Fischerhafen von Ancona

5. November 2025 / Italien / Ancona / Hafen bei der Mole Vanvitelliana

Einige Boote im Hafen von Ancona hätten dringend wieder einmal einen Anstrich nötig. Still und leise rosten sie vor sich hin. Wenigstens geben sie ein malerisches Bild ab. Seit Sonntag werden wir mit prächtigem Wetter verwöhnt. Und dieses sollte uns noch bis mindestens am Freitag erhalten bleiben. Die Temperaturen sind mittlerweile etwas gesunken (auf heute noch 18 Grad), was zum Reisen aber immer noch sehr angenehm ist. Nicht ganz so toll ist die östliche Lage der Adria, die zur Folge hat, dass die Sonne schon recht früh untergeht (heute bereits um fünf vor fünf). Da sind Spanien und Portugal gegenüber Italien im Vorteil. Die Reise dorthin ist aber auch viel länger. Alles kann man eben nicht haben.

Ancona

5. November 2025 / Italien / Ancona / Altstadt

Ancona ist einer der wichtigsten Häfen an der Adria. Zu sehen gibt es alle möglichen Typen von Schiffen: Handelsschiffe, Fährschiffe (Verbindungen nach Kroatien, Albanien und Griechenland), Freizeitboote, Schiffe der italienischen Marina Militare und eine Vielzahl von Fischerbooten. Ancona besitzt auch eine schöne Altstadt, die sich den Monte Guasco hinaufzieht. Speziell vom Dom aus hat man eine prächtige Aussicht über die Altstadt, den Hafen und die Küste. Es braucht ein wenig Anstrengung, um zur Domplattform hinaufzusteigen. Aber es lohnt sich.

Sfera Grande in Pesaro

4. November 2025 / Italien / Pesaro / Sfera Grande

Spaziergänge der Küste entlang sind in Italien nur beschränkt schön. In den bekannten Badeorten reiht sich in der Regel ein Bagni an das andere, so dass man vom Strand und vom Meer nur wenig zu sehen bekommt. Gut gibt es in Pesaro die Sfera Grande, die in einem kleinen Park aufgestellt ist, der ein Bagni-freier Raum ist und damit den Blick aufs Meer freigibt. Die Sfera Grande ist eine wirklich imposante Bronzeskulptur, die von den Einheimischen auch als Pomodoro-Kugel bezeichnet wird. Der Übername ist nicht auf die Ähnlichkeit der Kugel mit einer reifen Tomate zurückzuführen, sondern ist entstanden, weil das Kunstwerk vom bekannten italienischen Bildhauer Arnaldo Pomodoro erschaffen wurde.

Pesaro

4. November 2025 / Italien / Pesaro / Rocca Costanza

In Pesaro haben wir gestern Abend einen tollen Übernachtungsplatz gefunden, direkt am Meer und an einem ruhigen Seitensträsschen. Weil es uns hier gut gefällt, haben wir beschlossen, etwas länger zu bleiben und eine weitere Nacht anzuhängen. Pesaro zählt knapp 100’000 Einwohner und ist eines der wichtigsten Touristenzentren an der italienischen Adria. Touristen sind aber im November praktisch keine auszumachen. Die Saison ist definitiv vorbei, die Bagni sind allesamt geschlossen. Pesaro ist der Geburtsort des Komponisten Gioachino Rossini und als „Stadt der Musik“ bekannt, die alljährlich im August ein Opernfestival organisiert. Die Zahl der Sehenswürdigkeiten hält sich hingegen in überschaubaren Grenzen und auch der Hafen kann mit denen anderer Adriastädte nicht mithalten.

Fischerhafen von Cattolica

3. November 2025 / Italien / Cattolica / Fischerhafen

Der Fischerhafen von Cattolica ist recht gross und schön anzuschauen. Rund 120 Fischerboote soll es hier noch geben. Rund ein Drittel der Boote hat sich auf den Fang von Venusmuscheln spezialisiert. Das Venusmuschel-Dredging ist eine Schleppnetzfischerei, bei der ein Dredge-Gerät, das an einem starren Rahmen mit einem Metallkorb oder Netzbeutel befestigt ist, eingesetzt wird. Die Dredge-Geräte werden über den Meeresboden gezogen, um die Venusmuscheln und andere Muschelarten einzusammeln und mittels Saugrohren ins Boot zu befördern. Die Fangmethode ist recht umstritten, wird aber an der italienischen Adriaküste noch im grossen Stil praktiziert.

Cattolica

3. November 2025 / Italien / Cattolica / Rathaus

Wir sind wieder zurück in Italien. Cattolica gehört ebenfalls zu den Badeorten an der Adriaküste, um die wir bisher einen weiten Bogen geschlagen haben. Nachdem uns Rimini positiv überrascht hat, haben wir uns entschlossen, auch einmal nach Cattolica zu fahren. Dieses Mal blieb die positive Überraschung weitgehend aus. Das Rathaus im Stadtzentrum hat uns gut gefallen. Das war es dann aber auch schon. Den Rest des Zentrums kann man meiner Meinung nach vergessen. Schön sind noch der Hafen und die Strände. Um letztere zu geniessen, sind wir aber definitiv zu falschen Zeit hier.

Castello della Guaita

3. November 2025 / San Marino / Città di San Marino / Castello della Guaita

San Marino liegt auf gut 700 Metern Höhe auf dem felsigen Titano-Berg. Auf dem östlichen Felsrücken sind drei Festungen erhalten, die allesamt in einem tadellosen Zustand sind. Die drei Festungen, die zu einem umfassenden historischen Verteidigungssystem gehören, sind durch einen schönen Weg miteinander verbunden. Auf diesem eröffnen sich immer wieder spektakuläre Blicke in die darunterliegende Küstenlandschaft rund um Rimini. In der Hochsaison im Sommer dürfte es auf diesem Weg eng werden. Wir konnten heute in aller Ruhe und fast alleine die wunderbare Landschaft geniessen.

Palazzo Pubblico mit Freiheitsstatue

3. November 2025 / San Marino / Città di San Marino / Palazzo Pubblico mit Statua della Libertà

Eines der bekanntesten Fotomotive von San Marino ist der Palazzo Pubblico (Rathaus) mit der davor platzierten Freiheitsstatue. Das Rathaus ist der Sitz der Regierung und des Parlaments. San Marino wird von zwei Capitani Reggenti regiert, die alle sechs Monate vom sechzigköpfigen Parlament gewählt werden. Die beiden Captiani Reggenti teilen sich die Funktion als Staatsoberhäupter und sind an vorderster Front für das Wohl der 35’000 Menschen verantwortlich, die in San Marino leben.

San Marino

3. November 2025 / San Marino / Città di San Marino / Aussichtsplattform bei der Seilbahnstation

Für einen knappen Tag haben wir Italien verlassen und sind nach San Marino gereist. Von Rimini aus sind es bloss gute zwanzig Kilometer bis in die Hauptstadt der kleinen Republik. San Marino ist bereits das 32. Land, das Hopo besucht (31 in Europa, und mit Marokko eines in Afrika). San Marino ist bloss 61 Quadratkilometer gross und damit rund siebenhundert Mal kleiner als die Schweiz. Der Kleinstaat lebt hauptsächlich vom Tourismus, vom Bankensektor und vom Verkauf zollfreier Waren. Die Geschäfte scheinen zu blühen. In San Marino ist alles piekfein herausgeputzt und so ordentlich wie sonst kaum irgendwo auf dieser Welt. Fast könnte man beim Besuch der Stadt meinen, in einem Walt Disney Freizeitpark gelandet zu sein.

Castel Sismondo in Rimini

2. November 2025 / Italien / Rimini / Castel Sismondo

Rimini hat mich positiv überrascht. Bisher habe ich immer einen grossen Bogen um den Badeort gemacht, weil ich mir einbildete, dass Rimini ausschliesslich aus seinem Strand, Hotels, Restaurants, Diskotheken, Supermärkten und Parkplätzen besteht. Rimini besitzt aber eine sehenswerte Altstadt mit schönen Plätzen und interessanten Bauwerken. Auch der Spaziergang entlang des Portocanale war eine Überraschung. Ich habe hier ausschliesslich Freizeitboote und Jachten erwartet. In Tat und Wahrheit gibt es aber noch eine Vielzahl von Fischerbooten, die hier anlegen, und hübsch anzusehen sind. Mein Bild von Rimini hat sich heute grundlegend verändert, und es war wohl nicht das letzte Mal, dass wir hier einen Halt eingelegt haben.