Olafsburg in Savonlinna

21. Juli 2025 / Finnland / Savonlinna / Olafsburg

Und hier auch noch ein Bild der Burg, die als Vorlage für das Vogelhaus diente. Oder war es allenfalls gar umgekehrt und man hat die Burg dem Vogelhaus nachgebaut? Erwiesen ist, dass mit dem Bau der Burg Ende des 15. Jahrhunderts begonnen wurde. Finnland gehörte damals noch zum schwedischen Königreich. Im 18. Jahrhundert wurde die Burg zweimal von den Russen eingenommen. Sie zerfiel dann allmählich und wurde erst wieder in den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts renoviert. Heute gilt sie als die am besten erhaltene Mittelalterburg in Nordeuropa. Zurzeit finden gerade Opernabende in ihr statt.

Finnisches Vogelhaus

21. Juli 2025 / Finnland / Savonlinna / Vogelhaus

In Savonlinna sind wir nahe der Olafsburg auf ein Vogelhaus gestossen, das der Burg sehr gut nachempfunden ist. Originell und einen Blogeintrag wert, finden wir. Ob das Vogelhaus auch tatsächlich bewohnt ist, konnten wir nicht feststellen. Wir sehen hier oben immer wieder interessante Vögel. Diese hätten in diesem Vogelhaus aber definitiv keinen Platz.

Hitzetag in „heisser“ Gegend

21. Juli 2025 / Finnland / Savonlinna / Olafsburg

Im weiteren Tagesverlauf sind wir nahe der finnisch-russischen Grenze nordostwärts gefahren. Südlich von Parrikala führt die Strasse nur einige Hundert Meter neben der Grenze vorbei. Gemerkt hat man davon gar nichts. Uns sind auf der ganzen Strecke nirgends militärische Einrichtungen oder Sicherheitsvorkehrungen aufgefallen. Irgendwie speziell, wenn man sich der Spannungen bewusst ist, die es zwischen den beiden Ländern gibt. Unsere Wetter-App hat uns heute vor einer „grossen Hochtemperaturgefahr“ gewarnt. Dabei wurde es „bloss“ 27 Grad warm, was wir als sehr angenehm empfunden haben. Aber eben: wir sind hier in Breitengraden, in denen man sich kühleres Wetter gewohnt ist. Speziell waren heute die Wolkenformationen, die wir zwischendurch immer wieder bestaunen konnten.

Lappeenranta

21. Juli 2025 / Finnland / Lappeenranta / Lappeen Marian kirkko

Von Hamina aus sind wir heute Morgen rund 90 Kilometer nordostwärts nach Lappeenranta in Südkarelien gefahren. Die Stadt liegt malerisch am Saimaa-See, der eine Fläche von fast 1’400 Quadratkilometer bedeckt (zweieinhalbmal der Bodensee) und der grösste See Finnlands ist. Der Saimaa-See ist „vollgepflastert“ mit unzähligen Inseln, so dass man dessen effektive Grösse nirgendswo richtig wahrnehmen kann. Hauptsehenswürdigkeit von Lappeenranta ist eine alte Festung. Noch besser hat uns aber die Marienkirche gefallen. Die Holzkirche, die 1794 fertiggestellt wurde, weist eine ganz spezielle Bauform auf (Doppelkreuzkirche), von denen es in Finnland nur noch wenige gibt.

Hamina

20. Juli 2025 / Finnland / Hamina / Raatihuone

Die kommende Nacht verbringen wir in Hamina. Wir haben hier einen schönen Übernachtungsplatz direkt an einem der vielen Meeresarme gefunden. Es scheint so, als ob es in Finnland keine Probleme bereitet, schöne Übernachtungsplätze zu finden. Frei übernachten ist ja offiziell erlaubt (Jedermannsrecht). Einschränkungen oder Verbote haben wir bisher keine angetroffen. Gut so, liebe Finnen. Hamina besitzt eine schöne Altstadt (angeblich eine der schönsten in Südfinnland). Im Zentrum laufen acht Strassen sternförmig auf einen Kreisel zu, in dessen Mitte sich das Rathaus befindet. Rundherum stehen einige Kirchen und schöne Holzhäuser. Ab morgen geht es landeinwärts. Dem Meer entlang sind es bloss noch vierzig Kilometer bis zur russischen Grenze. Und dorthin wollen wir definitiv nicht. Zumindest nicht in der jetzigen Zeit.

Kotka

20. Juli 2025 / Finnland / Kotka / Hafenkran

Den vierten Tag in Folge dürfen wir uns nun über schönes Wetter freuen. Nicht wolkenlos, aber doch sehr viel Sonne (von sechs Uhr morgens bis fast halb zehn Uhr abends) und das bei Temperaturen von bis zu 27 Grad. Am frühen Nachmittag haben wir die Stadt Kotka besucht (50’000 Einwohner), die auf einer Halbinsel im Finnischen Meerbusen liegt. Der Hafen von Kotka ist der grösste Exporthafen Finnlands. Weiter gibt es einige Sägewerke sowie Industriebetriebe (Zellulose- und Zuckerindustrie). Hauptsehenswürdigkeit ist das Schifffahrtsmuseum, auf dessen Areal auch der abgebildete Hafenkran steht.

Porvoo

20. Juli 2025 / Finnland / Porvoo / Am Fluss Porvoonjoki

Die Stadt Porvoo (50’000 Einwohner) liegt rund fünfzig Kilometer nordöstlich von Helsinki und war das erste Ziel, das wir heute angesteuert haben. Die Stadt ist zweisprachig: zwei Drittel der Bewohner sprechen Finnisch, ein Drittel Schwedisch. Schwedisch ist hier im Süden Finnlands recht verbreitet. Die Finnlandschweden sollen es aber gar nicht mögen, wenn man sie als Schweden betrachtet. Denn die Finnen schätzen die Schweden überhaupt nicht (gleich wie die Basler die Zürcher nicht mögen). Porvoo hat eine malerische Altstadt mit engen Gassen und bunten Holzhäusern. Sehr schön sind auch die aus dem 18. Jahrhundert stammenden rostroten Salzspeicher am Fluss Porvoonjoki.

Grossstadt mit viel Natur

19. Juli 2025 / Finnland / Laajasalo / Uferlandschaft

Mit 650’000 Einwohnern ist Helsinki eine ordentliche Grossstadt, die wegen der grosszügigen Bauweise eine stattliche Fläche bedeckt. Gleichwohl ist man sehr rasch in der freien Natur. Beim Anblick der Uferlandschaft im Vorort Laajasalo könnte man das Gefühl haben, man sei fernab grosser Ortschaften. Dabei ist der Marktplatz von Helsinki bloss gute fünf Kilometer Luftlinie entfernt. Helsinki erhielt den Spitznamen „die weisse Stadt des Nordens“, weil viele Gebäude im Stadtzentrum aus hellem Granit erbaut wurden. Für mich ist Helsinki auch eine grüne Stadt. Und das durchaus in einem positiven Sinn.

Radfahrerparadies

19. Juli 2025 / Finnland / Munkkiniemi / Radweg

Weil uns Helsinki gestern so gut gefallen hat, sind wir geblieben. Hopo kommt so zu einem wohlverdienten Ruhetag. Von unserem Übernachtungsplatz auf der Insel Mustikkamaa aus sind es bloss fünf Kilometer bis ins Zentrum Helsinkis. Und diese fünf Kilometer kann man auf Top-Radwegen zurücklegen. In und um Helsinki gibt es ein ausgezeichnetes Radwegnetz. Praktisch jedes Ziel hier kann auf einem Radweg angefahren werden. Ausserorts führen die Radwege oft abseits des motorisierten Verkehrs auf grosszügig angelegten Strecken. Wirklich schön. Schade nur, dass die Zeit, während der man dieses Radwegnetz nutzen kann, recht kurz ist. Ich gehe nicht davon aus, dass hier im eisig kalten Winter viele auf dem Rad unterwegs sind. Aber vielleicht lassen sich die Wege ja als Langlaufloipen nutzen.

Waren hier Christos Erben am Werk?

18. Juli 2025 / Finnland / Helsinki / Kathedrale

Der amerikanisch-bulgarische Künstler Christo und seine Frau Jeanne-Claude waren weltberühmt für ihre spektakulären Verhüllungen von Gebäuden und Landschaften. Beim heutigen Anblick der Kathedrale von Helsinki hätte man meinen können, dass hier ihre Nachfolger am Werk waren. Dem ist aber nicht so. Die Kathedrale wird zurzeit renoviert. Immer wenn wir auf verhüllte Sehenswürdigkeiten stossen, sind wir enttäuscht. Dem war heute nicht der Fall. Helsinkis Kathedrale sieht auch verhüllt blendend aus.