lügenbrücke aus gemacht. In Sibiu behauptet man, dass die Brücke zu beben beginnt, sobald sie von einem Lügner überquert wird. Wir sind mehrmals über die Brücke gegangen und diese zeigte nie auch nur die kleinste Schwingung. Womit nachgewiesen ist, dass wir keine Lügner sind und dass alles, was in diesem Blog geschrieben steht, der Wahrheit und nur der Wahrheit entspricht.

Eindrückliche Stadtpfarrkirche

8. Oktober 2024 / Rumänien / Sibiu / Evangelische Stadtpfarrkirche

Eigentlich gefallen uns in Rumänien die orthodoxen Kirchen deutlich besser als die reformierten oder katholischen. Mit ihren Kuppeln wirken sie deutlich exotischer, was wir schätzen. In Sibiu gefällt uns aber auch die Evangelische Stadtpfarrkirche, die das Wahrzeichen der Stadt ist, sehr gut. Das farbige Dach und der farbige Turm, der schon von weitem sichtbar ist, lässt die Kirche wirklich speziell gut aussehen.

Grosser Ring von Hermannstadt

8. Oktober 2024 / Rumänien / Sibiu / Grosser Ring

Sibiu oder Hermannstadt zählt 170’000 Einwohner und war 2007 die europäische Kulturhauptstadt. Sibiu liegt am Rande der Südkarpaten und ist wirklich eine tolle, absolut sehenswerte Stadt, für die sich selbst ein grösserer Umweg lohnt. In Sibiu gibt es zwei grosse Plätze (Grosser und Kleiner Ring), die mit den farbenfrohen Fassaden der sie umgebenden Gebäuden wirklich toll aussehen. Die beiden Ringe sind Teil einer grossen, recht belebten Fussgängerzone. Gut gefallen hat uns auch die aufgestellte Stimmung, die in der Stadt zu spüren war. Auch die Rumänen mögen es, wenn nach ein paar trüben Tagen der Sommer ein Comeback feiert.

Kirchenburg von Cristian

8. Oktober 2024 / Rumänien / Cristian / Kirchenburg

Auf eine weitere prächtige Kirchenburg sind wir in Cristian gestossen, das unmittelbar vor den Toren von Hermannstadt liegt. Wie so viele Ortschaften und Städte in Siebenbürgen hat auch Cristian einen deutschen Namen (Neustadt). Auch bei dieser Burganlage hat es uns gelüstet, sie von innen zu sehen. Aber auch hier sind wir bloss auf verschlossene Türen gestossen. Schade!

Kirchenburg von Calnic

8. Oktober 2024 / Rumänien / Calnic / Burg Kelling

Im Nordosten Rumäniens waren wir in einer Gegend, in der man etliche Holzkirchen besichtigen konnte. Hier in der Gegend zwischen Karlsburg und Hermannstadt gibt es mehrere Kirchenburgen zu bestaunen. Ganz schön ist die von Calnic, deren Ursprünge ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Gerne hätten wir die ganze Anlage von innen besichtigt. Obwohl sie heute eigentlich hätte zugänglich sein sollen, trafen wir bloss auf verschlossene Türen. Die Saison scheint auch in Rumänien vorbei zu sein. Das merken wir auch auf dem Campingplatz in Sibiu, auf dem wir uns niedergelassen haben. Wir können uns das ganze Areal mit einem Deutschen teilen, der mit einem Wohnwagen unterwegs ist. Immerhin aber schon eine Steigerung. In Oradea waren wir noch ganz alleine auf dem Campingplatz.

Alba Iulia oder Karlsburg

8. Oktober 2024 / Rumänien / Alba Iulia / Glockenturm und Orthodoxe Kathedrale

Man mag es kaum glauben. Aber um etwa halb zehn Uhr hatten wir bei der Wegfahrt von unserem Übernachtungsplatz noch dicken Nebel und kühle fünf Grad. Bei der Fahrt ins Zentrum von Alba Julia – auf deutsch Karlsburg – gewann die Sonne allmählich Oberhand. Bis wir vom Parkplatz aus das Zentrum erreicht hatten, konnten wir uns über schönstes Wetter freuen. Immer noch etwas kühl, aber Sonne pur. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Karlsburg befinden sich praktisch alle in und direkt um die sternförmig erbaute Zitadelle. Praktischer geht es kaum mehr. Karlsburg sollte man unbedingt besuchen – falls man einmal gerade in der Gegend ist.

Orthodoxe Kirche von Drâmbar

7. Oktober 2024 / Rumänien / Drâmbar / Biserica Ortodoxa Drâmbar

Wir übernachten heute am Fluss Mures ausserhalb von Alba Iulia (Karlsburg). Auf der gegenüberliegen Flussseite befindet sich die orthodoxe Kirche von Drâmbar, die sich uns bei unserer Ankunft im herrlichsten Abendlicht präsentiert hat. Zu erreichen ist die Kirche und das Dorf von unserem Stellplatz aus über eine recht lange Hängebrücke, die sich elegant über den Fluss schwingt. Solch schöne orthodoxe Kirchen haben wir heute einige zu Gesicht bekommen. Rumänien ist eines der religiösesten Länder Europas. Es gibt drei Religionen, die hier einen hohen Stellenwert haben (orthodox, reformiert, katholisch). Das hat zur Folge, dass es selbst in kleinen Gemeinden mehrere Kirchen gibt und man auch auf dem Lande auf wirklich prächtige Bauten stösst.

Zwischenhalt im schönen Aiud

7. Oktober 2024 / Rumänien / Aiud / Kirchen und Bürgerhaus

Auf dem Weg zum Kloster Râmed ist uns mitten in Aiud, das wir nicht auf unserem Programm hatten, eine Zitadelle aufgefallen. Wir haben angehalten und einen kurzen Spaziergang unternommen. Dabei durften wir feststellen, dass Aiud nicht nur über eine gut erhaltene Zitadelle verfügt, sondern auch über sehenswerte Kirchen und prächtige Bürgerhäuser. Ein Zwischenhalt also, der sich absolut gelohnt hat. Das auch des prächtigen Wetters wegen. Am fünften Tag in Rumänien haben wir heute das erste Mal Sonne und blauen Himmel geniessen dürfen. Das Land, das uns schon vorher sehr gut gefallen hat, gefällt uns so noch viel besser.